Ardagger – Frühstücksnews – Donnerstag, 28.5.2020

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Gestern, am Mittwoch, dem 27.5.2020, hat  bei uns die erste Gemeinderatssitzung nach der Hauptphase der Coronakrise stattgefunden. „ABSTAND“ war auch hier das Thema und diesen haben wir im Turnsaal der neuen Mittelschule gehalten. So hat das dann ausgesehen:

(c) Robert Aigner; Danke unserem Schulwart und dem Gemeindeteam an der NMS für die Aufstellung!

 

Inhaltlich war natürlich die Coronakrise Hauptthema und alles, was sich jetzt drumherum abspielt und wie wir die Auswirkungen – auch in der Gemeinde – bestmöglich bewältigen können. Da ging´s zunächst um die Finanzen und eine Einschätzung, wie sich diese jetzt entwickeln werden. Es ging in der Folge aber auch um Schwerpunkte bei Projekten, denn alles, was heuer am Plan war, kann einfach 2020 nicht umgesetzt werden. Einhelliger Tenor war aber: Vor allem aber die Infrastrukturprojekte wie Glasfaser, PV Anlagen und Wasserversorgung oder auch die Gestaltung der Marktstraße werden auf jeden Fall weitergeführt! Konkret beauftragt wurde daher auch die 2. Phase der Marktstraßengestaltung in Ardagger Markt, die nun nach Pfingsten beginnend mit Abbrucharbeiten im Untermarkt starten wird. Angenommen wurden Förderverträge für die Installation von PV Anlagen auf der neuen Sporthalle und am Sportplatzgebäude. Und auch für den Glasfaserweiterbau in Moos, Albersberg und Leitzing gab es gestern grünes Licht. Neben Projekten wurde aber auch der Übergang zur gesellschaftlichen „Normalität“ anhand der Kirtage diskutiert. Der nicht allzu große Fronleichnamskirtag in Stephanshart wird demnach – unter Einhaltung aller Regeln der „Märkte“ – am Donnerstag, den 11.Juni normal stattfinden. Die Ausschanken der Gastwirte und Seidlbar´s wird es so wie gewohnt allerdings nicht geben können, sondern der Markt zu Fronleichnam in Stephanshart wird sich mit „ABSTAND“ rein auf das Einkaufen konzentrieren. Große „Vorsicht“ gab es noch bei der Diskussion über den Kollmitzberger Kirtag, der ja dann Ende September am Programm steht. Für diese „Größenordnung“ einer Veranstaltung gibt es einerseits noch keine Regeln der Bundesregierung und  andererseits auch noch viel Unsicherheit auf der Veranstalterseite – unter anderem auch mit der Sorge „Was passiert, wenn sich bei uns dann jemand infiziert?“ Wir werden in dieser Frage auf jeden Fall erst eine endgültige Entscheidung treffen, wenn Ende Juni die Regelungen über derartige Veranstaltungen „klarer“ sind. Auszugehen ist auf jeden Fall schon davon, dass Abendveranstaltungen am Kollmitzberger Kirtag sicherlich nicht möglich sein werden. Und in der Diskussion hat sich auch die Frage gestellt: Wieviele Menschen würden da überhaupt heuer zum Kirtag kommen? (auch wenn sich alles im Freien abspielt.) Oder ist bei den Menschen die Sorge zu groß, unter Menschen zu gehen. Ich darf dir diese Frage weitergeben. Wie siehst Du´s aus jetziger Sicht? Würdest Du heuer im September zum Kollmitzberger Kirtag kommen?

Würdest Du den Kollmitzberger Kirtag heuer besuchen ?
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Hinsichtlich weiterer Rahmenbedingungen in der Coronakrise hat der Bundeskanzler gestern angekündigt, dass es am Freitag neue Informationen geben wird und das Ziel ist, einige wenige und leicht verständliche Regeln zu definieren, die dann auf alle Situationen, ob beim Wirt, beim Heurigen, Beim Kirtag, auf der Baustelle oder im Geschäft angewendet werden können. Er nennt das lt. >> Bericht der OÖN „Die Phase der Eigenverantwortung!“

Wir sind auf jeden Fall schon mehr als gespannt, weil diese Regelungen sicherlich unser weiteres gesellschaftliches Leben und Zusammenleben in den nächsten Monaten und vielleicht noch länger enorm prägen werden.

Abschließen möchte ich heute nochmals mit einem Blick auf das Glasfaserprojekt der Gemeinde. Der STANDARD hat zu diesem Thema gestern einen Artikel publiziert und festgestellt, dass in Österreich derzeit nur 1,9% der Haushalte einen Glasfaseranschluss haben und wir damit europaweit Schlusslicht sind, während es in Island, Weissrussland über 60% Glasfaseranschlüsse gibt und Schweden auch schon über 56% mit „Glas“ versorgt hat. Ich denke es ist ein interessanter Vergleich, der zeigt, dass wir mit unserem Ausbau auf dem richtigen Weg sind. Der Bericht analysiert auch, dass vor allem der bisherige Fokus auf die alte Kupfertechnologie dazu geführt hat, dass „Glas“ bei uns bisher nicht in diesem Maß ausgebaut worden ist, obwohl alle sagen, dass der „Glasfaser“ die Zukunft gehört. >> hier geht´s zum Bericht!

Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen schönen und auch persönlich erfolgreichen Tag an diesem Donnerstag, den 28.5.2020!

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