Kleinregion Donau-Ybbsfeld: A1 Telekom möchte in 6 Gemeinden bis Ende 2016 bis zu 16Mbit im Download bieten.

DSC_0001In einer strategischen Besprechung mit allen Kleinregionsbürgermeistern der Region Donau-Ybbsfeld gab die A1 Telekom am 7.12. 2015 bekannt, dass sie in 6 Gemeinden der Region im Lauf des Jahres 2016 jeweils rund 80% des Gemeindegebietes mit Internet-Downloadleistungen von bis zu 16 Mbit/Sek. ausbauen möchte.  Bewerkstelligt soll das von der A1 durch eine „Verkürzung der Kupferleitungen“ und die Aufstellung sogenannter ARU´s werden. Die 3 bis 5 ARU Standorte pro Gemeinde werden mit teilweise bereits vorhandenen Glasfaserkabeln angeschlossen und ab dort werden dann auf den bestehenden Kupferleitungen mit Frequenzmodulierungen höhere Datenmengen weitergeleitet.  ARU steht dabei als Abkürzung für „Access Remote Unit“ und ist das Kürzel für die Übergabe/Splittingstation.

Angekündigt wurde der 80% Ausbau im Lauf des Jahres 2016 für die Kleinregionsgemeinden Viehdorf, Blindenmarkt, St.Martin-Karlsbach, St.Georgen/Ybbsfeld (nur mehr Fertigstellung), Ardagger und Ferschnitz. Keine Ausbaumöglichkeit dieses Netzes sieht die A1 Telekom vorerst aufgrund fehlender Zuleitungen für Neustadtl. Aber auch hier wird es nochmals Gespräche geben.

Mit der Vectoring-Technologie können später sogar bis zu 50Mbit/Sekunde gewährleistet werden, sagten die Telekomvertreter, wenn es sich um „nicht regulierte“ Leitungen handelt. Es werden in Zukunft aber noch viel größere Bandbreiten benötigt werden. Und dafür stehen schon die nächsten Übertragungsmedien in den Startlöchern:

  • Bei denKupferleitungen wird von A1 Telekom Austria mit „Vectoring +“ experimentiert. Bis zu 250Mbit soll dabei im Download auch über Kupferleitungen möglich sein.
  • „Mobil“ wird der LTE Ausbau von verschiedenen Anbietern vorangetrieben und soll auch ab 2016 fast flächendeckend bis zu 120Mbit/Sekunde ermöglichen und
  • Über Funkinternet sind an einigen Standorten in der Region schon jetzt bis zu 30Mbit – auch in schwierigem Gelände möglich (sofern Sichtverbindungen bestehen). Derzeit wird hier von der Fa. Kabelplus vom Kollmitzberg und vom Kirchenturm Stephanshart ein Signal angeboten.
  • Der Endausbau wird letztlich beim Glasfaserkabel bis ins Haus und bis in die Wohnung gesehen. Bis zu 1Gbit/Sekunde soll dann in 10 bis 15 Jahren möglich sein. Allerdings bedeutet „Glasfaser“ ein völlig neues Netz, das erst am Anfang steht und das in den nächsten 15 Jahren über das Kupfer hinaus auf- und ausgebaut werden soll. Seitens der Gemeinde verlegen wir dazu auch laufend bereits Leerrohre in bestehende Grabungen mit.

Und diesesVideo erklärt ganz einfach die Breitband-Zukunft:

https://noegig.at/faq/#toggle-id-6-container

Technologievergleich
Das Schaubild zeigt, welche Technologie welche Übertragungsraten in Zukunft erwarten (Übertragungsratenangaben ohne Gewähr) lässt. Da der Datenfluss (auch in jedes Haus für Internet TV usw.) immer größer wird, wird jetzt schon seitens der Gemeinden der Kleinregion der Ausbau eigener Glasfasernetze bis in jedes Haus durch Mitverlegung von Leerrohren bei anderen Bauvorhaben vorangetrieben.

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