Ardagger-Coronavirus: Aktuelle Lage 29.3.2020

Sehr geehrte Gemeindebürgerinnen! Sehr geehrte Gemeindebürger!

Die Anzahl der offiziell mit dem CORONAVIRUS Infizierten ist heute in Ardagger um 1 weitere Person auf 35 angestiegen. Die Anzahl der davon wieder „Gesundeten“ ist mit 7 gleich geblieben.

Mittlerweile sind 2 Wochen nach dem totalen Shutdown vergangen. Ich darf DIR hier einfach einmal DANKE sagen, denn mit größter DSIZIPLIN werden die neuen Verhaltensregeln bei uns eingehalten! Und nur deswegen, weil sich jede und jeder dran hält, konnte die sich zu Beginn in großer Zahl anschleichende Infektion bei uns eingebremst werden. >> Hier der „Videobeweis“ vom 29.3.2020: NIX los! Aber auch, wenn wir die Infektionszahlen eingebremst haben, so sind wir einerseits noch lange nicht über den Berg. Und es wird gerade für die Schulen, die Kindergärten, das öffentliche und gesellschaftliche Leben, in unterschiedlichem Ausmaß auch für die Wirtschaft aber auch bei den Ausgangs- und Versammlungseinschränkungen und vielen anderen Bereichen noch lange dauern!

Was das bedeutet, hat mich heute am Sonntag beschäftigt. Denn zur SORGE vor dem VIRUS werden wohl dann nach wochenlanger – vielleicht noch monatelanger Dauer – bei immer mehr Menschen auch andere Unsicherheiten über die Arbeit, über die Ausbildung der Kinder, über geliebte Hobbies hinzukommen. Es werden bei Unternehmern SORGEN über die wirtschaftliche Existenz entstehen und  wenn es noch lange keine Events und Gemeinschaftserlebnisse jeder Art gibt, ist längerfristig auch eine weitere emotionale und kulturelle „Verarmung“ des sozialen und gesellschaftlichen Lebens und des damit verbundenen persönlichen emotionalen Ausgleichs zu erwarten.

Verschiedene Medien haben schon begonnen, diese Herausforderung zu analysieren und zu beschreiben. Unter anderem hat der STANDARD vorgestern gemeint: >> Ewig Quarantäne geht nicht  Und ich selbst hab mich eben heute am Sonntag auch nach Literatur und Hinweisen im Internet umgeschaut, die das DURCHHALTEN, wenn es von Nöten ist, leichter machen. Und dazu habe ich auch 2 ganz spannende – allerdings längere Abhandlungen gefunden, die ich Dir hier weitergeben möchte:

Und schließlich – es war schon Sonntag abend –  ist mir da noch das Konzept der „radikalen Akzeptanz“ untergekommen, das aus der Psychosomatik kommt und in der Psychotherapie Anwendung findet. Möglicherweise kann es – besser als so manche Durchhalteparole – auch in der Coronakrise ANGST und deren individuelle BEWÄLTIGUNG erleichtern. Ich darf es Dir hier anhand zweier Cartoons sehr anschaulich weitergeben. Vielleicht erinnerst Du Dich in den kommenden Wochen – falls wirklich einmal eine Situation eintritt, die Dir Angst und Sorge bereitet und sich Dir in den Weg stellt daran:

Das Monster hier im ersten Bild steht für unsere Angst und SORGE, die sich uns in den Weg stellt. Wir kämpfen dagegen an , um das hinter diesen Sorgen liegende „bessere Leben“ – symbolisiert mit der Sonne und dem Strand – zu erreichen. Aber das Monster ist unüberwindbar und treibt uns immer wieder in Schwierigkeiten und „vermiest“ uns allein schon wegen des ständigen Kampfes mit der Angst das Leben! (c) Wengenroth: Therapie-Tools Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT). Beltz, 2012
Wer hingegen „radikale Akzeptanz“ lebt, der kämpft nicht ständig gegen die Angst und Sorge an, sondern nimmt sie an und „akzeptiert“ sie „radikal“ und ohne wenn und aber! Im Bild lädt der Mensch das Monster, das sich im vorher in den Weg gestellt hat quasi auf den Wagen und nimmt seine Angst sogar mit – mit dieser Akzeptanz macht er sich selbst den Weg frei zum besseren Leben! (c) Wengenroth: Therapie-Tools Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT). Beltz, 2012

Es wird in den kommenden Wochen noch VIELES unausweichlich sein, aber wenn wir es annehmen anstatt gegen die Wand zu laufen, erreichen wir möglicherweise am Ende mehr – auch in der Krise und für die Zeit danach. Und letztlich geht´s ja um ein GUTES LEBEN!

Und damit noch zu ein paar Punkten des heutigen Tages in Kurzform:

  • PFarrer Mag. Gerhard Gruber und Diakon Mag. Gottfried Fischl haben wieder ein „Wort zum Sonntag“ aufgenommen.
  • Linda Reiter aus der Sonnensiedlung hat diese Basteleien und kreativen Schöpfungen einiger Kinder den Menschen im PBZ Amstetten gebracht und die hatten riesen Freude damit. Das darf ich Euch hier weitergeben!
  • Die Patisserie Naderer (Julia und Thomas Naderer) aus Paulberg haben ihr Geschäft in Amstetten ja geschlossen. Osterhasen und natürlich auch viele andere feine Süsswaren zum Osterfest werden aber trotzdem am laufenden Band hergestellt und im 10km Umkreis geliefert. Einfach anrufen und bestellen unter 0664 3226607. Dann kommt der Osterhase von Naderer ins Haus zu Dir!
  • Und dann gibt´s da schon die ersten Nachahmer zur Regenbogenaktion. Hier in Stephanshart spiegelt sich im Regenbogenfenster der Kinder auch die Pfarrkirche. Danke an Petra Feigl für das tolle Bild!
  • Apropos Spiegl…..; Für viele Menschen – natürlich im engsten Kreis der Familie, die im Haus gemeinsam wohnt – ist jetzt Wandern angesagt, um einerseits fit zu bleiben und auch in die frische Luft zu kommen. DANKE an Heidi und Christoph für das gute Beispiel-(sbild), das ich hier veröffentlichen darf und auch Danke für die Begeisterung mit der ihr auch andere motiviert, unsere wunderschöne Natur in der Gemeinde zu genießen. Alles GUTE und #Gesundheit natürlich weiterhin.
  • Gut und dann hab ich da noch diese Tankstelle heute entdeckt. Am Sonntag in der Kirche am Kollmitzberg. Die Firmlinge haben sie aufgestellt und es ist „angesagt“, dass Du durchaus mal reinschaust in eine unserer 4 Kirchen, um dort auch aufzutanken. Unsere Kirchen sind unter Tags immer offen!
  • Abschließend nochmals Bilder aus Amstetten und ARDAGGER, die Dir wieder einmal zeigen, wie die Stadt und unsere Orte ausschauen, wo kaum wer auf den Straßen ist und warum zuHause bleiben auch weiterhin wichtig ist:

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