Ardagger Markt: Heribert Lettner wurde wieder zum Obmann der Agrargemeinschaft gewählt. Gemeinschaftlich verwaltet die „Agrar“ den Au-Besitz von rund 60 Markthäusern.

Heribert Lettner (links) als Obmann und Franz Freynhofer (mitte) stehen an der Spitze der Agrargemeinschaft Ardagger Markt. Zur Wiederwahl hat Ortsvorsteher Peter Morawetz gratuliert.

Rund 40 ha Gemeinschaftsfläche besitzt und verwaltet die Agrargemeinschaft in Ardagger Markt stellvertretend für rund 60 Hausbesitzer im Markt. Die Flächen befinden sich überwiegend im unteren Augebiet der Donau, wobei sowohl Wiesen als auch Waldanteile zum Gemeinschaftsbesitz zählen. Zum Obmann der Agrargemeinschaft wurde vor wenigen Wochen wieder Heribert Lettner von der Mitgliederversammlung gewählt. Sein Stellvertreter ist Franz Freynhofer und unterstützt wird das Führungsteam von Franz Moser.  Während Heribert Lettner schon langjährig Obmann ist und auch sein Team schon sehr erfahren ist, ist bei der jüngsten Wahl Ewald Schaurhofer neu ins Leitungsteam dazugekommen.

Während die Ursprünge der Agrargemeinschaften überwiegend in Zusammenschlüssen von ehemaligen Grunduntertanen zur besseren Verwaltung gemeinsamer Eigentumsrechte lagen >> siehe dazu Erläuterungen auf der Landeshomepage:  http://www.noe.gv.at/noe/Agrarstruktur-Bodenreform/Was_sind_Agrargemeinschaften.html dürfte die Agrargemeinschaft Ardagger Markt aus einer großen Besitz-Schenkung an die Bewohner des Marktes hervorgegangen sein, die man in der Folge gemeinschaftlich verwaltet hat.

Auch die Agrargemeinschaft Ardagger Markt ist in den letzten Jahren und Jahrzehnten einem großen Wandel unterlegen gewesen. Heute bewirtschaftet kaum einer der zahlreichen „Mitbesitzer“ aus dem Ort seine Anteilsfläche mehr selbst, sondern zumeist sind Flächen verpachtet und auch die Holzentnahme durch die Mitglieder aus dem Gemeinschaftswald ist deutlich zurückgegangen. Die Kleinteiligkeit der „internen“ Besitzaufteilung hat allerdings dazu geführt, dass auch heute noch ein hoher Wiesen- und Obstbaumanteil auf der agrargemeinschaftlichen Fläche vorherrscht und damit eine hohe ökologische Qualität durch die kleinen Schläge und Raine auf diesen Flächen in der unteren Au – in der sogenannten „PLAIMWEIDE“ (wie es in den Büchern der „Agrar“ steht) sichergestellt ist.

Heribert Lettner, der Obmann der Agrargemeinschaft ist wiederum auch persönlich ein „Wächter“ in der Au, der Fehlentwicklungen oder Veränderungen auch sofort aufzeigt. Herzlichen DANK auch für diese „Verantwortungsübernahme“, die bei weitem nicht selbstverständlich und einfach ist, denn ganz natürlich bedingt sie nämlich auch, dass so manche Diskussion mit Freizeitnutzern oder Pächtern und anderen „Aktiven“ in der Au geführt wird.

Unmittelbar an den Ort Ardagger Markt schließen ausserhalb des Dammes und der Altau die Gemeinschaftsflächen an.
Eine wunderbare Natur- und Kulturlandschaft mit vielen Obstbäumen ist die sogenannte Plaimweide.
Über die Gebahrung der Agrargemeinschaft wurde stets akribisch Buch geführt. Es musste und muss alles gerecht zugehen und keiner der Mitbesitzer darf übervorteilt werden.
Vor allem in der „unteren Au“ in der Plaimweide und entlang des Grenerarmes befinden sich die Gemeinschaftsflächen.

    

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.