Ardagger-Coronavirus: Aktuelle Lage am 21.3.2020

Bienen bei einem Dirndlstrauch am Kollmitzberg (c) Renate Kühberger

Sg. Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger!

Es ist Samstag und Vorabend zum 2. Sonntag in der Coronakrise. Es war „gefühlt“ nicht mehr ganz so hektisch an diesem heutigen Tag. Vielleicht lag´s am Wochenende, vielleicht war´s der Regen, der einiges noch zusätzlich gebremst hat. Aktuelle Zahlen für Ardagger gibt´s heute nicht, aber die Bezirkszahlen sind kaum gestiegen von gestern auf heute. Einige Menschen haben mich heute angerufen oder geschrieben und nach bangem Warten froh berichtet, dass sie „negativ“ getestet wurden. Einige haben nach den gestrigen Fernsehberichten Mut zugesprochen und auch viel Lob für den ORF Bericht gezollt und in einigen Fällen ging´s auch darum, persönliche Problemstellungen, die sich ergeben haben, zu (er)klären. Einige haben mir auch wieder etwas geschickt (Bilder, Videos oder Ideen) und mit vielen habe ich die Situation in der wir uns befinden reflektiert. Gleich am Samstag morgen war dazu heute auch die 2. SKYPE Konferenz mit dem Gemeindevorstand wichtig, in der es neben den Angeboten und Entwicklungen für die Bevölkerung in Zeiten von Corona auch um Personalfragen, Organisationsfragen und geänderte Entwicklungen bei Projekten gegangen ist, denn CORONA wirft ja auch am Gemeindeamt und bei den Kindergärten und Schulen alles richtig durcheinander. Ich darf auch hier nochmals allen neuen Gemeinderäten und dem neuen Gemeindevorstand größtes Lob aussprechen. Ein tolles TEAM, das zwar gleich mit einer Krise eingestiegen ist, aber eine wirklich riesengroße Stütze ist. Hier kannst Du sehen, wer diese großartigen Menschen sind, die gemeinsam auch bei der Krisenbewältigung in Ardagger mitarbeiten: Gemeindevorstand und Gemeinderat bzw. Gemeindemitarbeiter! Und damit zu einigen Punkten, die ich Dir für dieses Wochenende mitgeben möchte:

  • Da es auch diesen Sonntag keine Messe gibt, habe ich unseren Pfarrer wieder um eine Sonntagsbotschaft gebeten. Die hat er in einem 11 1/2 minütigen Video dem Thema Quarantäne gewidmet, die er gerade mit rund 250 anderen Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürgern teilt. Hier der link dazu >> SONNTAGSBOTSCHAFT
  • Und dann bin ich schon vor einigen Tagen auf ein Angebot der österreichischen Kabarettszene aufmerksam gemacht worden. Hier unter diesem link kannst Du einige Kabarettprogramme kostenfrei anschauen >> SONNTAGSBESCHÄFTIGUNG
  • Gefreut hat mich heute riesig, dass wir einige Neuzugänge auf unserer „Beratungsseite“ verzeichnen konnten: Dr. Johannes Gugler unser Zahnarzt ist auch in häuslicher Quarantäne und hat sich angeboten, trotzdem telefonisch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Rechtsanwaltsanwärter Mag. Hubert Weidinger wird gerne telefonsiche Rechtsauskünfte geben und Johann Datzberger aus Stephanshart hat sich bereiterklärt, dass er bei IT Problemen – speziell beim Einrichten von Programmen via Teamviewer behilflich sein kann. siehe dazu mehr in >> SONNTAGSBERATUNG
  • In den letzten Tagen habe ich bereits auf verschiedene Büchereiangebote aufmerksam gemacht. Besonders darf ich Dich aber auf das aktuell bis 3. April und vielleicht sogar noch länger kostenlose Onlineangebot der NÖ. Landesbibliothek hinweisen. Schick einfach ein Mail an >> noe-book@treffpunkt-bibliothek.at oder klick Dich rein bei SONNTAGSLEKTÜRE STMK. Auch hier werden 45.000 e-Bücher in der Krise kostenfrei angeboten.

Abschließend noch zwei Bilder von Katharina (8J.) aus Stift Ardagger. Sie hat sich heute farblich-zeichnerisch mit dem VIRUS und der Situation in Ardagger beschäftigt und im zweiten Bild mit dem VIRUS und der WELT. Herzlichen DANK für die Aufarbeitung des Themas aus Deiner Sicht! Großartig und zum Nachdenken!

 

 

4 Gedanken zu “Ardagger-Coronavirus: Aktuelle Lage am 21.3.2020

  1. Im Sonntagskurier ein witziger Artikel
    VON KLAUS ECKEL:

    Ich möchte von den positiven Nebeneffekten der Krise sprechen. Meine Tochter vermisst die Schule. Angeblich steht sie mit ihrem Kummer nicht alleine da. In Umfragen freuen sich bereits zwei Drittel der Schüler wieder auf analoge Schularbeiten mit echten Lehrern. Der Schock über den Wissensstand der eigenen Eltern dürfte nach einer Woche Homeschooling tief sitzen. Ein befreundeter Lehrer erzählte mir, dass er bei den mitgegebenen Mathematikaufgaben täglich von überforderten Eltern angerufen werde. Er unterrichtet die dritte Klasse einer Volksschule.
    Als Vater fand ich es immer erfreulich, wenn das Kind am Ende einer Erzählung eingeschlafen ist, als Vertretungslehrer schmerzt es mich. Da spiele ich im Zimmer meiner Tochter die Geschichte des Römischen Reichs vor, beide punischen Kriege, verkleide mich abwechselnd als Octavian und Cäsar und reite als Hannibal mit einem Steckenpferd in Capua ein. Mein Nachwuchs blickt währenddessen mit halbgeöffneten Augen gähnend auf die Uhr. Als ich später an ihrer Zimmertür lauschte, hörte ich nur, wie meine Tochter einer Freundin am Handy erzählte, dass sie bei einer Wahl zwischen einer weiteren Geschichtsstunde und einer Darmgrippe ins Grübeln kommen würde. Die beiden Rollen, Vater und Lehrer, stehen sich ständig im Weg. Am Vormittag nehme ich im Unterricht meiner Tochter das Handy weg, mit der Bemerkung, es dürfen sich am Nachmittag die Eltern dieses bei mir abholen. Ohne Tabletten schaffe ich das nicht noch eine Woche. Große Sorgen bereitet mir auch die Abwicklung des Elternsprechtages. Ich bin mir sicher, in wenigen Wochen werden sich sämtliche Eltern einig sein: Wir haben die besten Schulen der Welt. Wir fordern weder Lehrplanreform noch motivierte Pädagogen. Es genügt, wenn sie das Gebäude aufsperren.

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  2. Lieber Hannes,

    Als Exil-Stefansharter beobachte ich die Lage meiner ehemaligen Heimatgemeinde vor allem über Deinen Blog und Facebook. Zu Beginn von den Fakten natürlich geschockt, muss ich sagen, dass Deine aktive und herzhafte Informationspolitik viel Mut und Hoffnung bringt und auch für Außenstehende den vielleicht undenkbaren Zustand leichter verdaubar macht. Auch die vielen Serviceangebote, die ihr da aus dem Boden stampft für alle Betroffenen – Hut ab!

    Ich möchte Dir dafür herzlichst danken und möchte allen Gemeindebürgern viel Mut, Zuversicht und Zusammenhalt wünschen, um durch diese Krise durchzutauchen!
    In diesem Sinne: Zu Hause bleiben, Abstand halten, Hände waschen und die Angebote der Gemeinde nutzen.

    Liebe Grüße aus dem Wienerwald
    Gabriel Gruber

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