Ardagger – Frühstücksnews – Dienstag, 18.1.2022

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Die Landjugend Stephanshart macht heute den Beginn in den Frühstücksnews: € 1.500,– haben die Jugendlichen aus verschiedenen Aktionen für die Tagesbetreuungsstätte für Menschen mit Behinderung gespendet und damit nicht nur viel Freude gemacht, sondern auch richtig geholfen. Denn für Ausstattungen, Pflege- und Betreuungshilfsmittel oder auch Nachschaffungen bei den Bussen ist immer enormer Bedarf. Herzlichen DANK den Jugendlichen für diese großartige Unterstützung!

 

Vielleicht eine „Notiz“ dazu noch: Gerade in der Pandemie war in der Tagesbetreuungsstätte in den letzten knapp 2 Jahren größte Sorge wegen Corona angebracht. Eine rigorose Test- und Impfstrategie, die hier von der Verwaltung für alle verordnet wurde, hat die Einrichtung bislang sehr gut durch die Pandemie gebracht. Gratulation dazu auch, denn das war nicht immer leicht durchzusetzen, hat aber letztlich gewirkt!

Am Kollmitzberg laufen auch Vorbereitungen für eine weitere Baustelle: In der Siedlung Holzhausen soll demnächst mit den Bauarbeiten für die Wasserleitungsverbindung und die Stromverbindung in das neue Siedlungsgebiet Holzhausen III begonnen werden. Dazu wird es erforderlich sein von der Abzweigung der Landesstraße in die Siedlung Holzhausen beim Müllplatz bis zum Dorfstadl eine Grabung durchzuführen. Ich darf die Anrainer jetzt schon um Verständnis bitten. Aktuelle Begehungen haben den Hintergrund noch die optimale Trasse zu finden.

Gestern war wieder Tag der „Videokonferenzen“. Sehr wohl zu Gemeindethemen aber auf Ebene der Interessensvertretung  – also des NÖ.Gemeindebundes.  Die Sozialpartner haben da einerseits österreichweit zu einer Veranstaltung über den von ihnen geforderten „Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung“ geladen. Seitens des NÖ.Gemeindebundes habe ich versucht aufzuklären, dass wir 100% zu einem weiteren Ausbau der Betreuungseinrichtungen stehen, dass wir aber einen Rechtsanspruch, der in Deutschland schon Klagen auf Verdienstentgang bei Bürgern zeitigt, ablehnen. Wenn Leistungen der öffentlichen Hand vor Gericht nur mehr erstritten werden müssen und wir dafür auch noch die Voraussetzungen schaffen, dann kann das doch nicht unser Verständnis eines dienstleistenden Staates, der sich demokratisch weiterentwickelt, sein. Am Beispiel Kinderbetreuung: Das braucht keinen Rechtsanspruch, sondern österreichweit einen Infrastruktur-Ausbauplan, der mittelfristig „Flächendeckung“ garantiert und sich auch immer wieder den im Lauf der Jahre ändernden Bedürfnissen anpasst.

Und dann ging´s auch noch um eine weitere Infrastruktur – die Glasfaser. Was bei uns in Ardagger schon zu 80% realisiert ist, ist in anderen Gemeinden noch bei „0“ und wie wir es NÖ.weit auch dort schaffen, die Telekommunikations- und Infrastrukturunternehmungen zum Ausbau zu bewegen, das war Teil einer anderen Videokonferenz mit Vertretern des Breitbandbüros in Niederösterreich. Gerade im Hinblick auf grosse Fördermittelsummen, die ab Februar/März dieses Jahres seitens des Bundes zur Ausschreibung gelangen werden, geht´s jetzt um die beste Strategie, wie sich die Gemeinden rüsten, um die Mittel auch zum Ausbau bei ihnen zu lenken.

In diesem Zusammenhang ist auch verständlich – und vielleicht hast Du´s schon gesehen – wieso ich im Neujahrsausblick mit unserer Landeshauptfrau vorige Woche auch vor allem das Thema Infrastrukturausbau für unsere Gemeinden in Niederösterreich für die Zeit nach der Pandemie so stark in den Fokus gerückt habe – und da geht´s um Glasfaserinfrastruktur genauso wie um soziale Infrastrukturen in unseren Gemeinden in Niederösterreich ….:

 

Und weil ich heute schon ein paar grundsätzliche Themen, die uns auch finanziell-organisatorisch in Verantwortung für die Gemeinden und dieses Land bewegen, angeschrieben habe, habe ich mir auch die Frage „Kosten der Pandemie“ kürzlich vorgenommen und einfach einmal die Kosten für´s Impfen im Vergleich zum Testen überschlägig nachgerechnet (vorerst hier keine wissenschaftlichen Annahmen aber mal zur Diskussion): Eine Impfdosis – je nach Hersteller – kommt auf ca. €12,–; Dazurechnen muss man noch die Verabreichung. In Summe (Impfdosis und Verabreichung zusammen) um die € 30 bis €35,–/Impfung. Ein PCR Test kostet im „Pooling“ – also wenn gleich mehrere Tests gemeinsam ausgewertet werden können – auch um die € 35,–/Testung. Bei einer „Einzelprobe“ belaufen sich die Kosten auf rund € 65,– bis 70,–/PCR Test. Sowohl bei der Impfung als auch bei der Testung kommen dann noch gewisse „Overheadkosten“ dazu. Jetzt geht es aktuell sicherlich nicht darum die „Impfung“ gegen die „Testung“ auszuspielen, weil in Zeiten wie jetzt mit OMIKRON auch bei Geimpften immer wieder dazu getestet werden sollte. Eine reine Teststrategie kostenmäßig gegen eine Impfstrategie aufgerechnet würde aber bedeuten, dass bei Impfungen (zum Beispiel alle 6 Monate) ca. € 30,– bis € 35,–/Impfung und Person anfallen. Bei einer umfänglichen Testung bis zu 3x/Woche (um im 72h Rythmus die aktuelle Gültigkeit zu erfüllen) würde dies im halben Jahr € 2.520,– im „Pooling“ und fast doppelt soviel, wenn in den Labors wegen häufiger Krankheitsfälle nicht „gepoolt“ werden könnte, ausmachen. Die gratis Coronatests (PCR und auch Antigentests inbegriffen) kosteten dem Staat im Jahr 2021 übrigens € 1,8 Mrd >> schreibt der KURIER. Und bis Ende März 2022 ist diese „Finanzierung durch den Bund“ auch weiter zugesagt. Dann ist neu zu evaluieren und auch neu zu verhandeln. Angesichts dieser Zahlen ist die Diskussion, ob Testungen in allen Bereichen weiter gratis sein sollten, wohl aus Steuerzahlersicht verständlich. Aus Sicht einer sinnvollen und Pandemie beschränkenden Art und Weise muss sie noch geführt werden!

 

Damit habe ich wohl auch heute wieder die Kurve zu Corona geschafft und darf Dir noch die aktuellen Zahlen aus Ardagger liefern – die Zahlen steigen deutlich:

Damit noch zu allgemeinen und interessanten Infos zu Corona:

  • Über den Zeitpunkt zum „Übergang der Coronapandemie zur Endemie“ >> wird auf ORF.AT eine WHO Wissenschafterin zitiert. Noch sei es nicht soweit
  • In deutschland ist der „Genesenstatus“ jetzt reduziert worden. Während er in Österreich 6 Monate gilt, gilt er in Deutschland nur mehr 3 Monate >> liest Du auf ORF.AT Hintergrund sei, dass aufgrund der vorherrschenden Omikron-Variante ein sehr viel größeres Risiko bestehe, nach dieser Zeit zu erkranken oder Überträger zu sein. Die vorherige Zeitspanne von sechs Monaten habe gegolten, solange man vor allem mit der Delta-Variante umgehen musste, sagt das Robert Koch Institut dazu.
  • Und ebenfalls auf ORF.AT liest Du, dass die Pandemie bei Vielen den Wunsch nach einem Jobwechsel verstärkt. Damit ist am Arbeitsmarkt nicht nur für PErsonalmangel, sondern im Jahr 2022 sicherlich auch für viel BEwegung gesorgt >>schreibt ORF.AT

Abschließend noch ein kleiner „digitaler Leckerbissen“: Seit einigen Tagen gibt´s die Frühstücksnews auch auf TikTok. Du kennst das nicht oder glaubst vielleicht, dass man dort nur „tanzt“…..? Schau´s Dir einfach an 🙂 – es ist der Versuch, die täglichen Infos in maximal 1 Minute aufzubereiten und sie damit auch einer neuen Leserschar zugänglich zu machen. Ich freu mich übrigens auf „positiv-kritische“ Rückmeldungen zu der Art und Weise, wie das gemacht ist, denn Weiterentwicklung und Veränderung in einer Zeit, die nie stillsteht – das ist wohl unser aller Sinn. >> hier zum Anschauen! Ach ja und wenn Du keinen TIKTOK Account hast, dann kannst Du die Kurzvideos auch auf Instagram nachschauen. Und wenn Du gar keinen solchen Account hast, dann das gestrige Video hier einfach direkt zum „Anklicken“. Es war übrigens MONTAG :-); Alles GUTE für Deinen heutigen TAG!

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