Ardagger – Frühstücksnews – Freitag, 11.2.2022

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

2 Jahre lang zieht das Coronavirus jetzt seine Kreise in unserem Land. Vor 1 Jahr und 11 Monaten ist es erstmals in unserer Gemeinde aufgetreten. Fast 1100 Infektionen hat es seither bei uns „geschafft“ und gestern hat´s mich auch persönlich erwischt. (Hat eigentlich eh lang gedahuert :-)) Nicht ganz so fit hab ich mich gefühlt, einen Reizhusten hatte ich und deshalb 2x am Tag Antigen getestet und war vorsichtiger als sonst halt üblich. Und während 1,5 Tage alles o.k. war, hat der Test dann gestern in der Früh leicht angeschlagen. Kompliment an die dann folgende Ablaufkette: 1450 angerufen, die haben am Tonband empfohlen, einen Interneteintrag zu machen. Den hab ich durchgeführt, dann hab ich schon einen Vorschlag für einen PCR Test in einer der Landesteststrassen per Mail bekommen. Nach rund 25 min. anstellen (also keine langen Staus) hab ich diesen um 08.40 in der Früh dann bereits abgegeben. Aufgrund eines ersten auch „amtlichen Antigentests“ wurden mir dann schon alle Bescheide und Listen für das Kontaktpersonen-Tracing zugeschickt und  jetzt warte ich (21h später) zwar noch auf das endgültige Ergebnis, aber das wird kommen und ist irgendwann für heute im Lauf des Tages angekündigt. Wenn alles glatt geht, dann ist ein Freitesten schon nach 5 Tagen möglich, haben sie mir geschrieben und wenn beim Freitesten der Ct Wert unter 30 wäre, dann würde es halt noch weitere 5 Tage dauern.

Wieso schreib ich Dir das heute – Weil sich einfach seit Beginn der Pandemie wirklich viel verändert hat: Professionelle Abläufe, zum Glück milde Verläufe, möglicher 3fach Impfschutz inklusive (wenn man das will), eine sachliche Herangehensweise ohne Hysterie oder Showeffekte! Und dafür bin ich unserem Staat – unserem Gemeinwesen, das wir ja alle zusammen sind – auch enorm dankbar. Diese Sicherheit würde es wahrscheinlich in Afrika, in Südamerika und auch in Russland nicht geben. Und ich schreib das auch, weil sich in den letzten 2 Jahren – allein in den letzten 2 Monaten so unvorstellbar viel verändert hat und es für die Entscheidungsträger auch nicht einfach war und ist: Vor 2 Monaten war noch „Delta“ im Land und hat bei 4.000 Infizierten am Tag die Spitäler gefüllt. Heute haben wir fast schon 40.000 Infizierte und keine Überlastung. Aber wir wissen nicht, was im Herbst kommen wird – voriges Jahr mussten wir wieder alles dicht machen. Und überhaupt wenn wir auf die zurückliegenden 2 Jahre blicken, dann war´s ein „Auf und Ab“, ein „Hin und Her“ – teilweise ein „Blindflug“, weil´s einfach niemand besser wissen konnte, wie sich das Virus in seiner Gefährlichkeit oder die Pandemie an sich entwickelt. Den latenten Streit zwischen „Lockeren“ und „Vorsichtigen“, die Auseinandersetzungen zwischen Politik und Wissenschaft oder auch innerhalb der Politik und in der Wissenschaft und auch im einzelnen, wo´s nicht mehr um die Sache, sondern oft einfach nur mehr um´s „RECHT haben“ ging und geht, die kennen wir seither alle.

Ich bin heute deswegen auch allen VERANTWORTUNGSTRÄGERN in diesem Land DANKBAR, dass sie nach bestem Wissen und Gewissen für die Menschen gehandelt haben, immer den Kompromiss im Auge hatten aber eben auch VERANTWORTUNG übernommen haben und uns bisher trotz aller Schwierigkeiten und Diskussionen, die wir alle kennen, durch diese Pandemie gebracht haben. Ich glaube keine und keiner von uns hätte mit den Veratwortungsträgern tauschen wollen. JA, auch wenn man hätte einiges anders und noch besser machen können bin ich der Meinung muss auch JETZT der BLICK wieder gemeinsam nach vorne gerichtet sein, um die wohl auch in Zukunft raschen Veränderungen bewältigen zu können! Und das wird alles „noch schneller“ werden, sagt mir mein Gefühl!

Abschließend heute noch die Bitte um Verständnis, dass es diesmal keine neuen NEWS gibt, ausser halt die aktuellen Coronazahlen. Denn seit gestern gibt´s bei mir Homeoffice und da ist halt der „Radius“ eingeschränkt. Aber fad wird´s nicht –  da liegt genug herum, das aufgearbeitet werden muss und für die kommenden Wochen vorbereitet werden sollte. Quarantäne und Absonderung haben eben auch ihre sehr guten Seiten!

Alles GUTE für Deinen heutigen TAG und ein schönes WOCHENENDE am Ende der ENERGIEFERIEN!

5 Gedanken zu “Ardagger – Frühstücksnews – Freitag, 11.2.2022

  1. S.g. Herr Pressl,
    ich schätze Ihren interessanten Blog sehr, aber mit dem heutigen, abwertenden, verallgemeinernden Ländervergleich bin ich nicht einverstanden. Abgesehen davon, dass die 1450-Hotline und die PCR-Teststrassen wenig mit dem Gesundheitssystem gemein haben und die (gottseidank) milden Omicron-Verläufe einzig der Virusmutation zu verdanken sind: haben Sie das russische Gesundheitssystem untersucht und welches südamerikanische bzw. afrikanische Land meinen Sie denn? Ich muss auch leider anmerken, dass die „Verantwortungsträger“ zwar nach 2 Jahren immer noch keine Frühbehandlung von Covid-Symptomen empfehlen, uns aber ein grundrechtsverachtendes Impfpflichtgesetz verpasst haben und durch die vielfältigen 2G-Regelungen die gesellschaftliche Spaltung befeuern (und sich dann darüber wundern, dass sie stattfindet).
    Abschließend wünsche ich Ihnen gute Besserung und dass es bei den milden Symptomen bleibt!

    1. Danke Herr Bindl für ihre Meinung. Ich höre halt leider aus diesen Kontinenten und Weltregionen von hohen „Übersterblichkeiten“ im Zuge der Pandemie einerseits. Und ich weiss, dass die in Österreich und im mitteleuropäischen Raum gegebene medizinische und über die Beitragssysteme auch allen sozialen Schichten zugängliche medizinische Versorgung wirklich „top“ ist. Das sollte aber keine Abwertung anderer sein. Ich bin einfach dankbar, dass es bei uns so ist und wir uns das als Staatsgemeinschaft mit unserem Wohlstand schaffen konnten und leisten können. Danke nochmals für ihre Rückmeldung. Hannes Pressl

  2. Hallo Hr. Bgm. Hannes Pressl
    Meiner Meinung nach ist Deinen Ausführungen vom 11.02. nichts hinzuzufügen. Der Beitrag beschreibt genau die Situation und entspricht auch meinem Empfinden.
    Wünsch Dir weiter einen milden Verlauf und alles Gute.
    Franz Schörghuber

  3. Lieber Herr Bürgermeister,

    auch ich wünsche Ihnen alles Gute, dass Sie bald gesund sind und uns alle wieder mit Ihren interessanten News – oft verschönt mit wunderbaren Bildern – „versorgen“ können.
    Wieso ich Ihnen schreibe, wo Sie mich doch gar nicht kennen?
    Ganz einfach: Ich war 1961 bis 1962 Lehrerin in Markt Ardagger, dann drei Jahre in Stephanshart. Und wie Sie sehen, bin ich Land und manchen Leuten noch sehr verbunden. Gerti und Walter Zarl waren meine Schüler. Ihnen verdanke ich dieses anhaltende Interesse, mehr noch, eine Art von Heimatgefühl.
    Nun lebe ich in Wien und bin natürlich schon längst in Pension. Gerti und Walter halten diese langandauernde Freundschaft – schon mehr als fünfzig Jahre – immer noch aufrecht.
    Irgendwann hatte Gerti Zarl mich auf Ihre Frühstücksnews aufmerksam gemacht. Seither bin ich „Fan“ der Lesegemeinschaft.

    Ihnen nochmals baldige Genesung und liebe Grüße aus Wien!

    Gertrude Pummer

    PS: Freue mich schon auf die nächsten News!

    1. Danke Frau Pummer! Ich freue mich sehr über ihre Nachricht. Ich glaub ich bin schon wieder am Genesungsweg (zumindest sagt mir das das Gesundheitsgefühl). Danke nochmals für ihre Wünsche und die Treue tägliche Lesezeit. Hannes Pressl

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