Gemeindebund: Austausch mit Bulgarien. Einladung zur EU Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahrshälfte nach Österreich.

Bei einem Besuch mit einer Delegation des österr. Gemeindebundes in Bulgarien konnten Verbindungen zwischen den beiden Ländern auf der Gemeindeebene gestärkt, vor allem aber gemeinsame Themen, die der österr. Gemeindebund anlässlich der EU Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahreshälfte 2018 im November bei einem großen Symposium auch europaweit vorantreiben will, konkretisiert werden. Natürlich ist die Vergangenheit Bulgariens eine ganz andere Basis für die heutige Konstituion der dortigen Gemeinden, aber wie auch in Bulgarien haben die Gemeinden die Aufgaben der Kinderbetreuung, die Schulerhaltung, den Gemeindestraßenbau oder die Weiterentwicklung der örtlichen Wirtschaft und die Organisation des Zusammenlebens und der Gesellschaft.

Die Anforderungen an bulgarische Gemeinden am Land sind umso größer, als mittlerweile der größere Teil der bulgarischen Bevölkerung in den Städten lebt und fast 2 Millionen Menschen das Land überhaupt Richtung Westen verlassen haben und der Trend hält an. Gerade der ländliche Raum dünnt damit dort dramatisch aus. Das macht große Probleme bei der Infrastrukturerhaltung in allen Bereichen, lässt die Dynamik in diesen Orten immer mehr schwinden und bringt letztlich auch Probleme bei der adäquaten Versorgung der älteren Menschen – weil eben die Bevölkerung am Land zunehmend überaltert. In machen Regionen ist das ein Teufelskreis, der sich auch kaum ,ehr durchbrechen lässt und noch mehr als bisher schon zu Wegzug und Entleerung führt.

Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Dynamik, die wir hier in Österreich in unseren Gemeinden haben, ist demgegenüber unschätzbar hoch und die Vorzüge, die das Leben dadurch für uns in den Kommunen bietet, damit wieder einmal ins Bewusstsein gerückt. Aber es braucht wahrscheinlich öfter diesen Vergleich, um wieder zu schätzen, was wir eigentlich alles haben und wie die Entwicklungen bei uns laufen!

Siehe dazu auch Bericht des österr. Gemeindebundes: https://www.kommunalnet.at/news/einzelansicht/bulgarien-ueberraschend-anders/news/detail.html

Hier noch einige Bilder, die abseits der offiziellen Termine in Sofia und in der Region entstanden sind:

Religion prägte auch die bulgarische Geschichte
Baukulturelle Besonderheiten und Entwicklungen
Engagierte Bürgermeister als Entwicklungsmotoren
Moderne Projekte – hier im Bereich Naherholung und Tourismus, die auch Risiken bergen.
Kinderbetreuung – eine zentrale Aufgabe der Gemeinden
…. und Kinderbetreung ist fast eine „rund um die Uhr“ Betreuung
Alles super saber, aber Standards, die bei uns schon weit überholt sind……
Rila Kloster
Exzellenter Weinbau – aber auch interessante Gebinde
Eigentlich effizient aber bei uns nicht denkbar. WC Anlagen im öffentlichen und halböffentlichen Bereich bewusst beidgeschlechtlich nutzbar.
Auch in Bulgarien – Steuerungstechnik aus Österreich

2 Gedanken zu “Gemeindebund: Austausch mit Bulgarien. Einladung zur EU Ratspräsidentschaft in der zweiten Jahrshälfte nach Österreich.

  1. Den Beitrag finde ich sehr gut. Vor allem, weil zu sehen ist, dass in Bulgarien die Verantwortlichen in den Kommunen bemüht sind, die Armut einzelner Regionen zu bearbeiten.

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    1. Ja. das sind sie in jedem Fall, aber je mehr Du von den Städten wegkommst, umso schwieriger wird das und es sind letztlich kaum Ressourcen vorhanden, um da gegenzusteuern. Aber was erzähl ich Dir da – Du kennst das von Albanien, über Rumänien bis in viele andere Länder des ehem. Ostens…..

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