Ardagger: Herzliche Einladung zu den Neujahrsempfängen. Das wird uns im neuen Jahr erwarten!

Bei den Neujahrsempfängen in der Gemeinde ARDAGGER machen wir jedes Jahr einen Ausblick auf die Gemeindevorhaben und so manche politische, gesellschaftliche oder sonstige Entwicklung, die uns bevorsteht oder worauf wir gemeinsam reagieren müssen. Ich darf zu den heurigen Neujahrsempfängen, zu viel Information, aber auch zum gemeinsamen anschließenden Umtrunk und Imbiss gemeinsam mit den Ortsvorstehern wieder ganz ganz herzlich einladen:

  • Stephanshart am Sa 6.1.2018; 10.30 im Gh. Moser
  • Ardagger Markt am Sa 6.1.2018; 19.30 im Gh. Stöger (Achtung: erstmals am Abend!)
  • Ardagger Stift am So 7.1.2018; 10.00 im Landhaus
  • Kollmitzberg am So 14.1.2018; 10.00 im Gh. Grünberger

Inhaltlich werden uns heuer folgende Fragen und Themenbereiche beschäftigen:

1) Gemeindeentwicklung allgemein

Nach einem kräftigen Geburtenplus im Vorjahr und insgesamt 50 Geburten 2016 liegen wir 2017 mit nur 31 Geburten deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 37 Geburten. Das ist einerseits ein enormer Sprung und zeigt andererseits auch eine der großen Herausforderungen in der Gemeinde: Dass Planungen, wenn´s um zentrale Infrastrukturen wie Kleinstkindbetreuung, Kindergarten oder auch Schule geht, immer von gewissen Unsicherheiten in der Einschätzung des Bedarfes und der Größenordnung ausgehen müssen.

Eine weitere Herausforderung stellt die Entwicklung der Stadt Amstetten als Arbeitsplatzstandort und Verkehrsdrehkreuz dar. Schon immer war unsere Gemeinde eng mit Amstetten verknüpft. Doch die Westbahn mit einer Fahrzeit von nur 53min. nach Wien, um nur ein Beispiel zu nennen, steigert die Pendlermobilität zunehmend. Auf der B119 steigt damit auch der Durchfahrtsverkehr deutlich an und was für den einzelnen die Möglichkeiten am Arbeitsmarkt steigert und den individuellen Aktionsradius erweitert, spüren wir insgesamt in einer sich laufend weiter verändernden Einstellung der Menschen zu den Heimatorten Markt, Stift, Kollmitzberg und Stephanshart. Bei erhöhter Arbeits- und Freizeitmobilität ist es schlichtweg auch für weniger Menschen möglich, sich auch in Vereinen ehrenamtlich zu engagieren oder es bedarf anderer Bedingungen dafür.

Oder, die Möglichkeiten der Smartphones haben nicht nur unsere Kommunikation total verändert und werden sie weiter verändern, sondern steigern auch die Datenmengen, die über die Handymasten gehen oder durch die Leitungen fliessen um ein Vielfaches. In Teilbereichen der Gemeinde sind Ausbaupläne damit schon wieder überholt und sollten noch schneller von statten gehen, als geplant.

Letztlich sind wir bei allen Entwicklungen ständig gefordert, zwischen Tradition und Moderne alle Möglichkeiten zu eröffnen und gleichzeitig Gutes zu bewahren. Oftmals ein Spagat, der auch die eine oder andere Diskussion mit sich bringt.

2) Und daher sind wir 2018 auch bei folgenden Projekten gemeinsam gefordert:

Fergigstellung neuer Turnsaal
Die Hälfte der Bauzeit ist vorbei. Jetzt beginnt der Innenausbau. Der Turnsaal wird dann ab Juni das Angebot in der neuen Mittelschule ergänzen und er steht auch den Vereinen und Sport- und Turnbegeisterten zur Verfügung. Am Samstag, den 13. Jänner zwischen 08.00 und 10.00 Uhr lädt die Gemeinde alle Interessierten zu einer ersten Baustellenbesichtigung mit Frühstück.

7. provisorische Kindergartengruppe – zukünftig eine Fixgruppe
Seit Herbst 2017 gibt es diese provisorische Kindergartengruppe bereits. Experten sagen uns aber, dass diese vom Provisorium zum Fixum werden wird. Je nachdem wird es die Aufgabe sein, hierzu einen geeigneten Fixstandort zu finden und ein Zubauprojekt im Jahr 2018 zu entwickeln.

Den Glasfaserausbau für schnelles Internet vorantreiben
Die Ortsbereiche von Stephanshart, Empfing und Ardagger Markt wollen wir 2018 vollständig mit Glasfaserleerrohren versorgen.  Generell aber wird es notwendig sein, dass die Telekomunternehmen die Mobilfunkversorgung weiter ausbauen. Die Glasfaserleitungen sollen auch für die Versorgung der Funkmasten herangezogen werden.

Neben Neubau auch Altbestandssanierungen, innerörtliche Verdichtungen und die Aktivierung von Leerstand verstärken
Denn wir beobachten immer mehr „schleichenden“ Leerstand. Darunter verstehe ich, dass zwar Wohnungen und Häuser generell bewohnt sind, aber die Anzahl der Bewohner abnimmt, indem zum Beispiel Junge Wegziehen und große Häuser nur mehr von wenigen Verbleibenden bewohnt werden oder auch in manchen Fällen gar nicht mehr bewohnt werden. Umgekehrt suchen junge Menschen weiter leistbare Baugründe und Wohnungen und müssen letztendlich auf die grüne Wiese ausweichen, weil Altbestände nicht verfügbar oder zu teuer angeboten werden. Neben dem dadurch weiter hohen Flächenverbrauch und der immer teurer werdenden Erhaltung von Alt-Häusern für Einzelne, führt das für die Allgemeinheit auch zu steigenden Infrastrukturkosten und dazu, dass trotz Wachstum, verschiedene Strukturen nicht oder nur mit Schwierigkeiten in allen unseren 4 Orten aufrecht zu erhalten sind. Mit persönlichen Gesprächen werden wir deshalb auch weiterhin bei Liegenschaftsbesitzern Bewusstsein dafür schaffen und Anbieter und Nachfrager vielleicht noch besser als bisher zusammenbringen.

Jetzt auf die Nahversorgung der Zukunft schauen
Bei einigenVersorgern in der Gemeinde kündigen sich für die kommenden Jahre Betriebsübergaben an. Schon jetzt wird ein hoher Prozentsatz des Lebensmitteleinkaufes ausserhalb unserer Gemeinde erledigt.  Zusätzlich kommt durch die Digitalisierung auch der Onlinehandel immer stärker. Wir werden 2018 einiges diskutieren müssen, wie wir die NAHVERSORGUNG bei uns ERHALTEN und für moderne Bedürfnisse der Menschen zukunftsfit  mitgestalten.

Sicherheit an der B119 und für die Einhaltung der vorgegebenen Geschwindigkeit generell sensibilisieren
Fast schon 7000 Autos fahren täglich auf der B119. Ein Teil  sind Pendler, aber auch für die  Bewohner in der Gemeinde ist die Straße Hauptverkehrsachse. Allein zwischen Ardagger Stift und Ardagger Markt sind 14 Ausfahrten auf die Bundesstraße ein Sicherheitsproblem und auch die Fussgänger brauchen Verbesserungen. Ein Gesamtkonzept durch die NÖ. Landesstraßenbauabteilung soll hier 2018 ZUKUNFTSLÖSUNGEN aufzeigen!

Die Großveranstaltungen im Jahr 2018 zur Imagewerbung nutzen
Die Feuerwehren werden 2018 die Landes-Wasserdienstbewerbe in Ardagger austragen. Die NÖ.Senioren werden ihren Landeswandertag bei uns abhalten und auch die Staatsmeisterschaft im Radzeitfahren hat sich für den 29.Juni bei uns in Stephanshart angesagt.

Digitalisierung auch zu neuen Formen der Bürgerbeteiligung heranziehen
Auch in der „Politik“ verändert sich das Umfeld. Wir wollen 2018 noch mehr Information auf sozialen Medien weitergeben, aber umgekehrt auch Bürgermeinung direkt hereinholen. Mit ersten Online Befragungen haben wir bereits getestet und werden für die Gemeindepolitik und das Bürgerservice auch das Internet noch mehr nutzen.

3) Und das wollen wir speziell in unseren 4 Katastralgemeinden angehen:

  • Ardagger Stift
    • Baubeginn für 7 neue Mietwohnungen in der Brandwiese (Junges Wohnen, Startwohnungen, Singlewohnen und barrierefreies Wohnen)
    • Konzeptverfeinerung Projekt Wohnen am Gelände ehemaliges Gasthaus Hagler
    • Erweiterung Betriebsgebiet Nord und Ansiedelung Technologiefirmen mit hoher Arbeitsplatzzahl
    • Abschluss Projekt „Ortsgestaltung Ardagger Stift“
    • Leistbare Baugründe für Jungfamilien schaffen
  • Ardagger Markt
    • Vorplanung Marktstraße neu inkl. Gehsteigabsenkung zur voraussichtlichen Umsetzung im Jahr 2019. Das Projekt ist von der EVN Verkabelung abhängig, für die erst 2019 die budgetäre Freigabe erwartet wird.
    • Die Sonnensiedlung erweitern und Jungfamilien ein Eigenheim ermöglichen
    • Haus-Sanierungsprojekte auch mit Privaten im Markt weiter vorantreiben
    • Der Bau der neuen Zahnarztpraxis startet
  • Kollmitzberg
    • Die 12 neuen Eigentumswohnungen „Holzhausen“ fertig stellen und ab März zur endgültigen Vermietung bereitstellen.
    • Unterstützung für die Pfarre bei der Planung für die Weiternutzung des Pfarrhofes mit dem Ziel, eine klare Entscheidung im Jahr 2018 herbeizuführen.
    • Planung mit der Feuerwehr für die Schaffung einer eigenen Mannschaftsumkleidemöglichkeit
    • Kirtagsinfrastruktur weiter verbessern – speziell Elektroanspeisungen ausbauen
  • Stephanshart
    • Den Minihofladen weiterentwickeln und mit neuen Bezahlformen und laufender Angebotserweiterung noch attraktiver machen.
    • Den ÖKB und die Dorferneuerung bei der Sanierung des Kriegerdenkmals und des anschließenden Dorfplatzteiles zu unterstützen.
    • Die neuen Siedlungsstraßenteile asphaltieren

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