Ardagger – Frühstücksnews – Donnerstag, 13.8.2020

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Am Beginn der heutigen Frühstücksnews darf ich Herrn Rudolf Javornik aus Ardagger Markt ganz herzlich zum 80. Geburtstag gratulieren. Sein „Jahrestag“ liegt schon eine schöne Zeitspanne – nämlich in der Intensivphase der Coronazeit – zurück. Gestern am Mittwoch konnte ich aber gemeinsam mit Ortsvorsteher Peter Morawetz das Präsent der Gemeinde überbringen. Herr Javornik hat Ortsvorsteher Morawetz und mich gemeinsam mit seiner Lebenspartnerin freundlichst aufgenommen und ich habe mich gefreut, beide und vor allem auch den Jubilar bei bester Gesundheit und mit viel Lebensenergie und Tatendrang zu erleben. Alles GUTE und nochmals herzliche Gratulation!

Auch wenn die Wasserspender und Brunnen nach den ergiebigen Regenfällen jetzt wieder gut gefüllt sind, darf ich Dich anlässlich des heißen Wetters heute auf unser Trinkwasser aufmerksam machen. Allein im Jahr 2019 haben wir für die 340 Liegenschaften, die im Gemeindegebiet an die öffentliche Wasserversorgung der Gemeinde angeschlossen sind rund 72.000m3 Quellwasser geliefert. In den letzten Jahren ist diese Menge kontinuierlich gestiegen und hat sich nach knapp über 50.000m3 vor 10 Jahren bei heute deutlich über 70.000m3 pro Jahr eingependelt. Die großen Schwankungen ergeben sich übrigens aus zumeist unterschiedlichen Parametern. Zum einen ist die Anzahl der Anschlüsse gestiegen. Dann sind in der Menge auch Notversorgungen für andere Bereiche beinhaltet und schließlich kann es auch in der Gemeindewasserleitung zu Rohrbrüchen kommen. Diese schlagen bei der Menge, wenn sie nicht gleich erkannt werden, natürlich auch zu Buche.

2010 53.500m3
2011 57.765m3
2012 72.495m3
2013 68.775m3
2014 67.551m3
2015 69.953m3
2016 70.360m3
2017 73.249m3
2018 81.826m3
2019 72.984m3

Und noch einmal geht´s ums Wasser – diesmal das zurück liegende Hochwasser: In der Au sind jetzt schon sehr viele Lahnen und Senken bereits ausgeronnen. Vor allem dort, wo auch Verbindungen zu den Abzugsgräben hergestellt sind oder in den letzten Jahren hergestellt wurden. Wo diese Abläufe Fehlen, ergibt das zwar ein idyllisches Landschaftsbild mit Seen, die es hier nur temporär gibt. Aber je länger das Wasser steht, umso fauliger wird es und umso mehr erstickt es die darunter liegende Vegetation. Für die Landwirte ist das wohl der größte Schaden während es für die Natur kein Nutzen ist. Die genaue Beobachtung der Situation hat schon gezeigt, wo noch Handlungsbedarf besteht und ich bitte auch die Besitzer und Bewirtschafter aus der Beobachtung heraus um Hinweise für zukünftige Projekte, wie wir das verbessern können. Du siehst nachfolgend Bilder von einem bereits entleerten Graben aber rechts auch ein Bild von einem umfangreichen Grabensystem, wo unter dem Wasser, das nicht ablaufen kann, die Vegetation erstickt.

Und dann sind auch noch weitere Schäden nach den Unwettern sichtbar geworden. An der Einmündung des Zeitlbaches in die Altau zum Beispiel liegt dieser enorme Holzhaufen. Das Wasser hat hier alles zusammengepfercht, was der Bach bei den Hochwässern aus seinem Einzugsgebiet mitgenommen hat.

 

Eine durchaus nicht so häufige Beobachtung hat gestern Franz Schörghuber aus Winkling gemacht. In seinem Garten hat sich der „russische Bär“ – eine Schmetterlingsart, die in großer Anzahl auf der Insel Rhodos im Schmetterlingstal vorkommt, niedergelassen. Der „russiche Bär“ ist zwar auch in Mitteleuropa heimisch, aber wie auf >> WIKIPEDIA dazu nachzulesen ist, kommt er nur „lokal“ in größerer Anzahl vor. Danke für die Bilder an Franz Schörghuber.

Beim Kinderferienspiel war die Begeisterung gestern am Mittwoch in der Bücherei Stephanshart groß wie´s darum ging, ein eigenes Buch zu „erschaffen“. Das engagierte Team der Bücherei Stephanshart hat die Kinder aber nicht nur damit begeistert, sondern auch mit einer Bilderbuchtheatervorstellung und dem Basteln von süssen Büchermäusen. Herzlichen DANK für die tolle Vorbereitung und Umsetzung dieses Beitrages zu unserem Kinder-Ferienspiel 2020! Danke für die Bilder an Eva Dietl aus Stephanshart!

Abschließend wünsche ich Dir einen schönen Donnerstag. Vergiss bitte nicht, die Biotonne heute im Gemeindegebiet von Ardagger zur Abholung bereit zu stellen und enden möchte ich mit einer Geschichte, die mich gestern einfach beeindruckt hat: Da gibt´s bei uns ein Haus direkt an der B 119 – ein Stück nach der Fa. Schnabel (Ardagger Markt) in Richtung Amstetten. Man sieht davon kaum etwas, weil es hinter viel Bewuchs versteckt ist. Dieses Haus ist eine Zeit lang leer gestanden und hat jetzt wieder einen neuen Besitzer gefunden. Die Familie, die es gekauft hat, stammt aus Rumänien. Sie arbeitet bei uns in der Region in der Pflege und der Mann mit etwas über 50 Jahren ist in der Metallverarbeitung bei einer namhaften Firma tätig. Bei einem Besichtigungstermin ging´s zunächst um technische Details, um Kanal, Wasser- und Stromanschlüsse, um Fragen der Abgaben und vieles mehr……; Der neue Besitzer ließ es sich aber danach nicht nehmen, mir sein neues Haus zu zeigen und auch zu erzählen, was er schon alles erledigt und gemacht hat. Von Raum zu Raum entwickelte er mehr Begeisterung und am Ende hat er mir seinen gesamten TRAUM vorgestellt, den er hier in unserer Gemeinde abseits einer Heimat und mit der Perspektive ganz was Neues aufzubauen mit Elan umsetzen wird. Ich war beeindruckt, denn nur mit einem persönlichen TRAUM ändert sich die Welt oder wie´s bei seinem Hausprojekt jetzt ist – nur mit diesem Traum wird aus etwas ALTEM, das nicht mehr attraktiv war, wieder etwas NEUES. Ich wünsche Daniel, so heißt der neue Besitzer, alles GUTE und auch uns allen tagtäglich große und kleine TRÄUME um voller Begeisterung NEUES zu schaffen!

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