Ardagger – Frühstücksnews – Donnerstag, 18.3.2021

Die NÖN berichtet in der aktuellen Ausgabe über 1 Jahr Pandemie und hat auf die Situation zu Beginn in Ardagger zurückgeschaut! >> 1JahrCorona-NOEN

 

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Wir können das Wort „Krise“ schon gar nicht mehr hören …. Trotzdem ist sie 1 Jahr nach Beginn immer noch da und geht auch nicht so schnell weg. Und es könnte in diesen Tagen „komplizierter“ nicht sein, wenn man sich die Entwicklungen anschaut: Einerseits wird´s Frühjahr und seit Wochen gibt´s mit zunehmender Tageslänge doch einen leisen Hoffnungsschimmer, dass alles etwas lockerer wird – aber gerade jetzt steigen die Infektionszahlen wieder und >> einige Forscher sprechen sich schon wieder für mehr ZUDREHEN als mehr AUFMACHEN aus, weil ja die Intensivstationen wieder voll werden könnten, sagen sie. Die einzige wirkliche Hoffnung – nämlich die Lösung durch die Impfung ist zwar in der Theorie da weil dort, wo schon geimpft wurde (Heime, Spitalsmitarbeiter usw.) die Fallzahlen auch wirklich rückläufig sind….; Aber es gibt zuwenig Impfstoff, um „durchzuimpfen“ und die >> Diskussion um aktuell gerade Astra Zeneca – morgen vielleicht dann um irgendeinen anderen Impfstoff – demotiviert viele Menschen noch zusätzlich und macht die Menschen skeptisch und lässt sie jetzt lieber noch nicht impfen gehen – später vielleicht…….; Und dann kommt da noch ein Phänomen dazu, dass wir als Gesellschaft und auch als Einzelpersonen geradezu perfektioniert haben – wir wissen sofort, wer schuld ist und schon heben sich die Finger und zeigen ……auf die Ausländer, …..auf die Politiker, …..auf die Wissenschaftler, …..auf die Verwaltung und die Beamten, …..auf die Nachbarn, …..auf jeden Fall auf die ANDEREN. Und das passiert im Kleinen und auch im Großen – im Großen halt noch verstärkt durch die Medien, die selbst dann kritische Auseinandersetzungen über FAKTEN – die übrigens in einer Demokratie notwendiger sind denn je –  noch genüsslich und wohl auch Quoten heischend zum Kleinkrieg zwischen den Diskutanten aufspielen. Und ich nehme da so manche Person der Öffentlichkeit auch gar nicht aus, die diese mediale Möglichkeit sogar noch nutzt um richtig Öl ins Feuer zu gießen und damit vielleicht alte Rechnungen zu begleichen oder was auch immer…….; Beispiele erleben wir da geradezu genug – tagtäglich und in allen Medien nachzulesen.

Was am Ende übrig bleibt: VERUNSICHERUNG, VERTRAUENSVERLUST und ORIENTIERUNGSLOSIGKEIT. Wie wir da rauskommen……? Vielleicht mit einer kleinen Erinnerung an die Ursache: Das PROBLEM ist nicht der Nachbar, der Impfstoff, der politische Mitbewerb oder die EU…… – das PROBLEM ist das VIRUS. Und vielleicht halten wir uns auch eines wieder vor Auge, das uns in all diesen Monaten wohl auch ein wenig aus dem Fokus geglitten ist: Schaffen können wir es nur GEMEINSAM! Und dazu muss jeder auch für sich EIGENVERANTWORTUNG übernehmen und nicht nur die SCHULD bei anderen suchen oder die anderen machen lassen. Insofern gleich ein DANKE an jene 175 Menscnen, die gestern bei unserer Tesstraße vorbeigeschaut haben; DANKE auch an alle, die sich zu einer IMPFUNG auf www.impfung.at angemeldet haben und DANKE auch an alle, die weiter FFP2 MASKE tragen und ABSTAND halten!

In der Gemeinde sind heute übrigens laut aktueller Statistik heute 10 Menschen mit dem Virus infiziert. Täglich sind jetzt in den letzten Tagen wieder Neuerkrankungen dazugekommen.

Damit Themenwechsel und hoffentlich ein positiverer Zukunftsblick. Denn gestern war ich in Wien im Petitionsausschuss des Parlaments eingeladen und durfte dort den Nationalräten das Projekt Minihofladen Stephanshart vorstellen. Es ging um die Diskussion, ob solche Miniläden ein Beitrag zur besseren Nahversorgung der Bevölkerung in ländlichen Gegenden sein können und welche rechtlichen Rahmenbedingungen es dafür braucht. DANKE an NR und Bgm. Kollegen Fritz Ofenauer, der ausgehend von einem ähnlichen Projekt in Neidling dieses Thema im Spitzengremium unserer Demokratie zur Diskussion gebracht hat. Inhaltlich wäre notwendig, die Öffnungszeitenregelung, die für den gewerblichen Handel gilt, in ländlichen Regionen dort zu lockern, wo keine Mitarbeiter im Geschäft stehen – also ausschließliche Selbstbedienungsläden auch 24h und 7 Tage die Woche öffnen zu lassen. Und es müssten auch Ausnahmebestimmungen in der Gewerbeordnung verankert werden. Die Abgeordneten haben die Diskussion übrigens intensiv geführt und den nächsten Schritt, die Einholung weiterer Expertisen, gesetzt. Am Ende sollten solche Miniläden nicht nur landwirtschaftliche Produkte, sondern auch Bäckerwaren oder Fleischerwaren unserer Kleinbewerbebetriebe 24h und 7 Tage die Woche – rechtlich einwandfrei abgesichert – bieten können! Das ist das Ziel!

 

Auch ein weiteres Gesetz, das ich hier schon einige male zum Thema gemacht habe, nimmt nun seinen Weg: Das Erneuerbaren-Gesetz zum Ausbau der erneuerbaren Energieträger hat am Dienstag den Ministerrat positiv passiert und geht jetzt in die parlamentarische Diskussion. Also alle, die schon an eine Energiegemeinschaft gedacht haben – jetzt wird´s dann schön langsam ersnt, >> denn der gesetzliche Rahmen nimmt Gestalt an.

Hast Du schon von „Windvibratoren“ gehört. Ein spanisches STARTUP will Windstrom auf diese Art erzeugen. Eine vielleicht vorerst „witzige“ Idee aber es dürfte – zumindest in kleinem Rahmen – funktionieren. >> Hier der Bericht im STANDARD dazu.

Abschließend darf ich Dich schon heute wieder auf unsere Liste der Wirte und Heurigen aufmerksam machen, wo Du für´s Wochenende aber auch sonst >> Dein Essen bestellen kannst. Und morgen am FREITAG findet wieder unser >>ARDAGGER WOCHENMARKT statt. Einfach mal vorbeischauen.

Ich wünsche Dir noch einen schönen TAG, viel Eigenverantwortung und ich hab nochmals über die Finger nachgedacht, mit denen wir immer auf andere zeigen. Da gibt´s doch auch die Weisheit, die besagt, dass ja  immer 4 Finger auf einen selbst zurückzeigen……; Alles GUTE!

4 Gedanken zu “Ardagger – Frühstücksnews – Donnerstag, 18.3.2021

  1. Hallo Hannes – sehr guter Bericht -er spricht mir aus der Seele. Obwohl man ja zur Zeit fast nicht außer Haus kommt, macht mir die aufblühende zwei-Klassen- gesellschaft und die Gehässigkeit unter den Mitmenschen große Sorgen.

  2. Herr Bürgermeister, ich muß Ihnen zum heutigen Artikel über CORONA und den DISKUSIONEN über Verhaltensweisen so mancher Bürgerinnen und Bürger, sowie über Impfungen gratulieren! Auch ich glaube mit mehr EIGENVERANTWORTUNG von allen Bürgerinnen und Bürgern könnten wir dieses Virusproblem viel leichter in den Griff bekommen und nicht mit SCHULDZUWEISUNGEN auf andere!
    Liebe Grüße aus Neumarkt
    Hans Hierner

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