Ardagger – Frühstücksnews – Dienstag, 22.6.2021

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Mit einem Werbebild einer Google Abfrage über „Feuchttücher“, darf ich die heutigen Frühstücksnews am Dienstag beginnen und keine Sorge: Ich bin hier nicht in die Werbebranche umgestiegen. Ich hab hingegen die gegenteilige Bitte: Verwende solche Tücher möglichst gar nicht! Denn in den Anlagen der Kanalisation der Gemeinde Ardagger finden wir immer wieder Dinge, die dort nicht hingehören. Neben rund 5t Schottermaterial und Fremdstoffen pro Jahr sind es vor allem diese synthetischen Hygienetücher, die uns große Probleme machen. In regelmäßigen Abständen verlegen sie die Pumpen, die dann mit großem Aufwand zerlegt und gereinigt werden müssen oder dadurch auch in ihrer Lebensdauer begrenzt sind. Manche synthetischen Stoffe und Fasern dringen auch in die Ritzen der Lager ein und reiben diese dann auf. Jede und Jeder kann dazu beitragen, dass das nicht so ist, wenn auf Feucht- und Hygienetücher am WC und überall dort, wo sie später in die Kläranlage gelangen könnten, verzichtet wird und diese zumindest nicht in die Kanalisation gelangen. Der Umweltschutz beginnt hier beim Einkauf! Pumpen, die verlegt sind, schauen dann übrigens so aus:

 

Seit gestern wurde nun aufgrund der Trockenheit von der BH Amstetten eine Waldbrandverordnung veröffentlicht. „Auf Grund der warmen und trockenen Witterung ist in den Waldbeständen des Verwaltungsbezirkes Amstetten bereits eine sehr starke Austrocknung eingetreten.“ schreibt die Behörde darin. „Im Sinne der forstgesetzlichen Bestimmungen liegt daher eine besondere Waldbrandgefahr vor …..; In den Waldgebieten des politischen Bezirkes Amstetten sowie in deren Gefährdungsbereichen ist jegliches Feuerentzünden und das Rauchen v e r b o t e n. Der Gefährdungsbereich ist überall dort gegeben, wo die Bodendecke oder die
Windverhältnisse das Übergreifen eines Bodenfeuers oder das Übergreifen eines
Feuers durch Funkenflug in den benachbarten Wald begünstigen.“ >> BITTE um BEACHTUNG!

Zwei aus Ardagger stammende Persönlichkeiten haben kürzlich den Papst-Leo-Preis für Verdienste um die Katholische Soziallehre erhalten! Es sind dies die aus Kollmitzberg stammende Zwettler Ordensfrau Sr. Karina Beneder und der St.Pöltner Betriebsseelsorger Josef Gruber, der aus Stephanshart abstammt. Herzliche Gratulation zu diesen Auszeichnungen. >> den ausführlichen Bericht dazu kannst Du auf ORF.AT hier nachlesen!

Das Fest der DIAMANTENEN Hochzeit haben gestern Maria und Alois Walter aus Stephanshart mit einer persönlichen Einladung bei sich zu Hause in Stephanshart gefeiert. Ich darf mich hier nochmals für die Gastfreundschaft bedanken aber auch für das langjährige Wirken und Mitwirken beider im Stephansharter Ortsleben. Alois Walter war zudem auch jahrelang Kommandomitglied bei der FF in Stephanshart und hat mit seiner handwerklichen Geschicklichkeit nicht nur viele Fahrzeuge repariert sondern stets auch geholfen, wo Not am Mann war. DANKE nochmals und vor allem viel Gesundheit wünsche ich und haben gestern auch Pfarrer Mag. Gerhard Gruber und Ortsvorsteher Ludwig Auer dem Jubelpaar gewünscht.

Ebenfalls gestern gab´s eine erste Vorinformation des VOR an die Bürgermeister/innen und Mobilitätsgemeinderäte über eine neue Buslinienausschreibung für unsere Region. Dabei soll dann ab 2023 ein neues System erstmals eingesetzt werden, das fixe Buslinien mit einem flexiblen Haltestellensystem kombiniert. Die Details sind dann Teil der Ausschreibung, die demnächst an die Busunternehmungen starten wird. Wichtig für die Bürger wird sein, dass der immer mehr gefordeten Flexibilität der Bussysteme auf jeden Fall Rechnung getragen werden soll, dass umgekehrt aber unnötige Linien, die kaum von Fahrgästen beansprucht werden, auch aufgelassen werden. Digitale Möglichkeiten der Fahrtorganisation sollen verstärkt dabei helfen, das zu ermöglichen.

Erste Zwischenergebnisse gibt´s nun von der Leerstandserhebung in der Gemeinde. Du weisst, dass wir zur Schaffung von Wohnraum in alten Häusern und zur Mobilisierung von unbebauten Bauparzellen seit längerem einige Initiativen setzen. Das Ziel ist es, einerseits den jungen Menschen auch ihr Eigenheim zu ermöglichen, gleichzeitig aber den Neubodenverbrauch zu reduzieren und dafür noch stärker Altobjekte zu nutzen, leere Bauparzellen zu bebauen und und innerörtliche Verdichtungen zu schaffen. Die ersten Zahlen aus der Gemeinde dazu zeigen:

  • Es gibt aktuell in unserer Gemeinde Ardagger 28 vollständig leer stehende Häuser, die sich im Privatbesitz befinden, aktuell aber gar nicht bewohnt werden. Eine Verkaufsabsicht der Besitzer besteht bei diesen Häusern nicht bzw. hindern aus Sicht der Besitzer vielfältige Gründe die Weitergabe an junge Menschen.
  • 82 Bauparzellen im Privatbesitz, die vollständig gewidmet und aufgeschlossen sind,  stehen ebenfalls dem Markt nicht zur Verfügung. Zumeist handelt es sich um „Altwidmungen“, wo damals vor 30 oder 40 Jahren keine Bauverpflichtungen auferlegt worden sind oder Parzellen in Siedlungsinnenlage. Ebenfalls Bauparzellen, die jungen Häuslbauern nicht zur Verfügung stehen, weil sie aktuell von den Privatbesitzern nicht verkauft werden.

Eine zukünftig  weitere Herausforderung stellen wohl – zumeist alte – Bestandsobjekte dar, die früher von vielen Personen bewohnt waren, wo jetzt aber nach Wegzug der „Jungen“ oder wenn keine Jungen nachkommen, auf überdurchschnittlich großer Fläche wenige Menschen wohnen. Derartige Häuser sind natürlich kein Leerstand. Aber diese Häuser bieten – bezogen auf moderne Wohnbedürfnisse – zumeist eine ganz schlechte Flächenausnutzung und sind nur mit sehr viel Aufwand umbaubar. Und deren Zahl ist nicht gering!

Im Rahmen des Projektes „Leerstandserhebung“ wird sich der von uns beauftragte Projektleiter nun in den kommenden Wochen und Monaten zunächst an die Besitzer von Leerstandshäusern und Leerstandsparzellen wenden und das Angebot zu einem persönlichen Gespräch machen. Es soll dabei auch abgefragt werden, was Leerstandsbesitzer motivieren könnte, ihre Objekte auch für junge Menschen freizugeben oder ob es Rechtskonstruktionen gäbe, die es Jungen besser ermöglichen würde, Altobjekte abzureissen oder um- und auszubauen. Herzlichen DANK schon jetzt, dass wir hierzu auf die Hausbesitzer zukommen dürfen!

Alles GUTE für den heutigen Tag und viel Erfolg am Deinem Dienstag den 22.6.2021!

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