Ardagger: Architekturstudenten suchen Möglichkeiten für Leerstandsnutzung. Ziel ist moderner Wohn- und Arbeitsraum und gleichzeitig Senkung des Neubodenverbrauches.

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Das ehemalige Gasthaus „Zur Weingrube“ in Stift Ardagger steht stellvertretend für immer mehr große Altliengeschaften, die heute keine adäquate Verwendung mehr finden.

Immer mehr leer stehende Gebäude und innerörtliche ungenutzte Siedlungsflächen bleiben leer. Auf der anderen Seite ist die Nachfrage junger Menschen nach Baugründen in den modernen Neusiedlungen der Gemeinde ungebrochen. Mit einem Projekt von Architekturstudenten der TU Wien sollen nun Lösungsvorschläge für alte Häuser und leer stehende innerörtliche Baugrundstücke gefunden werden, damit auch diese für junge und moderne Menschen attraktiv sind. Anhand von 2 Beispielsprojekten (dem ehemaligen Gasthaus „Zur Weingrube“ und einer lange schon leer stehenden Baulandfläche in der Brandwiese, beides in Stift Ardagger) sollen aber auch finanzierbare Lösungen entwickelt werden. Denn mittlerweile halten auch die hohen Kosten von Altimmobilien (Entsorgungen, statische Unsicherheiten, Gebundenheit an den Bestand bei der Planung, „Übergröße“ für Jungfamilien) viele davon ab, ihr Geld in derartige Objekte zu stecken. Insgesamt rund 40 Studentinnen und Studenten werden nun mit „ihrem Blick von Außen“ Lösungen für unsere Gemeinde vorschlagen. Letztlich soll es einer von vielen Schritten in der Gemeinde sein, um eine ausgewogenen Balance zwischen Neubau und Altsubstanzsanierung zu finden. Das große Ziel dahinter ist einerseits modernen und günstigen Wohnraum zu schaffen und andererseits den Neu-Bodenverbrauch einzudämmen. Die Projektergebnisse werden im Sommer 2016 vorliegen.

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Im Keller des Landhauses Stift Ardagger – einem Umbauprojekt, das bereits vor 25 Jahren eine damals ungenutzte Altsubstanz wieder revitalisiert hat, konnte ich den STudenten der TU ihren „Arbeitsauftrag“ erläutern.

 

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