Ardagger – Frühstücksnews – Dienstag, 8.2.2022

Sg. Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Am vergangenen Sonntag bin ich in der Stephansharter Kirche gesessen und Du kennst vielleicht diesen Blick auf das überlebensgrosse Relief an der Wand. Die Sonne hat da bei den bunten Kirchenfenstern reingeschienen und alles in dieses prächtige Farbenspiel getaucht. Und es ist oft so, wenn verschiedene Eindrücke zusammenkommen – Du kennst das sicher – dann hat man so ein Gesamtgefühl…….; Ich hatte an diesem morgen in der Kirche das Gefühl: „Jetzt wird´s BESSER!“ Aber es ist nicht nur das Bild, sondern auch die Fakten, die mir sagen: Jetzt wird´s besser, denn die Pandemie schwächt sich ab und stagniert. Ich treff immer mehr Menschen, die jetzt ihre Routineoperationen machen können (grauer Star, Hüftgelenk oder irgendein Gewächs, das entfernt werden muss)  – also in den Spitälern geht´s wieder in Richtung Normalbetrieb. Es sind Energieferien und viele sind auch auf den Pisten unterwegs, die Menschen „trauen“ sich auch wieder raus und zunehmend haben die Menschen einen „Umgang“ mit der Pandemie gelernt. Und irgendwie habe ich auch den Eindruck, dass  wieder was „angepackt“ wird. Nicht mehr alles dreht sich um dieses „eine Thema“, sondern es gibt auch noch was anderes über das man am Mittagstisch, mit Freunden oder Bekannten reden kann………….;

Aber irgendwie kennst DU das auch, dass einem dann ein Bild nicht aus dem Kopf geht und man auch immer wieder daran denkt und so war es auch mit diesem „bunten Bild von der Kirchenwand“. Und ich hab mir in den letzten beiden Tagen immer wieder einmal gedacht: „Was ist jetzt wirklich – können wir es überhaupt realisieren, dass es BESSER wird oder haben wir gewisse „Routinen der Pandemie“ lieb gewonnen und uns daran gewöhnt, in unserem kleinen Kreis, in unserer „Blase“ unser Leben, unsere Diskussionen zu führen? Ist es vielleicht ganz angenehm, dass wir da in unserer Meinung nicht „gestört“ werden….; Oder: Wollen wir überhaupt noch am Sonntag in die Kirche und danach zum Wirt, um nur ein Beispiel zu nennen. Muss es wieder sein, dass am Abend ein Termin um den anderen stattfindet? Muss es wieder sein, so „verpflichtet zu sein“ – oder ist es eigentlich ganz gut, dass es lockerer und freier geworden ist – könnte das nicht so bleiben……..?;

Ich möchte das heute und hier gar nicht ausdiskutieren, sondern einfach nur auf eines aufmerksam machen, was mich gedanklich umtreibt: Nämlich, ob wir wieder „Gemeinschaften“ in unseren Dörfern erleben werden, wo wir zusammensitzen, mit veschiedensten Menschen unterschiedlichster Meinungen plaudern und uns austauschen und sie auch akzeptieren können, oder ob jeder in seiner eigenen Welt (in seinem Zu Hause und in seiner „Blase“) bleiben wird. Und ich stell mir die Frage: Was müssen wir tun, um nicht nur die Regeln zu lockern – und die werden mit 19.2. für alle wieder sehr viel ermöglichen (es kommt 3G) – sondern was müssen wir tun, um auch unsere Einstellung wieder zu lockern, uns auszutauschen und einfach wieder „über gedankliche Grenzen hinweg“ zusammenzukommen? Ich persönlich glaube, dass es dazu wieder Gelegenheiten braucht und habe gestern spontan verschiedene Musikgruppen, Einzelmusiker und Interpreten angeschrieben und sie gefragt: „Würdest Du einfach einmal eine Probe beim Wirt machen?“ Es geht nicht um ein Konzert und nicht ums beste Spiel, sondern einfach um eine Gelegenheit, wieder fortzugehen, die wir den Menschen gerne schaffen sollten, um uns auch wieder daran zu gewöhnen, zum Wirt zu gehen,  nicht nur was abzuholen, sondern gut zu essen und so nebenbei  Menschen zu treffen, die wir vielleicht schon länger nicht gesehen haben…..; Die ersten Rückmeldungen waren sehr positiv zur „Initiative AUF-TAKT“ und jezt laufen mal überall „Gedanken“ und „Überlegungen“ ob und wie das funktionieren könnte. Wenn´s soweit ist, dann schreib ich´s auf jeden Fall hier und lade Dich ein…….; Aber egal was wir machen, was jemand organisiert und welche Gelegenheiten auch immer geschaffen werden, es braucht auch persönlich das Zugehen auf andere, das Herausgehen aus den Gewohnheiten der lezten 2 Jahre – vorsichtig – eh klar, aber bestimmt und dann …. ja dann, da bin ich sicher – dann wird´s wirklich BESSER!

Damit nach einem „philosophischen“ Exkurs zurück zur REALITÄT: Die Baustelle Glasfaser und Wasserleitung in der PFaffenbergsiedlung geht voran. DANKE allen Anrainern, die großes Verständnis für die Baustelle haben!

In Stephanshart habe ich mir kürzlich eine Bachumlegungsmaßnahme in der Empfinger Au angeschaut, die wirklich gut gelungen ist und die wir im vorigen Frühsommer gemacht haben. Die Natur hat schon fast alles wieder „rückerobert“ und der Wasserablauf konnte auch deutlich verbessert werden:

Das österreichische Bundesheer – Kaserne Amstetten – hat sich gestern gemeldet und angekündigt, dass sie am Mittwoch, den 27.4. eine Angelobung für ihre Rekruten (ca. 250 – ET Frühjahr) bei uns in Ardagger machen wollen. Wir schauen noch, welcher Ort dafür am besten geeignet ist und ich freue mich, wenn Du den Termin vielleicht sogar schon vormerkst!

Abschied müssen wir leider auch wieder von 2 bekannten Menschen nehmen: Heinz Zarl und Alois Jäger. Beide sind nicht aus der Gemeinde, aber waren weithin bekannt, weil sie ehemals auch Bürgermeister in ihren Gemeinden Zeillern und St.Georgen/Ybbsfelde waren und auch vieles bewegt und vorangetrieben haben. Der Altbgm. aus Zeillern – Heinz Zarl – war zusätzlich auch noch seit Jahren bei uns im Minihofladen in Stephanshart engagiert und hat auch bei veschiedenen Hobbyausstellungen in unserer Gemeinde immer wieder mitgemacht. Herzlichen DANK beiden für ihr Lebenswerk, das sehr viel auch in der Öffentlichkeit und für die Öffentlichkeit da war:

   

Dann, wenn Du Dich gerne mit Digitalisierung beschäftigst, heute noch 2 Hinweise:

1) Den Glasfaserausbau treiben wir in unserer Gemeinde ja nun schon seit Jahren voran. Für andere Gemeinden haben wir im Rahmen des NÖ.Gemeindebundes kürzlich eine informative Zusammenfassung erstellt, wie auch sie zu einem Glasfasernetz kommen:

2) Die sozialpsychologische Seite der Digitalisierung, die beleuchtet eine deutsche Politikerin >> in einem STANDARD Interview und sie ist kritisch und sagt: „Arbeit und Digitalisierung erlauben uns nicht mehr, echte Beziehungen zu führen“ und lobbyiert für eine „Anti-Einsamkeitspolitik“

Dann noch abschließend die Zahlen zu Corona und OMIKRON: Am Wochenende sind sie wieder deutlich angestiegen: Ingesamt 133 Menschen sind aktuell aktiv infiziert in unserer Gemeinde: Allen einen guten Verlauf und bald wieder volle Gesundheit wünsche ich ihnen! Und ich darf in diesem Zusammenhang auch auf das „Service der BH“ für Infizierte hinweisen, das gestern eine betroffene Person ausdrücklich auch wieder sehr gelobt hat: Wenn Du krank bist, wirst Du angerufen und einfach sehr gut unterstützt bei allen Schritten, wurde mir da geschildert. DANKE an die TEAMS, die da am Gesundheitsamt wirklich seit Monaten und jetzt fast schon 2 Jahre lang Großartiges leisten und auch noch bei zehntausenden Infizierten täglich österreichweit!

Abschließend einen schönen TAG heute – am Dienstag, den 8.2.2022. GUTE Erholung, wenn Du in den Semesterferien bist und alles GUTE, wenn Du wie viele andere auch arbeitest!

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