Ardagger: Heftige Gewitter machten Sonntag zu Einsatztag. Einige Häuser von Unwetter betroffen.

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Heute Sonntag, 09.16  – Auffahrt Römerweg – ein „Wildbach“!
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Am Nachmittag – gleiche Stelle – kaum mehr was erkennbar.
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In der neuen Mittelschule war wegen großer Wassermengen von Kirchfeld kommend der Lehrereingangsbereich betroffen. Dank der Familien Tagwerker und Schwarz/Gyenes war der Wassereinbruch in wenigen Stunden behoben. Hoffentlich haltens auch die Möbel aus, die natürlich auch kurzfristig im Wasser gestanden sind.
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Das Regenrückhaltebecken im Betriebsgebiet mit fast 360m3 Fassungsvolumen bestand seine „Feuertaufe“.
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Nach kurzer Zeit auch hier das ganze Wasser wieder abgelaufen. Für die unterliegenden Bäche ist das eine Entlasung.

 

 

 

 

 

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Innerhalb kurzer Zeit regnete es heute – Sonntag früh und vormittag – im Raum Ardagger rund  60l pro Quadratmeter. Vor allem die Bereiche Winkling, Ardagger Markt und Ardagger Stift waren derart betroffen, dass auch Häuser überflutet wurden und in einem Haus in Paulberg der eingeschlagene Blitz die Dachbalken verkohlte, Elektrogeräte zerstörte und E-Installationen verschmorte – aber glücklicherweise keinen Brand auslöste. Von  den zahlreichen „Einsatzorten“ unserer Feuerwehren, die allesamt von den Abschnittsfeuerwehrleistungsbewerben kurzfristig heimkamen, gibt es nur teilweise Bilder. Deshalb ein kurzer schriftlicher Überblick:

  • Kollmitzberg: In Winkling rutschte eine Böschung ab. Die folgenden Wassermengen drangen in ein Haus ein und überfluteten den Keller; Wurzelstöcke verlegten Einläufe. Kleine Rinnsaale wurden zu Bächen und fließen nun in einem neuen Bett.
  • Ardagger Markt: Nordwestlich vom Römerweg ergossen sich große Wassermengen von den oberliegenden Feldern auf die Straße und drangen unterhalb im Markt in 2 Keller ein. Zahlreiche Straßeneinläufe wurden verlegt. Das Hochwasserpumpwerk wurde erstmals seit langer Zeit deshalb hochgefahren, weil die hinter dem Damm liegenden Niederschläge so groß waren, dass der Poldergraben bei den Mülltonnen am Überlaufen war.
  • Ardagger Stift: In  der Rotte Bach wurde ein Keller dramatisch durch die überlaufende Kanalisation geflutet. Und in der Rotte Kollmitz wurde zum wiederholten Mal ein Haus durch einen Bach im Keller und in den Lagerräumen unter Wasser gesetzt und der Garten verwüstet. Ein oberliegendes Rückhaltebecken in Kollmitz wurde mit fast 1m Schlamm gefüllt. In Paulberg schlug der Blitz in ein Haus ein und verursachte ernorme Schäden an der Elektrik. Ein Brand entstand glücklicherweise nicht. Das Schmiedgassl wurde von den oberliegenden Feldern ebenfalls veschlammt und am Weinberg waren einige Häuser mit Wasser im Keller oder knapp vor den Kellerfenstern konfrontiert. Beim Regenrückhaltebecken am Weinberg drang Wasser in die darunterliegende Abdichtung ein. In der neuen Mittelschule stand der Lehrereingang und der Gang inkl. Pausenräume unter Wasser.
  • Fast überall kam es zu verlegten Einläufen und ausgespülten Banketten.

Folgende Bitten für die nächsten Tage, da Gewitter und Starkregen auch weiter nicht ausschließbar sind:

  • Kontrollieren Sie bitte die Einläufe im Privatbereich und auch angrenzend am öffentlichen Gut
  • Melden Sie uns bitte ans Gemeindeamt Schäden, die durch Hochwasser und Starkregen entstanden sind. Einerseits im PRivatbereich, wenn kein Versicherungsschutz gegeben ist, um allenfalls eine Hilfe aus dem Katastrophenfonds zu ermöglichen und im öffentlichen Bereich, um sie zu beheben.

Abschließend herzlichen DANK allen, die heute ihre Sonntagsplanung völlig umgestossen haben und den Betroffenen als Nachbarn oder Feuerwehrleute geholfen haben. Herzlichen, herzlichen DANK!!!!!

Mehr Informationen zu den Einsätzen auch auf den Internetseiten unserer Feuerwehren

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Auch hier ein gewaltiger Regenrückhalt im Stockagraben, der zwar schon seit Jahrzehnten durch einen Straßenbau „natürlich“ entstanden ist, aber in den letzten Jahren auch vom Abfluss optimiert wurde.
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Nach wenigen Stunden ist das Wasser auch hier abgelaufen.

 

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„Hinterspült“ wurde die Steinmauer beim Regenrückhaltebecken am Weinberg. Dadurch kam auch Wasser unter die Bodenplane und sorgte letztlich dafür, dass die Plane aufgeschnitten und auch unter der Abeckung abgepumpt wurde. Damit sollte verhindert werden, dass Wasser in größeren Mengen  in den Untergrund eindringt. Hier wird in den kommenden Tagen eine größere Baustelle anlaufen um die Mauer zu sichern und  die Planenanschlüsse und alles wieder dicht herzustellen. Von der Regenrückhaltefunktion her war das Becken aber in Ordnung und war nach starkem Anstieg auch in kurzer Zeit wieder abgelaufen.
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Regenrückhaltebecken am Weinberg. Auch hier wurden kurzfristig große Wassermengen zurückgehalten.

 

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Hierher kommen die Wassermengen, die den Weinberg immer betreffen. Das Wasser ist vorbei. Das Gras ist aber noch plattgewalzt.
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In zahlreichen Häusern drang das Wasser auch in Keller ein.

 

 

 

 

 

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Einige Garagen waren geflutet.

 

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Bei zahlreichen noch unbefestigten Wegen wird das Schadensausmaß erst in den kommenden Tagen sichtbar werden.

 

 

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