Ardagger: Die Römer kommen! Historisches Patrouillenboot geht am 6.August beim Schatzkastl zu Wasser.

Taufe und Jungfernfahrt der F.A.N. (Bild: FAU/Celina Henning)

Die „Römer“ kommen am Montag, den 6. August nach Ardagger. Ein historisches römisches Patrouillenboot mit 20 Ruderplätzen wird hier für 2 Österreich Etappen zu Wasser gelassen und kann dabei auch besichtigt werden. Das Boot würde heute unter die „Speedklasse“ fallen und war damals mit hurtigen 6 Knoten am Wasser unterwegs.

Zum 275. Geburtstag hat sich die Uni Erlangen-Nürnberg mit ihren Studenten nach historischen Vorbildern dieses römische Patrouillenboot nachgebaut. Nun ist das Boot seit Juli entlang des ehemaligen Donaulimes unterwegs und legt am Montag, den 6. August in Ardagger beim Schatzkastl an. Ab hier geht die Reise dann mit 2 Ruderteams in die Wachau weiter. Am Ende wird das „Neo-Römerprojekt“ bis Ende August das Schwarze Meer erreichen. Alle Interessenten und die gesamte Bevölkerung ist am Montag, den 6. August zwischen 12.00 und 13.00 Uhr zur Besichtigung des Bootes im Hafen der Marina Raderbauer (Schatzkastl Ardagger Markt) zur Bootsbesichtigung herzlich willkommen. Das Boot wird  bereits davor am Vormittag beim Schatzkastl zu Wasser gelassen.

Technischer Hintergrund:

  • Die Vorlage waren zwei römische Wracks, in den 1990er Jahren in Oberstimm bei Ingolstadt entdeckt wurden. Sie stammen aus der Zeit 100 n.Chr. und sind als Patrouillen- und Geleitzugboote entlang der Donau zur Grenzkontrolle und Vorfeldverteidigung gefahren.
  • Das Boot ist rund 16m lang, 2,7m breit und hat 70cm Tiefgang. Angetrieben wird es von 18-20 Ruderern, die in jeweils 89cm Abstand hintereinander sitzen.
  • Die Schnelligkeit betrug bis zu 6 Knoten, mit Segel und unter Wind fuhren die historischen Vorbilder noch schneller.
  • Die damals schon praktizierte Nut und Federbauweise der Planken entspricht der noch heute modernen Holzbootbauweise.
  • Der Nachbau fand unter der  Leitung von Hr. Prof. Dreyer statt und hat ein ganzes Jahr in Anspruch genommen. die  Jungfernfahrt  hat Mitte Mai 2018 am Erlanger Kanal stattgefunden. Jetzt ist das Boot von Erlangen über den Main-Donau- Kanal auf großer Reise entlang ehemaliger Römerstützpunkte bis zum Schwarzen Meer.

Der Name:

  • Römisches Patrouillenboot  „Fridericiana Alexandrina Navis“ (FAN)

Fa. HEITEC AG ermöglicht 2 Etappen:

Der Bootsstopp in Ardagger wird vom Technologieunternehmen HEITEC AG organisiert, das bei uns in Ardagger im Betriebsgebiet Nord einen Firmenstandort hat und mit der Muttergesellschaft in Deutschland seit vielen Jahren die Friedrich-Alexander-Universität (FAU) in Erlangen-Nürnberg als Mitglied im Universitätsbund unterstützt. die Motivation von Heitec: „Vor 2000 Jahren galt dieses Patrouillenboot als besondere Innovation – als innovationsgetriebenes Unternehmen haben wir uns deshalb besonders angesprochen gefühlt und übernehmen in diesem Zusammenhang die Patenschaft für 2 Etappen an unserem Niederlassungsstandort in Österreich.“ sagt Ardagger Geschäftsführer Jürgen Hörlendsberger zum Projekt.

(Bild: FAU/Boris Mijat)
Taufe und Jungfernfahrt der F.A.N. nach Fürth und NMürnberg (Bild: FAU/Theo Konopazki)

Links zu Berichten über das Boot:

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