Ardagger – Frühstücksnews – Dienstag, 20.10.2020

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Gestern hat die Regierung neuerlich Verschärfungen bei den Coronamaßnahmen angekündigt. Die Entscheidungsträger stehen vor einer ähnlichen Situation wie im Frühjahr: Steigende Infektionszahlen und die Sorge über die Versorgung vielleicht zahlloser kranker Menschen bzw. die Angst vor einem neuerlichen wirtschaftlichen „lock down“, den sich Österreich schlichtweg nicht mehr wird „leisten“ können, treibt die Verantwortlichen ähnlich an wie im Frühjahr. Die Menschen auf der anderen Seite – „die Betroffenen“ – hingegen denken heute „differenzierter“: Vielen ist selbst noch nichts passiert und auch in ihrer unmittelbaren Umgebung gab´s vielleicht noch keine dramatischen Fälle. Umgekehrt wirken die Veränderungen dramatisch bis in jede gesellschaftliche Nische hinein: Kultur, Familie, Arbeitsplatz, …..; Die Notwendigkeit der VORSORGE, die das Abwenden einer gesamtheitlichen Viruspandemie von jedem einzelnen erfordert, ist in einer Welt in der wir bisher alles „fast“ auf Knopfdruck lösen konnten, „unverständlicher“ geworden…..; Umso mehr darf ich eine Grafik in Erinnerung rufen, die bereits aus dem Frühjahr 2020 stammt und die zeigt, wie „exponentiell“ eine Virusausbreitung von statten geht, wenn nicht frühzeitig eingegriffen wird. Und da kommt´s wirklich auf jede und jeden einzelnen drauf an. BITTE lassen wir uns auf der einen Seite nicht verängstigen, aber BITTE halten wir auf der anderen Seite auch die REGELN des Abstandes und der Vermeidung von Infektionen weiterhin ein! Die Regierung will ja nicht jeden einzelnen mit Vorsatz „maßregeln“, sondern muss im Sinne der Gesamtentwicklung unserer Gesellschaft frühzeitig Maßnahmen setzen, um die Virusausbreitung nicht exponentiell ansteigen zu lassen:

Seit gestern haben wir ein gröberes Problem bei der Gemeindewasserversorgung. Bei einer Routinekontrolle wurden an 2 von 3 Probepunkten erhöhte Keimzahlen und Escherichia Coli Bakterien festgestellt. Die betroffenen Haushalte wurden umgehend informiert und das Wasser ist bis auf weiteres nur mehr in abgekochtem Zustand trinkfähig. Ich bitte, dies auch wirklich einzuhalten. Die Ursache für die Verkeimung ist leider noch nicht gefunden und wir müssen uns auf einen längeren Prozess der Findung bzw. Beseitigung einstellen, denn das Versorgungsnetz ist umfangreich! Mehr dazu habe ich schon gestern >> hier auf meinem Blog geschrieben. Du siehst in der Grafik nochmals die Probeentnahmestellen, an denen Verkeimungen aktuell festgestellt wurden. Heute wird mit Nachuntersuchungen begonnen und daraus erhofft man sich Informationen über die Fehlerquelle, deren Auffinden letztlich auch zur Beseitigung führen soll.

 

Die Vorbereitung unseres neuen Glasfasernetzes ist der weitere Schwerpunkt dieser Tage: Nachdem in Stephanshart schon die meisten Kunden „angespleisst“ worden sind, wechseln wir heute nach Ardagger Markt udn beginnen dort mit Kunden anspleissen! Die Betroffenen werden jeweils über die WhatsAPP Gruppen vorinformiert! Mehr Informationen zum neuen Glasfaser Internet gibt´s laufend auf www.ardagger.gv.at/glasfaser-internet!

Besonders interessant sollten in den nächsten Jahren die „regionalen Strommärkte“ werden. Ich habe schon einmal hier geschrieben, dass ich mir viel von den neuen Energiegemeinscahften verspreche, die nun auch in einem Gesetz festgeschrieben werden sollen. Der Standard hat nun dazu einen interessanten Artikel gebracht, wonach in Zukunft Energiegemeinschaften, bei denen Menschen Strom gemeinsam produzieren und teilen, verstärkt zum Klimaschutz beitragen sollen. Wird das sogenannte Energy-Sharing bald zum großen Trend in der Energieerzeugung? fragt sich der Redakteur. >> Hier liest Du Mehr dazu!Bitte überlege, ob das Modell auch auf Deine Nachbarschaft anwendbar ist. Darin könnte Potential liegen!

Zum Schluss noch einmal zurück zur Coronapandemie. Gestern sind für November die Prognoserechnungen bei den Ertragsanteilen für die Gemeinden herausgekommen. Demnach gibt´s ein Minus von 15% gegenüber den Vorjahreswerten. Unterm Strich bedeutet das, dass wir mit den Gemeindefinanzen enorm unter Druck kommen werden und für 2021, wenn sich die Situation nicht erholt, ein durchdachtes aber drastisches Sparbudget „hinlegen“ werden müssen! Hier zunächst die deutlichen FAKTEN im Kommunalnet-Artikel:

November-Vorschüsse bis zu 15 Prozent im Minus

Abschließend wünsche ich Dir trotzdem einen schönen TAG und DANKE vor allem jenen, die nicht nur hinsichtlich CORONA die Regeln des Abstandes und der Vermeidung einer Virusübertragung tagtäglich und immer einhalten. Ich danke auch all jenen, die unser Wasser wegen der aktuellen Verkeimung nur in abgekochtem Zustand trinken. Es tut mir leid, dass das notwendig ist. Umso mehr DANKE für das Verständnis!

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