Ardagger: Unterstützte Versicherungsleistung wird direkte Hochwasserschadensentschädigung ablösen. Wichtige Infoveranstaltung am 16. Februar in Stephanshart.

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Totalausfall, aufwändige Rekultivierung und schlechte Folgeerträge auf dem sandigen Schlamm nach Donauhochwässern soll in Zukunft nicht mehr vom Katastrophenfonds direkt, sondern durch ein mit öffentlichen Mitteln unterstützes Versicherungsprodukt abgegolten werden. Dazu wird am 16.2. in Stephanshart informiert.

 

Diese Woche steht für die Landwirte im Machland Süd (Donauau im Gemeindebiet von Ardagger und Wallsee) ein wichtiger Termin an: Erstmals informieren Landwirtschaftskammer und Hagelversicherung über die neuen Entschädigungsregelungen aus öffentlichen Mitteln in Folge von Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen nach Hochwasser. Von den Veränderungen nicht betroffen sind ausdrücklich die privatrechtlichen Vereinbarungen mit der AHP.  Bei großen Hochwässern sind deutlich über 100 landwirtschaftliche Bewirtschafter geschädigt.

Eingeladen sind in jedem Fall alle Grundstücksbesitzer, Bewirtschafter und sonstige mit landwirtschaftlichen Flächen im Machland Süd (Donau-Überschwemmungsgebiet) Betroffene.

Donnerstag, 16. Februar 2017 um 9 Uhr im GH Kremslehner in Stephanshart (keine Anmeldung erforderlich!)

Die wesentlichen Veränderungen vorweg:

  • bisher hat der Katastrophenfonds bei Schäden durch Hochwasser im Machland Süd ab € 1.000,– Schadenssumme/Betrieb bis zu 20% dieser Schadenssumme ersetzt.
  • Ab 1.1.2017 (in einigen Bundesländern auch schon davor) leisten nun Bund und Länder einen Zuschuss zur Mehrgefahrenversicherung der Hagelversicherung, bei der „neu“ auch Hochwasser versichert ist.
  • Künftig bedeutet das, dass der Katastrophenfonds in der bisherigen Form keine direkten Entschädigungen an Landwirte mehr leisten wird, weil das Risiko „Hochwasser“ nun ja auch „versicherbar“ ist und von Bund und Land im Wege eines insgesamt 50%igen Zuschusses zur Versicherungspämie zukünftig eine Unterstützung erfolgt.

Hintergrund:

  • Die neue Regelung entspringt einer generell neuen Ausrichtung der Entschädigungsleistungen nach Katastrophenfällen (Hagel, Dürre, Überflutung usw.)  in der Landwirtschaft und ist nicht ausschließlich eine Regelung für das Machland Süd alleine.
  • Die wesentlichsten Vorteile des neuen Systems sind:
    • vor allem der garantierte Rechtsanspruch, der auf die Versicherungsleistung besteht
    • auch die garantierte Höhe der Entschädigungsleistung (je nach Ernte/Kultur Ausfallgrad)
    • das kalkulierbare finanzielle Risiko in Form einer fixen jährlichen Premienzahlung
    • Und die auch einfachere und schnellere Abwicklung im Schadensfall.
  • Nachteil ist je nach Betriebshintergrund wohl die laufende Prämienhöhe. Obwohl diese mit 50% unterstützt wird, verbleiben da je nach Betriebsgröße und je nach Fläche innerhalb/ausserhalb des Hochwassergebietes entsprechende jährliche Summen, die kalkuliert werden müssen.

Bei der Veranstaltung am 16. Februar werden Rechenmodelle für unterschiedliche Betriebsgrößen vorgelegt! Weitere Informationen zu den Hintergründen des neuen Systems findest Du hier:

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