Ardagger – Frühstücksnews – Donnerstag, 23.7.2020

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Gestern abend habe ich Vertreter jener Interessensgruppen, die Berechtigungen zur Benützung des Donau-Treppelweges haben, eingeladen. Es wurden die Regelungen nochmals erklärt und auch informiert, wie diese in Zukunft überprüft werden. Ich darf Dir auch hier kurz nochmals einen Überblick geben, was dazu gestern gesagt und erklärt wurde. Bitte beachte, dass im Lauf des Sommers – wie schon angekündigt – auch die ersten Kontrollen erfolgen werden.

Die Regelungen sollen in Zukunft die vielen leider aufgetauchten „Konflikte“ zwischen verschiedenen Nutzern eingrenzen und weiterhin dem „Naturraum“ Donau eine gewisse Ruhe geben und den Erholung suchenden die nötige Entspannung ermöglichen, die nicht durch einen massiven Autoverkehr gestört wird. Zuvor aber auch ein paar Hintergrundinformationen zur Wegstrecke, damit man einige Regelungen auch besser versteht:

  • Grundsätzlich hat der Donau-Treppelweg im Bereich Schatzkastl bis 2005 auf einer Strecke von rund 8 Kilometern den angrenzenden Grundbesitzern direkt gehört. Im Vorfeld ist damals eine Vereinbarung getroffen worden, wonach die Wegflächen einerseits ins öffentliche GUT der Wasserstraße DONAU abgetreten wurden. Wonach andererseits aber auch eine Erneuerung durch die öffentliche Hand vorgenommen wurde. Und seither wird der Weg zu 100% von der Via.Donau in Vertretung für die Republik Österreich erhalten. Das funktioniert auch sehr gut!
  • Obwohl Donau-Treppelwege in ganz Österreich grundsätzlich zwar öffentlich begehbar sind aber „nicht“ mit Fahrzeugen befahren werden dürfen, wurde damals eine Ausnahmeregelungen geschaffen, wonach die Grundstückseigentümer, die Fischereiberechtigten, die Jagdberechtigten und gewisse Aufsichtsorgane und Dienste zur Erhaltung und Verwaltung bzw. Einsatzorganisationen trotzdem zufahren können.
  • Seither haben viele weitere – und das leider immer intensiver – die Zufahrt genutzt und an „Schwerpunkttagen“ ist es leider immer wieder auch zu Konflikten zwischen den Nutzern gekommen. Die „doppelt“ aufgestellten Hinweise auf das „Fahrverbot“ wurden leider von Vielen „nicht Berechtigten“ ignoriert und letztlich muss leider jetzt zum letzten Mittel – zu Kontrollen – gegriffen werden.
  • Die Kontrollen werden nicht „schikanös“ sein, aber sie werden „bestimmt“ sein und die „geltende Regelungen“ einfordern.
  • Und damit das reibungslos funktioniert wurden folgende Regelungen festgelegt:
    • Die „Berechtigten“ (Eigentümer, Pächter, Jäger, Fischer) wurden gebeten bei der Via.Donau entsprechende Berechtigungsscheine zu beantragen. Diese bitte dann bei PKW´s gut sichtbar im Bereich des Fahres unter die Windschutzscheibe legen!
    • Landwirtschaftliche Fahrzeuge im Dienst (ob von Eigentümern, Pächtern, Bewirtschaftern oder Maschinenring) brauchen keine Berechtigungsscheine!
    • Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren, die bei der Steganlage mit den Zillen üben, dürfen unter Vorlage einer Feuerwehrkarte direkt bei der Steganlage parken („nur direkt bei der Steganlage)
  • Für alle gilt in Zukunft, dass der Treppelweg „nur“ mit 30km/h befahren werden darf – dazu werden auch in den kommenden Wochen noch Tafeln aufgestellt werden!
  • Und der Treppelweg ist natürlich auch weiterhin für alle nutzbar – die Zufahrt mit Autos ist allerdings – so wie schon bisher nur für „Berechtigte“ in Ausübung ihrer Tätigkeit gestattet!
  • Hundehalter werden am Treppelweg weiterhin gebeten, ihre Hunde zum Schutz anderer und zum Schutz der Wildtiere, an der Leine zu führen.
  • Hundehalter werden weiters gebeten, die Exkremente mit einem Gackerlsackerl zu sammeln, damit die Kühe, die das Heu und andere Feldfrüchte fressen müssen, daran nicht erkranken!
  • Betreffend „Müll“ darf ich nochmals darauf verweisen, dass dieser Bereich des Treppelweges als „Naturbereich“ – wie auch ein Berggipfel zu sehen ist. Es gibt hier bewusst keine Müllsammelbehälter (Mit Ausnahme eines einzigen am Beginn und am Ende der Strecke für die Hundegackerl). Die Nutzer des Bereiches werden gebeten, Müll wieder mitzunehmen oder gleich gar keinen Müll entstehen zu lassen.

Abschließend bitte ich nochmals um Einhaltung, damit die Naturstrecke an der Donau auch weiterhin allen Freude macht und Erholung bringt!

Vom Kinderferienspiel gibt´s ein paar neue Bilder. Am Dienstag war der Besuch bei den Alpacas angesagt und da hat mir Michaela Zehetner einige Bilder geschickt. DANKE, dass wir mit diesem Angebot sogar in unsere Nachbargemeinde nach Viehdorf kommen durften:

Noch ein Hinweis auf die Erhaltung von Güterwegen, weil es dazu aktuell einige Anfragen gegeben hat: Grundsätzlich sind bei allen Güterwegen „Erhaltungsvereinbarungen“ getroffen. Schäden sind demnach von den Anrainern – je nach dem damals beim Bau ausgehandelten „Erhaltungsschlüssel“ – gemeinsam mit der öffentlichen Hand zu tragen. Organisiert werden „Erhaltungsarbeiten“ dann über die Gemeinde und es wird auch geschaut, zur notwendigen Sanierung die öffentlichen Mittel beizustellen. Bitte bei näheren Fragen ans Gemeindeamt wenden.

Dann noch kurz zu den Glasfaserbaustellen: Aktuell wird in Albersberg gebaut. Für die kommenden Wochen sind die Grabungen weiter Richtung Leitzing vorgesehen. Auch im Bereich Kirchfeld (Bauernhäuser) sind erste Maßnahmen geplant und die Anrainer demnächst bereits zu einer ersten Besprechung eingeladen.

 

Damit wünsche ich Dir für heute noch einen schönen Tag und viel Erfolg! …. mit einem „Schnappschuss“ einer besonderen und nicht immer üblichen Verbindung zwischen „Hund und Katz“:

 

 

 

 

 

2 Gedanken zu “Ardagger – Frühstücksnews – Donnerstag, 23.7.2020

  1. Sehr geehrter Herr Pressl,

    dass die Genehmigung für Fischereiberechtigte über die Viadonau nur mit einem gültigen Behindertenpass funktioniert ist so gewollt? Als Karpfen- bzw. Welsangler mit vielen Nachtansitzen ist es beinahe ein Ding der Unmöglichkeit seine Ausrüstung so weit schleppen zu müssen.

    Anm. meine Ausrüstung wiegt in etwa 150 – 200kg. Der Weg müsste mehrmals bestritten werden. Wenn ich an bestimmte Feederangler mit div. Sitzkiepen denke, ist es dort nicht viel anders.

    Das Revier hat somit für Friedfischer einen Großteil seiner Einzigartigkeit verloren.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Anto Matijevic

    1. Sg. Herr Matijevic! Das mit dem Behindertenausweis ist ein „Missverständnis“ der Via.Donau und auch keineswegs so mit via.donau vereinbart worden. Für Fischer mit aufrechter JAhreskarte werden Zufahrtsberechtigungen auf Basis eines Vertrages aus 2005 ausgestellt. Es tut mir leid, wenn scheinbar via.donau intern die Information nicht ausreiechend an die Sachbearbeiter weitergegebenw worden ist……; Ich habe das schon vor einigen Wochen wie es zum ersten mal aufgetaucht ist, urgiert und werde dem nochmals nachgehen.
      Hannes Pressl.

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