Ardagger – Frühstücksnews – Freitag, 19.3.2021

Standort der Mittelschule in Ardagger – Mitten in der Gemeinde

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Die Mittelschulen verlieren österreichweit Schüler, >> schreibt heute der Kurier und >> berichtet auch in einem Podcast. Für unsere Mittelschule in Ardagger gilt genau das Gegenteil: In den letzten 10 Jahre sind die Schülerzahlen bei uns sogar um über 25% – in absoluten Zahlen um insgesamt 31 von damals 121 Schüler auf heute 152 Schüler angestiegen. Natürlich besuchen Kinder aus Ardagger auch die AHS in Amstetten aber die „Mähr“, die immer noch erzählt wird, dass die Schulwahl für alle „Gescheiten“ einfach nur vom Ziel Matura zu machen, bestimmt wird, ist meiner Meinung nach schon lange nicht mehr richtig. Richtig ist vielmehr, dass Schulen geschätzt werden, die sich umfassend um die Ausbildung der Kinder kümmern, die auch eine Gemeinschaft bilden, in der sich die Kinder wohl fühlen und die auf´s Leben in alle seinen Facetten vorbereiten. Und dazu zählen nicht nur Wissen, sondern auch der Umgang, die Persönlichkeit und selbstverständlich auch die Möglichkeiten, die sich mit der Mittelschule für die jungen Menschen auftun. Und diese Möglichkeiten sind breitest gefächtert: Schon während der Mittelschulzeit sind es kürzere Wege für die Schüler, ist es die Einbindung in örtliche Vereine wie beispielsweise beim Sport oder bei der Musik, die das Hineinwachsen ins Ortsleben in der eigenen Mittelschule begünstigen. Und nach der Mittelschule steht eine breite Palette von Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung, die nicht nur mit Wissen abschließen sondern auch mit Praxis und breiter Lebenserfahrung den Weg zur Matura – zum Master oder schließlich auch zum Meister ermöglichen. Und da erfährt gerade die Lehre im Anschluss an die Mittelschule heute wieder immer mehr Zulauf: HANDWERK hat goldenen Boden ist eine alte Weisheit, die sich gerade jetzt wieder bewahrheitet. Handwerker in vielfältigsten Branchen – vom EDV Techniker und Informatiker bis hin zum Tischler – sind enorm gesucht und diese Berufe, die in er Mittelschule ihre Grundlage haben, sind auch enorm erfüllend, kreativ und man verdient auch gutes Geld dabei. Ich bin der Meinung, dass es möglicherweise eher ein städtisches gesellschaftliches Problem ist, dass Mittelschulen österreichweit mehr Schüler verlieren denn gewinnen. Ich bin nicht nur wegen der Schülerzahlenentwicklung stolz auf unsere Mittelschule sondern vor allem auch wegen der „Lebensgeschichten“ und „Karrieren“, die die Absolventinnen und Absolventen unserer Mittelschule in Ardagger hinlegen: Da sind Direktoren dabei, Meister, Unternehmerinnen und Landwirte, hoch spezialisierte EDV Techniker oder Mechaniker, Gesundheits- und Krankenpfleger und auch Ärzte – am Ende auf jeden Fall Menschen, die – egal wo – einfach mitten im Leben stehen. Gratulation an unser gesamtes Schulteam, das unserer wirklich attraktiven Mittelschule diesen großartigen „Spirit“ geben!

 

 

Unser EMIL hat es übrigens auf die Titelseite der Bezirkblätter geschafft. Jeden TAG eine GUTE FAHRT schreibt die Zeitung und lehnt sich dabei an den Spruch „Jeden Tag eine GUTE TAT“ an und das ist beim EMIL auch wahrlich der Fall, denn alle Fahrten werden von Freiwilligen und völlig unentgeltlich geleistet. Herzlichen DANK wieder einmal dafür. Der EMIL steht übrigens auch DIR zur Verfügung. Informier Dich unter http://www.ardagger.gv.at/emil und mach als FAHRER mit oder werde MITFAHRER! Unser EMIL freut sich auf DICH!

 

Unsere Leerflächen- und Leerstandsinitiative wird demnächst starten, wie DU vielleicht schon in der aktuellen Gemeindezeitung gelesen hast. Das Ziel ist: Es muss uns in Zukunft stärker gelingen, bestehende Häuser oder Leerflächen, vielleicht auch „Hintausflächen“ und Grundstückseinschlüsse in bestehenden Siedlungen für die Bebauung zu nutzen  bevor immer nur NEU ins Grüne hinaus gebaut wird! Natürlich wird´s den Neubau in einer dynamischen Gemeinde wie bei uns auch weiter geben, da mache ich mir keine Illusion und da habe ich auch tagtäglich genug Anfragen von Gemeindebürgerinnnen und Gemeindebürgern und auch die Entwicklung größerer Infrastrukturen wird in einer Gemeinde wie Ardagger notwendig sein, aber es muss im Rahmen bleiben und wir müssen stets auch über Alternativen und dichtere Bauformen oder Nutzung von Altbeständen nachdenken. Damit aber junge Menschen auch in einer Zeit, wo wir Ressourcen sparen wollen, weiterhin ihren idealen Wohnraum  und ihr zukünftiges Eigentum finden können braucht es die Möglichkeit, auch bestehende Liegenschaften verstärkt zu nutzen. Es braucht konkret die Diskussion, ob die Kinder nicht vielleicht doch daheim ausbauen, anstatt ein eigenes Haus in der Siedlung zu errichten und es braucht das Gespräch darüber, ob das „Erbstück“ – die vielleicht schon 40 Jahre leer stehende Bauparzelle inmitten einer Siedlung – vielleicht doch jungen Menschen für ihre Eigentumsschaffung weitergegeben wird. Und es ist auch sinnvoll, die seit Jahren nicht genutzte Reservewohnung nun doch einmal zu vermieten. Und im Alter könnte das Umziehen in eine betreute Wohnform und die Gleichzeitige Weitergabe einer Altliegenschaft an jüngere Thema sein! Schließlich müssen wir alle die Augen gleich vor unserer Haustür aufmachen und auch kreativ überlegen, ob nicht die eine oder andere Fläche im Orts- und Siedlungsbereich „verdichtet“ werden kann und auch für eine moderne Wohnnutzung möglich wäre. Wir wollen mit der Leerstandsinitiative nicht verpflichten und nicht „angreifen“. Wir wollen vielmehr Möglichkeiten und Perspektiven aufzeigen und Nutzen bringen aber nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen. Wir wollen einfach konkret darüber reden, anstatt nur zu sagen, dass es halt so sein sollte, Ressourcen zu sparen. Sicher kein einfaches Projekt, sicher auch keine einfachen Diskussionen aber besser angehen als laufen lassen. In diesem Sinn darf ich Dir heute ein erstes  Infoblatt weitergeben, das Stefan Lettner – ein erfahrener Leerstandsentwickler – der die Initiative bei uns begleiten wird, zusammengefasst hat. Du wirst von der Initiative sicher bald wieder hören und vielleicht sprechen wir auch Dich als Liegenschaftsbesitzer konkret für „innovative“ Lösungen und Gedanken an. Ich freue mich schon auf einen spannenden Diskurs, der uns sicher allen „nahe gehen wird“, wenn er gelingen soll. >> DER ORF hat das Thema übrigens gestern auch in ECO aufgegriffen. >> Du kannst den Beitrag hier nochmals NACHSCHAUEN.

 

Abschließend vor dem Wochenende wieder die schon bekannten Hinweise:

  • Bitte morgen am Samstag, den 20.3. wieder testen gehen. Unsere Teststraße in Stift Ardagger im Pfarrheim ist von 08.00 bis 11.00 Uhr offen.
  • Und bitte gleich >> bei unseren Wirten ESSEN bestellen, wenn Du am Wochenende gut versorgt sein willst.
  • Und ab sofort kannst Du jetzt auch wieder Deinen Strauchschnitt zu unserem Sammelplatz hinter dem Sportplatz bringen. >> BITTE beachte die REGELUNGEN!

Ich wünsche Dir alles GUTE für Dein Wochenende und heute noch einen schönen TAG.

 

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