Gemeindeentwicklung: Glasfaser muss in jedes Haus; Auch wenn schon viele Gemeinden mit der Leerrohrverlegung begonnen haben wird´s schätzungsweise erst in 10 Jahren auch am Land flächendeckend sein.

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Im Rahmen eines Besuches von Gemeindebund-Vizepräsident Mag. Alfred Riedl im Bezirk Amstetten diskutierten wir am 29.10. in einer Experten- und Planerrunde , wie wir die Lichtwellenleitertechnologie bis zu jedem einzelnen Haus im ländlichen Raum schnellstmöglich umsetzen können.

DSC06524v.l.n.r.: Hannes Pressl, Lukas Zeitlhofer, Dieter Funke, Alfred Riedl, Wolfgang Voglauer, Andreas Pum

„Es müssen die Leerrohre bei allen Grabungen schon jetzt mitverlegt werden und wir müssen auch neue Techniken zur Verlegung finden“, war die Ansage von Mag. Alfred Riedl. Dazu ist aber sowohl in jeder einzelnen Gemeinde als auch im gesamten Bezirk Amstetten ein Verlegekonzept für die Lichtwellenleitertechnologie erforderlich. Das Ersuchen, dass für diese Planungen auch Förderunterstützung erforderlich sei und diese Forderung bei den Überlegungen zum richtigen Einsatz der „Breitbandmilliarde“ des Bundes berücksichtigt werden müsse, nahm der Gemeindebund-Vizepräsident aus dem Bezirk mit.

Bereits jetzt sind Gemeinden im Bezirk Amstetten bei der LWL Technologie und der Leitungsverlegung Vorreiter: Einige verlegen seit Jahren Leerrohre, einige Gemeinden haben auch schon Planungskonzepte beauftragt. Vorgegangen wird stets nach dem einheitlichen Planungsleitfaden des BMVIT vom Feb.2014: http://www.bmvit.gv.at/bmvit/telekommunikation/breitbandstrategie/downloads/planungsleitfaden_breitband.pdf

Aktuell wird „Breitbandinternet“ zwar zumeist noch über die klassischen Kupferkabel der Telekom Austria von verschiedensten Telekomunternehmen angeboten. Die Leistungsfähigkeit der Kupferkabel kann zwar durch „Vectoring“ noch gesteigert werden, ist aber mittel-&langfristig begrenzt. Deshalb wird für die nächsten Jahre die Lichtwellenleitertechnik immer wichtiger. Damit sind um vieles größere Datenmengen (bis zu 100mBit/sek und mehr) transportierbar und das ist bei Internetfernsehen und anderen Anwendungen dringender denn je und muss letztlich mittelfristig in jedem Haus verfügbar sein. Allerdings bedeutet ein neues Kabelsystem auch eine völlige Neuverlegung von Kabelnetzen mit enormen Kosten und da sind gerade „auf der letzten Meile“ zu jedem Haus auch die Gemeinden gefordert, wenn´s darum geht, die Standortqualität im ländlichen Raum sicherzustellen. Wir nehmen diese Herausforderung auf, um in 10 Jahren gerüstet zu sein und keine Wettbewerbsnachteile zu erleiden!

20141029_113035Planer wie DI Wolfgang Voglauer von der IKW in Amstetten unterstützen die Gemeinden schon jetzt bei Trinkwasserleitungen, Kanalverlegungen und in Zukunft auch bei LWL Konzepten.

20141029_122351Verlegt werden von den Gemeinden aktuell Leerrohre. In diese kann dann der Lichtwellenleiter auch später noch eingebracht werden. Da aber das Verlegen der Leerrohre den größten Kostenanteil ausmacht sollte das durch Mitverlegungen bei Straßenbeleuchtung, Kanal und Trinkwasser laufend gemacht werden und letztlich „günstiger“ kommen.

20141029_113300In der Verantwortung, jetzt rechtzeitig die Schritte einzuleiten, um die erforderlichen Netze dann, wenn notwendig, zur Verfügung stellen zu können, sind wir von der regionalen Politik. Die Mittel dafür müssen auf Bundes- und Landesebene verhandelt werden.

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