Ardagger – Frühstücksnews – Donnerstag, 21.01.2021

(c) Hermann Raffetseder

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Gestern war Ing. Johann Essletzbichler von der Netz-NÖ.GmbH (EVN Netz) bei mir am Gemeindeamt und hat mir die neuen smart meter vorgestellt und gebeten, diese Information auch an die Bürgerinnen und Bürger weiterzugeben. Denn seit Jahresbeginn werden die Stromzähler in den Privathäusern der Gemeinde ja bereits umgestellt und längstens bis Mitte 2021 sollen dann alle rund 1100 Liegenschaften mit der neuen Zählertechnologie ausgestattet sein. Niederösterreichweit geht´s übrigens um mehr als 800.000 Zählereinheiten, die bis 2023 zu 100% umgestellt sein sollen.

Was kann diese neue Zählertechnik nun also und was bedeutet „smart meter“?

Grundsätzlich wird ein smart meter zukünftig alle 15 min. ein Lastprofil Deines Stromanschlusses messen und diese Daten einerseits an den Energieversorger weitergeben. Die Informationen stehen aber auch Dir als Stromnutzer zur Verfügung. Für beide Seiten bringt das eine noch exaktere Stromabrechnung für Spitzenleistungen und für beide Seiten ermöglicht es „Optimierungen“. Also ein besseres Energiemanagement. Auf der Lieferantenseite geht´s vor allem um Netz- und Lieferoptimierungen, damit Strom nicht nutzlos verschwendet wird; auf der Kundenseite geht´s um Verbrauchsoptimierungen. Und das könnte dann zum Beispiel sogar dazu führen, dass sich Deine Waschmaschine oder Dein Wäschetrockner zu Hause erst einschaltet, wenn Deine PV Anlage vom Dach liefert oder dass Du für gewisse Energieaufwändige Vorgänge nur „Überschussstrom“ beziehst, der an anderer Stelle „billiger“ abgegeben wird, weil er einfach nicht gebraucht wird. „smart meter“ heisst übersetzt einfach „intelligentes Messgerät“ und als solches soll auch vorgesehen werden, dass Du Deine Messdaten mit einem speziellen Adapter auch vollständig selbst auslesen wirst können. Das wird auch zur Bewusstseinsbildung über Deinen eigenen Stromverbrauch beitragen und allen gemeinsam helfen, den Stromverbrauch so zu optimieren, dass auch im Stromnetz nichts verschwendet wird. Das hilft wiederum der Umwelt, weil nicht mehr Brennstoff in den Kraftwerken als unbedingt erforderlich, verraucht wird und weil auch Photovoltaik- und andere alternative Stromquellen so bald möglich zur Stromproduktion im Netz mit einbezogen werden können.

Wie werden die Zählerdaten übertragen?

Das erfolgt auf 2 Wegen: Einerseits gibt es die sogenannte powerline communication (plc). Die wird für die meisten Liegenschaften genutzt und wird vor allem in dichter bebauten Gebieten mit geringerer Entfernung der Häuser zum Trafo angewendet. Die Impulse des smart meters werden einfach über das Stromkabel übertragen und dann vom TRAFO weg mittels Glasfaser oder mittels Mobilfunk weitergeleitet. Andererseits kommt bei Liegenschaften im ländlichen Bereich, die weiter vom Trafo entfernt sind, die sogenannte NSP Technologie zum Einsatz. Dabei wird „point to point“ mittels GSM Mobilfunksignal übertragen, weil die zuerst genannte plc Technik nur auf ganz kurzen Strecken möglich ist!

Wo erfahre ich mehr für meine Liegenschaft und die „smart meter Technik“ insgesamt?

Die Netz NÖ. GmbH schickt jedem Liegenschaftsbesitzer rund 4 Wochen vor der Zählermontage ein Schreiben zur Vorinformation. Zusätzlich gibt´s auf >> dieser Homepage viele Informationen zu häufig gestellten Fragen. Hier ist auch ein Webportal angehängt, in dem Du dann später laufend auch selbst Deine Daten ansehen kannst. Und Du findest hier auch die 3 Ablesevarianten, die für Deinen neuen Zähler möglich sein werden. Eine STANDARD Variante, eine OPT-IN Variante und eine OPT-OUT Variante. Die Netz NÖ. GmbH steht Dir unter folgenden Kontaktmöglichkeiten für Deine Fragen jederzeit gerne zur Verfügung: http://www.netz-noe.at; 0810 820 100 oder smartmeter@netz-noe.at

So schauen die neuen „smart meter“ aus. Johann Essletzbichler von der Netz-NÖ. GmbH hat mir gestern erklärt, wann sie in die Häuser kommen und wie sie auch funktionieren sollen.

Vielleicht kannst Du Dich erinnern, dass ich vor einigen Tagen in den Frühstücksnews von „Erzählungen“ geschrieben habe. Erzählungen von Menschen und Handlungen, die diese Tage und unser Handeln gerade prägen und da war auch von den Menschen die Rede, die geradezu um die ersten Impfstoffe „buhlen“ und so schnell wie möglich dabei sein wollen. Und die nicht nur fragen, wo kann ich mich anmelden, sondern die auch „alte Netzwerke und Seilschaften“ auspacken, um vielleicht doch irgendwie noch schneller zu sein und ihr eigenes Heil (gemeint war Impfgesundheit) in Erfolg verwandeln möchten…. Das war am Dienstag dieser Woche….. Und ich war gestern und vorgestern dann mehr als betroffen, dass gerade dieses „Buhlen“ um die Impfstoffe auch meine „Berufsgruppe“ der Bürgermeister betroffen hat und dass einzelne von den 2100 in ganz Österreich hiermit auch öffentliches Vertrauen aufs Spiel gesetzt haben. Denn meine und unsere Aufgabe ist es ja schließlich an der Spitze unserer Gemeinden – und auch hier in Ardagger – das Zusammenleben so gut wie möglich zu organisieren, für „Gerechtigkeit“ zu sorgen und Kraft auch der für den Amtszeitraum verliehenen Handlungsvollmachten dies auch „um- und durchzusetzen“. Natürlich ist das immer schwierig. Und man wird´s auch als Bürgermeister nie allen recht machen können und die „Weisheit hat auch von uns allen keiner mit dem Löffel gefressen“ wie´s so schön Mostviertlerisch heißt, aber zum Eigennutz darf die Funktion des Bürgermeisters und der Bürgermeisterin – so wie auch alle andere öffentlichen und halböffentlichen Funktionen und ich zähle da auch, Verwaltung, Ärzte, Gesundheitspersonal und alle, die im Dienst des nächsten stehen dazu – nie ausgeübt werden! Joe Biden, der neue US Präsident, hat in letzter Zeit über die Amerikaner aus gegebenem Anlass gesagt: „So sind wir nicht“. Ich möchte Dir das auch in Kenntnis vieler Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sagen! Und ich bitte Dich – leider auch vor dem Hintergrund so mancher allgemein gesellschaftlich-egoistischen Entwicklung „Werden wir so nicht!“. Aber dazu braucht´s auch bei der IMPFUNG das in den letzten Monaten viel beschworene aufeinander Schauen. Die Pandemie bringen wir ohnehin nur gemeinsam weg!

Hier der nationale Impfplan mit der Prioritätenreihung für die Impfung:

Hier noch zwei entsprechende Berichte aus den Medien zum Verimpfen von übrig gebliebenen Impfdosen:

Für den heutigen und die kommenden Tage darf ich Dich noch in Kurzform darauf hinweisen und erinnern, dass……

  • ….die Anbebotsseite für Essensabholungen gerade wieder aktulisiert wird und unsere Gastwirte für´s Wochenende wieder „leckere“ Angebote vorbereitet haben. Bitte schau rein und bestelle bei unseren Wirten. Sie kochen exzellent!
  • ….heute die Restmülltonnen abgeholt werden
  • ….am kommenden Sonntag die hl. Messe um 08.30 via livestream aus der Pfarrkirche Kollmitzberg übertragen wird. Du kannst sie wieder auf http://www.youtube.com/johannespressl1 verfolgen.
  • ….ab Mittwoch kommende Woche (27.1.) jetzt fix und dann in weiterer Folge jeden Mittwoch und Samstag jeweils von 08.00 bis 10.00 Antigen-Coronatestungen am Gemeindeamt gratis stattfinden werden. Nutze bitte aber auch die Teststelle in Amstetten in der Eishalle. Sie wird vormittags an jedem Werktag geöffnet sein und auch einige Nachbargemeinden werden noch Testmöglichkeiten anbieten. Anmelden musst Du Dich wieder auf http://www.testung.at. Dort werden schon bald die Informationen dazu verfügbar sein!

Abschließend wünsche ich Dir heute einen schönen Tag und alles GUTE für diesen Donnerstag mit einigen wunderbaren Bildern, die den Kollmitzberg im Blick haben – einmal aus der Au und einmal aus der Perspektive von Neustadtl (Am Beginn dieser Frühstücksnews). Danke dafür an Hermann Raffetseder und Helmut Freynhofer!

(c) Helmut Freynhofer sen.

 

 

 

 

 

 

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