Ardagger: Didi Steiner lebt seit 3 Jahren eine Ökopendlermission – Täglich mit E-Bike, Zug und Puch-Rad in 55 Minuten 65km zur Arbeit nach Linz!

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Ökopendler Didi Steiner im „Schichtenanzug“ gegen die Kälte und mit seinem heiß geliebten 250Watt E-Bike!

Didi Steiner aus der Sonnensiedlung in Ardagger Markt ist seit 3 Jahren Ökopendler: Mit E-Bike, Zug und einem einfachen PUCH-Rad pendelt er täglich nach Linz (1 Strecke rund 65km) an seinen Arbeitsplatz und wieder retour. Zu Hause spart er sich damit ein zweites Familienauto und persönlich ist er von seiner Mission voll überzeugt: „Sowohl ökologisch, sozial als auch ökonomisch ist es eine wunderbare Sache!“ und Didi hofft, dass da in Zukunft noch mehr „mitziehen“.

Didi´s  Öko-Pendlerstrecke  ist unterdessen minutiös geplant: „Der Weg von der Sonnensiedlung zum Bahnhof  dauert 18 Minuten. Dafür habe ich ein E-Bike mit 250Watt.“ sagt er. Der Winter ist natürlich die größte Herausforderung: Da trägt Didi Steiner seine Kleidung in einem „Schichtenmodell.“ Wichtig ist da der Mund-Nasenschutz, sagt er und bei Regen kommt noch ein Gautcho zum drüberhängen. Helm und Handschuhe – auch klar und auch im Sommer! Und auch das Rad ist „winterfest“: „Winterreifen hab ich am Rad, denn das hat ja auch ein Auto!“

„Nur bei ganz extremen Schneefall und Schneefahrbahn bin ich nicht mit dem Rad gefahren.“ sagt Didi fast entschuldigend. „Nicht wegen der Kälte, denn Schifahren kann man ja auch, sondern weil es einfach zu gefährlich ist“ meint der Ökopendler. „Gute Freunde und Bekannte schupfen mich dann zum Bahnhof – es findet sich immer irgendwer. Und es sind ja nur 2 Wochen im Jahr mit derartigen Verhältnissen. Das ist echt kein Problem.“

Wenn Didi Steiner dann am Bahnhof in Amstetten ist, dann wird das Rad beim Bushalteplatz abgesperrt und die Akkus kommen raus – Es geht ab zum Zug. Die Zugfahrt nach Linz dauert 30 Minuten und die genießt Didi Steiner, denn sie ist immer interessant. “ Wir haben schon eine richtige kleine Zugkommune und da gibts fast jeden Tag Tratsch und Klatsch. Natürlich kann man auch arbeiten – manche tun das – ich aber meist nur beim Heimfahren.“

Bleibt da noch der 3. Streckenteil in Linz: „Da fahre ich mit einem alten Puchradl nochmals 15 min. Los geht´s in der Tiefgarage beim Bahnhof. Die Ampelregelung in Linz ist zwar nur autofreundlich aber schließlich komm ich auch hier an.“ erzählt der Didi und hat für seine „Mission“ auch ein paar Verbesserungsvorschläge, die auch andere motivieren könnten, seinem Beispiel zu folgen:

  • Da ist einmal die Stocka Abzweigung Richtung Ardaggerstraße/Amstetten: Das ist ein gefährlicher Punkt. Ich fahre fast nie in die Einbiegespur, sondern immer nach rechts (Richtung Lettner) und dann schnell drüber. Da sind auch Kinder und eine Haltestelle auf der anderen Straßenseite. Da sollte man was machen – was genau weiß ich aber ehrlich gesagt auch nicht.
  • Dann die Radfahrerstreifen in Amstetten: Die verlaufen nur in eine Richtung. Wenn ich diesen Streifen beim Reinfahren benutze, zeigt mir der entgegenkommende Radfahrer einen Vogel. Und das zu recht weil ich Geisterfahrer bin. Wenn ich nicht am Fahrradstreifen fahre dann sind die Autofahrer sauer, weil die nicht wissen, dass der Radweg nur Einbahn ist. Da wäre natülich ein Radfahrstreifen auf beiden Seiten ideal oder wenn einseitig dann breiter.
  • Schließlich ist da noch die Sichtbarkeit: Neben dem normalen Licht habe ich vorne und hinten LED Blitzer. Die sind eigentlich rechtlich nicht in Ordnung, aber dennoch Gold wert. Sollten wir nicht Regeln/Gesetze schaffen, die der Sicherheit und Nachhaltigkeit dienen? Meines Erachtens überwiegt hier die Sichtbarkeit dem Argument der Ablenkung, schlägt Didi Steiner auch hier eine Überlegung vor.

Für Dietmar Steiner aber sind die obig genannten Schwachpunkte kein KO-kriterium sondern einfach Verbesserungsvorschläge. „Denn ich hoffe ja, dass da in Zukunft noch mehr mitziehen!“ glaubt er, dass Verbesserungen motivieren!

Didi, alles GUTE weiterhin für Deine Mission und Dein Vorbild! Die Verbesserungsvorschläge gebe ich an die Straßenbauabteilung, die Stadtplanung in Amstetten und an den VCÖ weiter.

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Winterreifen am E-Bike! Das ist für die Sicherheit unbedingt erforderlich!
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Danke an die Stadt Amstetten und an die ÖBB für die ausgezeichneten Radlabstellplätze beim Bahnhof!
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In Linz am Bahnhof wartet schon das einfache PUCH-Rad auf die 15 Minuten Tour durch die Stadt zum Arbeitsplatz! Gar nicht so leicht zu finden.

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