Stephanshart-Empfing: Eines von vier aktuellen Hochwasser-Absiedelungsprojekten wird gerade umgesetzt. Abbruch eines großen Vierkanthofes.

Absiedelungshaus in Empfing bei einem der letzten Hochwässer

 

Das Haus nach Abbruch, der aktuell stattgefunden hat.

Dieser alte große Vierkanter in der Stephansharter Rotte Empfing wurde in den letzten Tagen abgebrochen. Das Haus war bei den großen Hochwässern der letzten Jahre und Jahrzehnte immer wieder vom Hochwasser betroffen. Im Rahmen des aktuellen Aussiedlungsprogrammes von Bund und Land wurde deshalb eine Absiedelung angeboten und letztlich auch vertraglich angenommen. Nach dem Neubau und Bezug einer Liegenschaft wurde nun von den Besitzern der finale Schritt des Abbruches des Altbestandes vorgenommen. In wenigen Wochen wird für den Aussenstehenden kaum mehr etwas an das historische Gebäude erinnern und sprichwörtlich „Gras drüber gewachsen sein“. Für die Absiedler selbst ist es hier – wie auch bei mittlerweile über 60 bereits abgesiedelten Liegenschaften in der gesamten Gemeinde – ein langer und oft auch sehr schmerzlicher Prozess des Abschiednehmens vom lieb gewordenen zu Hause. Ich darf mich gerade deshalb auch bei all jenen herzlich bedanken, die diesen Schritt der Absiedelung begleitet und die Betroffenen – sowohl bei allen Hochwässern als auch beim Weggehen – unterstützt haben. Aktuell sind noch 3 weitere Absiedelungshäuser in der Gemeinde Ardagger in der KG Kollmitzberg – Rotte Felleismühle – vertraglich für eine Absiedelung vorgesehen.

Das Haus unmittelbar nach dem Hochwasser 2013. Die Höhe der damals 100 jährigen Wassermarke ist noch durch Spuren an der Aussenwand sichtbar.
Nur mehr ein Haufen Ziegel erinnert an den großen Vierkanthof.

 

 

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Der Schlamm auf den Bäumen und Sträuchern zeigt, wie hoch das Wasser hier bei Überflutung ansteht.

Bild (c) Johann Datzberger; Für die Hochwassermarke vom 1.5.1898 wurde auf der gegenüberliegenden Seite ein neuer Platz gefunden.

Am Abbruchhaus war übrigens eine Hochwassermarke vom 1.5.1898 angebracht. Sie zeugt von einem der ganz großen Wässer, die das Abbruchhaus überstehen musste. Die Marke wurde von Johann Datzberger, Franz Heuberger und Karl Aigner zentimetergenau versichert und wird auch der Nachwelt noch von der Situation zeugen. Herzlichen DANK für die Initiative, diese historische Marke zu erhalten!

Bild (c) Johann Datzberger: Hochwassermarke vom 1.5.1898 am Haus „Niedermühle“

 

 

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