Ardagger – Frühstücksnews – Freitag, 22.1.2021

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Vor zwei Tagen habe ich hier ein Gespräch mit Volksschuldirektorin Katharina Lechner wiedergegeben. Gestern habe ich länger mit Dir. Robert Aigner über die Situation in der Mittelschule telefoniert.

Allgemein sei es sehr fordernd – für Lehrer, Eltern und Schüler gleichermaßen, hat er mir gesagt. Da jagt eine Verordnung die andere, da ist vieles nach wie vor laufend neu und umzuorganisieren und da sind Emotionen auf allen Seiten einfach nicht auszuschalten, sondern die stauen sich da oft noch geradezu an.

Wichtig ist, dass laufend geredet wird. Lehrer und Direktor sind immer eirreichbar udn stehen auch – zumindest via Telefon, teilweise auch Video – laufend mit den Eltern in Kontakt. Dazu ist auch das Schultelefon auf ein eigenes Handy umgeleitet, damit das auch immer wieder auch aus dem Homeoffice des Direktors oder verantwortlicher Lehrer erfolgen kann.

Und gerade jetzt in der Pandemie spielen auch die Schülerelternvertreter eine wichtige Rolle. Auch da wird viel ausgetauscht und konzentriert zwischen Schule und Eltern ausgeredet. Großes Lob kommt deswegen vom Direktor nicht nur für alle Eltern, sondern auch für die Elternvertreter, die sich da wiriklich enorm ins Zeug legen und gerade in dieser Zeit eine riesen Palette an Elternwünschen zu sammeln und zu vertreten haben – aber dann immer mit Augenmaß die Diskussion führen!

Ein großes Diskussionsthema – gerade jetzt vor den Semesterferien – sind da natürlich die Noten und ist die Notengebung. Dafür und für die Beurteilungen gibt´s in den meisten Fällen auch Verständnis – auch wenn die Grundlagen (zumeist nur eine Schularbeit) und dafür mehr andere Faktoren  – diesmal völlig anders sind. Im Einzelfall kommen auf den Direktor und die Lehrer aber natürlich auch Forderungen zu, die letztlich „unerfüllbar“ sind, wo aber natürlich seitens der Eltern stets die Sorge der zukünftigen weiterführenden Schul- und Berufswahl mitschwingt und wo an eine über die Fakten hinaus bessere Notengebung auch die Erwartung an besser Chancen für die Kinder geknüft sind. Ein Druck, der in Pandemiezeiten auf die Lehrer noch in großerem Ausmaß ausgeübt wird, als sonst!

Pädagogisch war und ist es aktuell eine wahnsinnige Herausforderung, sagt der Direktor. Und da musste auch von den Pädagogen das richtige Maß zwischen Onlineunterricht und Zeiten, in denen die Schüler (auch wenn sie zu Hause sind) in Ruhe individuelle Arbeiten erledigen, gefunden werden. 100% online, wie das jüngst Elternteile auch gewünscht haben, macht da oft gar keinen Sinn und es variiert auch von Fach zu Fach ganz stark, wie die Kommunikation zwischen Lehrer und Schüler erfolgt. Aber es hat sich gut eingespielt und den Umständen entsprechend gibt´s auch große Lernerfolge.

Und wenn wirklich die Gefahr des Zurückbleibens droht, dann werden Schüler auch gezielt in die Schule hereingeholt, sagt der Direktor. Er beobachte aber sogar, dass Schüler, die bisher schwächer waren, sich jetzt sogar steigern, weil sie mit den neuen Lernmethoden oft besser umgehen können. Das „distance learing“ sei auch wirklich perfektioniert worden und könne auch zu sehr guten Lernerfolgen führen!

Auf die Frage „Was dieses ausserordentliche Jahr denn für das zukünftige LEBEN der Schülerinnen und Schüler bedeute“, sieht der Direktor vor allem den Mehrwert in der jetzigen Situation. Die Digitalisierung wird diese Schülergeneration in ihrem Leben wohl auf Schritt und Tritt begleiten. Jetzt lernen wir halt „Digitalisierung“ in „Echtzeit und im Echtbetrieb“, meint Robert Aigner und vergleicht es wie mit dem Erlernen einer Fremdsprache. Das geht auch viel besser, wenn ich es in einem Land lerne, wo nur diese Sprache gesprochen wird, als dort, wo ich in der „Theorie“ darüber von weit weg darüber spreche. Und auch bei Selbstorganisation und Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler ist enorm viel weitergegangen, wiewohl da natürlich die Eltern zu Hause auch enorm gefordert waren und es da ganz unterschiedliche Situationen gibt – je nach Kind (Pubertät, Entwicklungsstand, Charakter) oder auch  nach Unterstützungsleistung und Einstellung der Eltern (Zeitliche Möglichkeiten und heimpädagogische Anleitung der Eltern). Die Eltern waren und sind einfach in dieser Situation enorm gefordert – wohl auch zu Hause eine Lebnsschule für alle! Die Lernzielkontrollen bringen auf jeden Fall mindestens so gute Ergebnisse wie in Normaljahren, sagt der Direktor – auch wenn partiell Abweichungen da sind – aber das ist nicht anders als in normalen Jahren!

Was den Kinder richtig abgeht – und da sieht Robert Aigner das genau gleich wie Katharina Lechner –  das sind auf jeden Fall die Sozialkontakte. Aber auch da ist er überzeugt, dass gerade die „Gemeinschaft“ nachholbar ist und selbst in diesem Schuljahr hat es Zeiten gegeben, wo „sozial“ und in Gemeinschaft gelernt wurde. Die Einstellung zur Schule als Institution ist in jedem Fall enorm besser geworden, ist Robert Aigner überzeugt. Man schätzt Schule wieder – von allen Seiten – die Lehrer als ihren mittlerweile flexiblen Arbeitsplatz, die Eltern auch als Erziehungsinstitution und die Schüler als Ort des Lernens und der Gemeinschaft!

Und jetzt glaubt Dir. Aigner – muss es auch einmal Ferien geben – selbst vom „distance learning“ und anderen Lernformen muss einmal eine Woche Abstand genommen werden, um die Batterien für die Zeit danach wieder aufzuladen. Denn es wird „herausfordernd“ weitergehen, selbst wenn es ab 8.2. mit einem schichtweisen Präsenzbetrieb weitergehen sollte.

Für den heutigen Freitag und das bevorstehende Wochenende darf ich Dir noch mitgeben:

Die Coronazahlen in der Gemeinde gehen aktuell wirklich rasch zurück. Seit einigen Tagen gibt es keine Neuinfektionen mehr und wir stehen aktuell bei „nur“ 5 aktiv Infizierten Personen. Insgesamt waren allerdings bereits über 8% der Bevölkerung infiziert und es ist davon auszugehen, dass einige weitere auch unerkannte Covid-Infektionen hatten.

 

 

Für die am kommenden Mittwoch auch in Ardagger beginnenden laufenden Antigentestungen habe ich gestern speziell auch die Betiebe und deren Mitarbeiter eingeladen. Da besteht sehr hohes Interesse, Clusterbildungen zu vermeiden und das ist auch durch frühzeitiges Erkennen von Infektionen bei Mitarbeitern wichtig! Anmeldung dann bald auf www.testung.at

Auf die Vorregistrierung zur Impfung darf ich Dich nochmals aufmerksam machen. Du kannst Dich unter www.impfung.at registrieren lassen!

Bei der Glasfaser sind mittlerweile gestern auch die ersten Kunden von KRAFTCOM, FONIRA und TELETRONIC im Gemeindegebiet „online“ gegangen. Bitte um Verständnis, dass durch die lange Dauer der Montage des Aktivequpements durch die Fa. LandConnect hier „Staueffekte“ eingetreten sind und jetzt in wenigen Tagen nicht alle wartenden Kunden sofort und gleichzeitig abgearbeitet werden können. Ich hatte dazu gestern einige Diskussionen, weil die Meinung entstanden sei, das läge auf Seiten der Gemeinde. Dem ist nicht so! Die Anbieter- und Providerfirmen haben seit 1.1.2021 genau die gleichen Verträge und die gleichen Bedingungen wie auch alle anderen Anbieter am Netz der Gemeinde Ardagger. Es ist uns bewusst, dass es für viele in Zeiten, wie diesen „drängt“ und ich kann allen versichern, dass wir wie die Löwen an diesem Glasfasernetz arbeiten, weil es uns allen am Gemeindeamt wirklich ein Bedürfnis ist, dass alle ein blitzschnelles kostengünstiges Internet der neuesten Generation haben – und daran arbeiten wir schon seit mittlerweile 7 Jahren! Aber bitte lasst auch die Kirche im Dorf und die Verantwortung dort, wo sie hingehört!

Diese Bandbreite läuft zum Beispiel schon zu einem Kunden am Kollmitzberg über das neue Netz und in den nächsten Tagen dann auch zu allen anderen……!

Abschließend wünsche ich Dir alles GUTE für diesen heutigen Freitag, einen schönen Tag und ein schönes Wochenende!

2 Gedanken zu “Ardagger – Frühstücksnews – Freitag, 22.1.2021

  1. Mein Anschluss funktioniert leider immer noch nicht, meiner Meinung sind zu viele Firmen involviert, wo jeder sein eigenes Süppchen kocht
    und keiner fühlt sich zuständig, organisatorisch ziemlich ein Chaos! Leider!

    1. Ich freu mich auf jeden Fall, dass wir fast 1 Jahr früher als im Ausbauplan vorgesehen schon einen Teil der Siedlung Holzhausen erschließen konnten und nach Einblasen am Montag – zugegebenermaßen nach 2 Missverständnissen zwischen den handelnden Firmen, jetzt trotzdem am Freitag vormittag alles von Seiten der Gemeinde fertig stellen konnten. Ich hoffe, Du bist trotzdem jetzt damit zufrieden und es läuft hoffentlich zufriedenstellend. Alles GUTE mit dem neuen Glasfaseranschluss!

Kommentar verfassen