Ardagger: Lebensmittel im „Wandel“. SchülerInnen lernten, wie und mit welchen Rohstoffen man früher – „ohne fertig, vakuumiert oder gefrostet“ – gekocht hat.

2015_Ardagger_LMimWandel_10122015 (13)Die NÖ Mittelschule Ardagger lud SchülerInnen und Großeltern zum Projekt „Lebensmittel im Wandel der Zeit“ ein. Im Zuge des Kochunterrichtes wurde über frühere Zeiten geplaudert, gemeinsam gekocht und Kekse nach alten Rezepten gebacken.

SchülerInnen und Großeltern backen Generationenkekse in der NÖ Mittelschule Ardagger

Bereits das Projekt „Kochen im Wandel der Zeit“ hatte im vergangenen Schuljahr in der NÖ Mittelschule Ardagger großen Anklang gefunden. Aus diesem Grund nahmen die Schülerinnen und Schüler der 4a und 4b unter der Leitung von Mittelschullehrerin Birgit Gruber auch am diesjährigen Projekt „Lebensmittel im Wandel der Zeit“ des Landes NÖ teil. Ziel des generationsübergreifenden Projektes ist, den Wert von Lebensmitteln und den Umgang damit bewusst zu machen. Drei Großmütter und ein Großvater konnten für das Projekt gewonnen werden und plauderten mit den SchülerInnen über frühere Zeiten. Die Botschaften waren wieder sehr überzeugend. Früher wurden nur die Nahrungsmittel gekauft, die man nicht selber herstellen konnte, wie Zucker, Mehl, Salz, usw.. Ganzjährig wurden die Produkte vom eigenen „Küchenacker, Gemüsegarten oder Obstgarten“ gegessen. Für Fleisch sorgten haus- oder hofeigene Tiere, wie Schwein und Huhn. Eier gab es im Winter kaum, da die Hühner wenig produzierten. Daher wurden die Eier in einem großen Glas in Flüssigkeit konserviert. Es wurden keine Lebensmittel weggeschmissen, sondern man achtete auf die weitere Verwertung. Besonders erstaunt waren die SchülerInnen über die Lagerungsmöglichkeiten im Keller oder in einem gemieteten Eisschrank, bis in den Siebzigerjahren der Kühlschrank oder die Kühltruhe kam. Und so manche Aussage konnte den Großeltern entlockt werden, wie zum Beispiel, dass die erste Banane eigentlich nicht geschmeckt hat oder dass man erst seit den 80iger Jahren Dosenfrüchte kennt. 2015_Ardagger_LMimWandel_10122015 (53)

Nach der netten Plauderrunde ging es ans Kochen. In Kleingruppen kochten Kinder und Erwachsene Gerichte von früher, wie Eintropfsuppe und Kartoffelgulasch. Die Großeltern hatten Keksrezepte von früher mitgenommen, und so wurden vier Kekssorten gebacken, wie z. B. der Maschinenkeks, welcher den Namen durch die Herstellungsart – er wird durch den Fleischwolf gedreht – erhalten hat. Eine wahre Resteverwertung war früher die Vermengung von übriggebliebenen Nüssen, Rosinen bis hin zu Keksteigresten, welche zu einem Striezel geformt und nach dem Backvorgang in kleine Stücke zerteilt wurden. Gebacken wurden auch Engelsaugen und Nussstangen nach altem Rezept.

2015_Ardagger_LMimWandel_10122015 (60)Beim gemeinsamen Essen ließen Großeltern und Kinder die Erfahrungen und netten Gespräche nochmals Revue passieren. Besonders die Generationenkekse schmeckten allen Beteiligten sehr gut.

Unterstützt und begleitet wurde das Projekt auch durch OSR Gertrude Zarl und Regionalbetreuerin Birgit Weichinger seitens der NÖ.Regional.GmbH.

„Sich Zeit nehmen für ein Gespräch und die Erfahrungen von früher austauschen tut sowohl den Kindern als auch den Großeltern gut“, so OSR Gertrude Zarl. Besonderer Dank gilt der Mittelschullehrerin Birgit Gruber, den Großeltern und SchülerInnen für die Teilnahme. Das Projekt hat sichtlich Freude gemacht.   2015_Ardagger_LMimWandel_10122015 (62)

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