Stephanshart: Syrische Familie Jammal-Mubarek verabschiedet. Ein Fortgang zwischen Unsicherheit, Wehmut und Aufbruch!

Gerade die Kinder der syrischen Familie Jammal-Mubarek hatten viele Freunde gefunden!

Diese Woche hat die seit fast 2 Jahren in Stephanshart wohnhafte Flüchtlingsfamilie Jammal-Mubarek Stephanshart verlassen. Die beiden Eltern und die 4 Kinder haben es – auch wenn es anfangs sogar von einigen Seiten größere Vorbehalte gegen sie gegeben hat – jetzt schweren Herzens getan. Denn viele Verbindungen zum Ort und zu den Menschen sind entstanden. Nicht nur die Kinder haben enge Freunde in der Schule, bei der Feuerwehrjugend und privat gefunden, auch die Eltern haben sich integriert, selbst fleissig deutsch gelernt und versucht, auch für den Ort,der sie aufgenommen hat, einiges zu leisten. Gerade jetzt in der Sommerhitze hat Mutatz Jammal täglich die Blumen im Ort gegossen!

Trotzdem sind sie gegangen, denn seit wenigen Wochen haben sie einen subsidiären Schutzstatus erhalten. Das bedeutet, dass ihr Asylantrag zwar mangels Verfolgung abgewiesen wurde, aber ihr Leben im Herkunftsstaat nach wie vor bedroht wird und sie deshalb noch in Österreich bleiben und hier aber auch arbeiten können.

Vater Mutatz hat gesagt: „Wir möchten das nutzen und die Angelegenheiten nach den beiden Jahren des Wartens wieder selbst in die Hand nehmen“. Das heißt, dass er selbst eine Wohnung gemietet hat und selbstbestimmt leben und eine Arbeit finden will. In Wien ist das für ihn derzeit aus vielerlei Gründen leichter: Arbeit gibt´s mehr, die öffentlichen Verkehrsmittel sind besser und auch die finanzielle Unterstützung ist vor allem dann, wenn man die Dinge selbst in die Hand nehmen will, derzeit höher.

Aber vor allem bei einigen Helfern in Stephanshart hinterlässt die Situation auch Fragen: …wird es ihnen wirklich besser gehen? ….wissen sie was in der Stadt auf sie zukommt? … wird das mehr an Geld nicht durch die höheren Lebenshaltungskosten gleich wieder aufgefressen? Vor allem aber ist es bei denen, die die Familie sehr eng begleitet haben, auch die Traurigkeit des Loslassens, weil ja doch die sehr engen Freundschaften zumindest jetzt wieder auf „räumliche Distanz“ gehen.

Am Ende steht für die Helfer, für die Pädagoginnen, für die Kinder und für die Eltern Jammal-Mubarek, ein Rückblick auf schöne und lehrreiche gemeinsame 2 Lebensjahre in Stephanshart! Und diese waren ganz nüchtern gesehen, für alle Seiten deutlich erfüllender als wir das mit Asylwerbern und Asylberechtigten andernorts in unserer Gemeinde erleben konnten. DANKE nochmals auch an dieser Stelle Werner Scholz und dem gesamten Stephansharter Helferteam, das ganz großartig und menschlich gehandelt hat. DANKE auch der Familie Jammal-Mubarek, die stets den Ort und auch die Menschen und ihre Hilfe wertgeschätzt haben. Für sie jetzt alles alles GUTE auf ihrem weiteren Lebensweg – jetzt dann in Wien.

Religionslehrerin Eva Neuheimer hat zum gemeinsamen Abschied eingeladen!
Die Eltern und auch zahlreiche Pädagoginnen aus der Schule verabschiedeten sich von den Jammals

 

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