Ardagger Markt: Das GEH-spräch brachte wertvolle neue Sichtweisen und Denkanstösse. Vielleicht gelingt es uns gemeinsam, zukünftigen Leerstand zu verhindern und den Ort von innen her zu verdichten!

Markt Ardagger ist mit seiner jetztigen Baustruktur schon hunderte Jahre alt. Die Besiedelungsgeschichte des Ortes reicht sogar noch weiter zurück – bis zu den Römern auf jeden Fall.

Aber das alles war beim ersten GEH-spräch nur am Rand von Interesse. Denn eigentlich stand das Leben der Menschen, die hier wohnen und die zukünftige Entwicklung des Ortes im Vordergrund. Und da konnte beim GEHEN beobachtet und analysiert werden:

  • dass die Bewohner eigentlich hoch zu frieden sind
  • dass die Nahversorgung und Dienstleistung noch passt – diese allerdings auch viele Kunden von ausserhalb des MArktes braucht und das wiederum Verkehr nach sich zieht und dass einige Dienstleister angekündigt haben, in den kommenden Jahren in Pension zu gehen, während vor allem die Gastwirte derzeit wiederum eine sehr positive Entwicklung machen.
  • dass die Parksituation an einigen Tagen mehr als unbefriedigend ist und es mehr Parkplätze, vielleicht auch eine andere Verkehrsorganisation, braucht.
  • dass die Bausubstanz überwiegend von der historischen Struktur ausgehend schon umgebaut wurde, aber auch die Umbauten tlw. schon wieder in die Jahre gekommen sind
  • dass einige Häuser mittlerweile auch leer stehen.
  • dass es hinter den Häusern nach oben noch viel – überwiegend wenig genutzten Platz gäbe
  • dass für die Zukunft der „schleichende Leerstand“ problematisch werden könnte. Und das ist schon beobachtbar, dass immer weniger Menschen in den großen Häusern wohnen.
  • dass es umgekehrt für junge Menschen kaum möglich ist, Häuser oder auch Grundstücke im Markt zu bekommen, die ihren Bedürfnissen entsprechen.
  • und dass nicht zuletzt deswegen auch die neue Sonnensiedlung einen großen Umfang erreicht hat, der manchen auch zu groß ist und mit Interessen der Landwirte oder Jägerschaft im Widerspruch steht.
  • aber dass Infrastrukturen und Organisationen des Ortes wie Kindergarten, PFarre, Musik oder Feuerwehr wiederum eine gewisse Grundanzahl von aktiven Bewohnern brauchen, um zu „funktionieren“.

Über 4 Stunden dauerte der Rundgang mit vielen Einzelgesprächen und danach hängten sich noch weitere Diskussionen beim Heurigen der Familie Stöger in Ardagger Markt an. Lösungen gab es nicht unmittelbar, aber ein Bewusstsein für die Problemstellungen und auch einzelne Lösungsideen. In einem Jahr sollte es wieder ein GEH-spräch geben, wurde angeregt, denn das Format wurde sehr positiv aufgenommen und von allen Teilnehmern gelobt! Vor allem auch die Gäste (von Mödling über Krems bis Blindenmarkt und Neuhofen) sprachen dem Ort und seinen Bewohnern ein ganz großes Kompliment aus.

Hier noch eine Fotostrecke und ein textlicher Rückblick mit den Augen des aussenstehenden Betrachters (Manfred Schimek vom Architekturnetzwerk ORTE): https://orte-noe.at/pinnwand/gehspraech-ardagger-2018-review 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.