Ardagger – Frühstücksnews – Mittwoch, 19.1.2022

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Die gestrigen Frühstücksnews haben zum Thema „Impfen und Testen“ zahlreiche Diskussionsbeiträge auf facebook, wo ja der link zu diesen Frühstücksnews auch täglich ausgespielt wird, ausgelöst. Herzlichen DANK für jeden einzelnen Kommentar – umso mehr, weil wir uns ja auch fast alle persönlich kennen und sich da keine und keiner mit der Anonymität des Internets schützt (ich hier übrigens auch nicht), sondern alle auch mit voller Überzeugung ihre Meinung offen legen. Auslöser für die teils sehr heftig geführte Diskussion war wohl meine Wortwahl bei der „Rechenaufgabe“, die nicht nur als Kostendarstellung, sondern als „Gegenüberstellung von IMPFUNG und TESTUNG“ empfunden wurde. Für das offen lassen dieser „Interpretationsmöglichkeit“ möchte ich mich ausdrücklich entschuldigen. Und das vor allem deswegen, weil ich hier wohl „Emotionen“ ausgelöst habe, die mir in ihrer „Dimension“ erst in 2 darauf folgenden sehr ausführlichen Telefonaten mit lieben und sehr reflektierten Menschen bewusst wurden. Ich habe bei beiden Telefonaten deutlicher als je zuvor erfahren, dass sich diese Menschen inkl. ihrer ganzen Familien wegen Corona in absoluten Veränderungssituationen befinden (Job, Ausbildung usw.). Ich habe erfahren, dass die Coronabewältigung, speziell die Impfpflicht, einen Teil ihres Freundeskreises auf den Kopf gestellt hat und Freundschaften auch zerbrochen sind. Sie haben mir erzählt, dass für sie ganz persönlich Teile der getroffenen Maßnahmen der Pandemiebewältigung auch intellektuell nicht erklärbar sind (speziell der Umgang mit dem Antikörperstatus) und sie auch persönlich mit ihrem Körper Erfahrungen gemacht haben, die anachronistisch zu anderen Krankheits- und Ansteckungsverläufen sind. Und ich habe erfahren, dass sie sich generell enorm unter Druck gesetzt fühlen und von der Gesellschaft im wahrsten Sinne des Wortes alleingelassen. Wobei dieser empfundene Druck mittlerweile auch psychisch in einem Ausmaß belastend ist, der Gedanken weckt, die man im „normalen“ Leben nie hätte. Bevor ich weiterschreibe auch zur Klarstellung: Diese Personen sind nicht unter denen, die gestern auf fb kommentiert haben…. und diese persönlichen Situationen können auch nicht für alle Personen, die unter den aktuellen Maßnahmen „leiden“, verallgemeinert werden. Aber gerade diese „enorme psychische“ Belastung, die mir da offenkundig wurde und die eigentlich so schwer greifbar ist, wenn man Dinge nur „rechnet“, die hat mich gestern auch ratlos zurückgelassen. Und genau deswegen schreibe ich das heute, weil ich selbst daraus wieder gelernt habe, mit Worten sehr vorsichtig umzugehen. Und mit der gestrigen Erfahrung bitte ich auch Dich, bei jeder Diskussion, die wir da in den nächsten Wochen und Monten noch führen – und auch egal wie sie ausgeht und auch wenn Entscheidungen auf einer noch so demokratischen „Mehrheitsbasis“ stehen – dass wir die Wertschätzung für „alle“ Menschen dabei nie verlieren. Ich werde mich in diesem Blog weiter darum bemühen!

Und damit noch zu den heutigen Coronazahlen:

Im übrigen „Gemeindeleben“ ein Bild von der Baustelle LWL und Wasserleitung in Stift Ardagger, Pfaffenberg, wo bereits wieder fleissig weitergearbeitet wird und ein Hausanschluss um den anderen hergestellt wird. Bitte um Verständnis für die dadurch bedingten Teilsperren der Strasse.

 

Und dem Ziel dieses Blog´s entsprechend darf ich heute wieder einmal zu unterschiedlichsten Themen – auch über die Gemeinde hinaus – wieder Informationen weitergeben, die vielleicht unser aller Horizont erweitern, uns aber auch auf „Veränderungen“ aufmerksam machen, die wir vielleicht noch mitgestalten können und unsere wertschätzende Diskussion darüber „anspornen“:

Ich wünsche DIR für heute noch einen schönen TAG mit vielen wertschätzenden Momenten und Menschen, auf jeden Fall mit SONNENSCHEIN, der sich ja schon abzeichnet in aller Füh und mit viel LEBENSFREUDE!  Alles GUTE an diesem heutigen Mittwoch, den 19.1.2022!

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