Ardagger – Coronakrise: Aktuelle Lage 23.4.2020

Sehr geehrte Gemeindebürgerinnen! Sehr geehrte Gemeindebürger!

Auch am 23.4.2020 gibt es – so wie in den letzten 15 Tagen – keine neuen Corona-Infektionen in der Gemeinde.

Dafür wird auch bei uns langsam sichtbar, welche Auswirkungen die Coronakrise hatte und es beginnen die Überlegungen, wie der Weg in die neue Normalität auch wirtschaftlich und gesellschaftlich funktionieren könnte. Dabei haben die Gastronomie und die Tourismusbetriebe sicher die größten Sorgen, denn sie werden frühestens am 15 Mai – also nach rund 2 Monaten völligem Stillstand und unter großen Auflagen – erst wieder aufsperrren können. Und dann ist unklar, wie sehr die Gäste die Angebote auch nutzen. Am Freitag, den 24.4. werde ich zunächst einmal in einer Videokonferenz vor allem mit den Beherbergern analysieren, ob und wie wir zumindest für den Sommer und die zweite Jahreshälfte Österreich-Urlauber auch nach Ardagger bringen können. Und kurzfristig darf ich Dich erinnern, dass Du bei unseren Wirten laufend auch >> zum Abholen bestellen kannst. Hier findest Du wieder >> die aktuellen Angebote:

Halbwegs glimpflich dürfte die Krise für die meisten Betriebe im Betriebsgebiet ausgehen. Viele haben Kurzarbeit angemeldet, aber grundsätzlich dürfte, ersten Gesprächen zufolge, die Situation am Ende für alle bewältigbar sein. Und auch im Bereich unserer traditionellen Handwerksbetriebe gibt es zwar Einbrüche, aber mit Hilfe der Regierungsunterstützung und mit dem hohen Einsatz der Unternehmerinnen und Unternehmer scheint die Krise am Ende ausstehbar.

In seiner Art und Weise noch gar nicht einschätzbar ist derzeit das Wiederaufleben des Vereins- und Sportlebens und des pfarrlichen Lebens in unserer Gemeinde. Zunächst sind einmal bis Jahresmitte fast alle Veranstaltungen abgesagt und selbst beim Kollmitzberger Kirtag Ende September sind wir noch nicht sicher ob und wenn ja in welcher Form er wird stattfinden können. Da muss eben – wie bei vielen anderen Dingen – abgewartet werden.

Positiv ist derzeit sicherlich das Anlaufen zahlreicher Baustellen, die wegen der Krise auch eingestellt waren oder jetzt erst verspätet beginnen. Die >> Neugestaltung der Marktstraße Ardagger Markt läuft ja seit 2 Wochen. Der >> Bau von 7 Mietwohnungen in der Brandwiese in Stift Ardagger wird nächste Woche beginnen und die Neuausstattung des Brunnens mit einer UV Anlage und die Erschließung des neuen Notbrunnens kommt jetzt in die Endphase. Auch das Projekt Glasfaser haben wir wieder aufgenommen. Aktuell sind wir dabei, den Bereich Kollmitz zu erschließen.

Allerdings arbeiten wir bei all diesen Baustellen nach einem Gemeinde-Budgetplan, der wahrscheinlich im Moment das Papier nicht wert ist, wo er draufsteht. Seitens des Bundes gibt es erste vorsichtige Prognosen, wonach die Ertragsteuereinnahmen 2020 um 30% einbrechen könnten (Details dann Ende Mai) und auch die direkten Gemeindeeinnahmen werden heuer wegen des Wirtschaftseinbruches stark sinken. Im Gemeindevorstand haben wir uns zwar dazu bekannt, dass wir soweit als möglich die Projekte weiterverfolgen wollen – zumindest im Bereich des Ausbaues von Wohnungen und langfristigen Infrastrukturen wie Wasserleitungen, Glasfaser oder Straßen – aber am Ende wird es wohl notwendig sein, dafür auch größere Summen an Kreditmitteln zusätzlich aufzunehmen und einiges im längerfristigen Fahrplan Vorgesehenes stark zu hinterfragen und möglicherweise auch abzusagen oder zu verschieben. Aber das muss gut analysiert und fachlich geprüft werden.

In den letzten Wochen haben wir auf jeden Fall die Zeit mit unseren Gemeindemitarbeitern in unterschiedlichen Bereichen dazu genutzt, um länger schon anstehende Sanierungen zu machen oder auch Überstunden, Urlaub und Zeitausgleich abzubauen. Und die Veränderungen in der Krise haben bei einigen auch zu „Mehrarbeit“ geführt, weil halt zu organisieren und umzustellen war. Vor allem auch zahlreiche Gemeindemandatare – speziell im Bereich Gesundheit und Soziales – haben auch großartiges geleistet. Danke auch an unsere Gemeindemitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre Flexibilität und ihren Fleiss in der Krise:

Für die nächste Zeit wird´s jetzt überall in unserer Gemeinde darum gehen, in den „Innovationsmodus“ zu wechseln. Was können wir uns aus der Krise mitnehmen – in der Gemeinde, in den Vereinen, in den Betrieben oder sonstwo….. Wie können wir vielleicht das eine oder andere – auch bei uns ändern und verbessern wo kann die Krise zur CHANCE werden und was haben wir plötzlich lieben und schätzen gelernt, was bisher kaum vorstellbar war. Dietmar Steiner ist internationaler Umwelt und Verfahrestechniker und Pfarrgemeinderatsobmann in der Pfarre Ardagger Markt. Er hat´s sehr schön zusammengefasst:

Abschließen möchte ich diesen heutigen Bericht mit einer Mundschutzmaske, die mir Lisl Oberaigner aus Leitzing, die übrigens viele tolle Mundschutzmasken näht, geschenkt hat. Sie hat sich dafür aber ein Bild vom lächelnden Frosch auf meinem Blog gewünscht. Here it is….. und DANKE Lisl für das wunderbare Lächeln auf der Maske, das hoffentlich zu meiner unbehaarten Froschhaut gut dazupasst :-):

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