Ardagger: Das Wirtschaftsmagazin Eco war in der Kleinstkindbetreuung zu Gast. Das sind unsere Erfahrungen bei der Kinderbetreuung ab 1 Jahr:

Das Thema Kinderbetreuung und Beruf führte das ORF Team des Wirtschaftsmagazins ECO am 6.3. nach Ardagger. Gefilmt wurden die Kinderbetreuungseinrichtungen am Schulzentrum. Im Bericht selbst kommt auch eine Mutter aus Oberösterreich zu Wort, AMS Chef Johannes Kopf, die Sichtweise der Unternehmer und auch der Pensionsexperten. Als Praxisbeispiel, das zeigt, wie´s im Zusammenwirken zwischen Eltern und Gemeinde gehen kann, wurden unsere Betreuungseinrichtungen gefilmt. Zunächst DANKE an das ORF Team rund um Redakteurin Elisabeth Lind, die wirklich mit viel Gespür für die Kinder und das Umfeld gedreht haben und stets die Privatsphäre und Anonymitätsregeln gewahrt haben. Und DANKE vor allem auch an unser Betreuerinnen-Team, denn die Qualität und das Angebot hängt in erster Linie von ihrer Leistung und ihrem Einsatz ab, den sie täglich geben.

Und wenn´s Dich interessiert. Das bieten wir an Kinder-Betreuungsleistungen derzeit in Ardagger an:

  • Kleinstkindbetreuung (Montag bis Freitag von 07.00 bis 13.00)
    • für Kinder von 1 bis 2,5 Jahren
    • derzeit bis zu 10 Kinder täglich  in Betreuung
  • Kindergarten (Montag bis Freitag 07.00 bis 13.00)
    • für Kinder von 2,5 bis zum Schulalter
    • betreut werden aktuell 150 Kinder in 7 Gruppen
  • Kindergarten Nachmittagsbetreuung (Montag bis Freitag bis 17.00)
    • für derzeit 5 Kinder
    • teilweise in zusammenarbeit mit der schulischen Nachmittagsbetreuung
  • Volksschule Ardagger (Montag bis Freitag vormittag)
    • aktuell für 155 Kinder
    • aufgeteilt auf 3 Standorte
  • Mittelschule Ardagger (Montag bis Freitag vormittag)
    • aktuell für 127 Kinder
    • am Standort Schulzentrum Ardagger
  • Schulische Nachmittagsbetreuung (Montag bis Freitag ab Unterrichtsende bis 17.00 Uhr)
    • aktuell für 22 Kinder
    • sowohl für VS Kinder als auch NMS Kinder
  • In den großen Ferien gibt´s noch eine Vormittagsbetreung für folgende Altersgruppen:
    • Kleinstkindbetreuung (1 bis 2,5 Jahre) nach Bedarf (da läuft noch die Abfrage)
    • Kindergarten-Ferienbetreuung (2,5 bis 6 Jahre) 6 Wochen lang (bereits 60 Anmeldungen)
    • Schulische Ferienbetreuung (2,5 bis 6 Jahre) 6 Wochen lang (26 Anmeldungen)

Unsere Erfahrungen:

  • Kleinstkindbetreuung funktioniert am Land nur in Kooperation. Derzeit kommen bei der Kleinstkindbetreuung in Ardagger 5 von 10 Kindern aus Umlandgemeinden. Eine entsprechend für die Eltern günstig gelegene Standortwahl und eine Beitrag der Umlandgemeinden zur „Verlustabdeckung“ ermöglicht ein entsprechendes Angebot aber auch am Land.
  • Kleinstkindbetreuung ist nicht kostendeckend. Es braucht Zuschussbeträge des Bundes und bei Betreuung von Kindern aus anderen Gemeinden auch eine Beteiligung dieser bei der Verlustabdeckung.
  • Kleinstkindbetreung am Land braucht auch Verkehrslösungen, die es Eltern und Kindern ermöglichen, die größeren Distanzen kostengünstig zu überwinden. Wenn aus mehreren Vormittags-Schulstandorten Kinder an einen Nachmittagsbetreuungsstandort transportiert werden, dann sollte auch dei Schulfreifahrt gelten!
  • Gerade bei der Nachmittagsbetreuung braucht´s in Zukunft einen Angebotsträger für alle Altersgruppen und keine Teilung in Kleinstkindbetreuungsangebot der Gemeinde, Kindergarten des Landes und verschränkte Schulform überall dort, wo die Gruppengrößen sonst nicht erreicht werden können, denn mit einer engeren Zusammenführung kann über verschiedene Altersgruppen hinweg eine halbwegs rentable Gruppengröße erreicht werden. Eltern schätzen es übrigens sehr, wenn ihre Kinder, die zumeist allein oder zu zweit aufwachsen in diesen Gruppen auch Gruppenerfahrungen mit Gleichaltrigen bzw. älteren und jüngeren Kindern machen. Die Kinderbetreuung ist dabei schon jetzt vergleichbar der damaligen Großfamilie.
  • Und schließlich hängt alles auch vom Betreuungspersonal ab. Ein gutes Team  – und das haben wir – das situativ auch richtig regieren kann und das viel Erfahrung mit eigenen Kindern hat, ist entscheidend für die Qualität des Angebotes.
  • Eine Lockerung bei Gruppengrößen und Betreuungsschlüssel im Sinne von mehr Flexibilität bei der Entscheidung, ab wann Zusatzpersonal angestellt wird bzw. wann auch darauf verzichtet werden kann, weil sehr selbständige Kinder auch in größeren als den bisherigen Normgruppengrößen betreut werden können, ist wünschenswert.
  • Am Ende noch die Kosten: Keines der Kinderbetreuungsangebote ist für sich kostendeckend und auch nach Abzug von Förderungen und Unterstützungen bleiben hohe Beträge zur Bedeckung aussschließlich durch die Gemeinde. Allein die Betreuung der unter 6 jährigen Kinder (Kleinstkindbetreuung, Kindergarten vormittag und nachmittag) kostet die Gemeinde, wenn bereits alle Förderungen abgezogen sind und ohne Investitionskosten (sofern keine Kredite mehr laufen) derzeit rund € 280.000,–; Eine Beschränkung der derzeitigen Förderungen des Bundes, die aktuell neu zu verhandeln sind, wäre da fatal!

Hier der link zum Bericht von Eco: http://tvthek.orf.at/profile/Eco/11523082/Eco/13968877/Kinderbetreuung-als-Armutsfalle/14260399

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