Ardagger – Frühstücksnews – Freitag, 13.5.2022

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Heute am Freitag ein Blick auf´s bevorstehende Wochenende: Morgen, am Samstag, den 14.5. abends um 19.30 Uhr lädt der Musikverein Kollmitzberg zum Frühlingskonzert. Achtung: Diesmal in die Sporthalle der neuen Mittelschule und nicht – wie bisher – auf den Kollmitzberg. Es erwartet Dich ein tolles Konzertereignis. Auch die Junior Combo – das Ausbildungsorchester des Musikvereines – wird spielen. Freiwillige Spenden sind erbeten. Ganz ganz herzlich willkommen – natürlich an alle Kollmitzbergerinnen und Kollmitzberger aber auch an alle anderen Gäste, die gute Blasmusik lieben! Ebenfalls am Wochenende – dann am Sonntag – folgt die Landjugend Stephanshart mit dem großen Mostkirtag bei der Familie Scheichelbauer in Leitzing. Ab 13.00 Uhr geht´s los. Um 16.00 folgt die Mostprämierung und neben mehreren Volkstanzgruppen gibt´s Musik von „blechcrash“ und auch Marvon Lorenz wird seine neue Single vorstellen. Die Bäuerinnen sorgen für Frische BAUERNKRAOFEN und auch sonst wird das leibliche Wohl mit besten Mosten und einer ghörigen Jause nicht zu kurz kommen.

Die neue Gemeinde APP ist schon am ersten TAG dutzende Male heruntergeladen worden. DANKE allen, die sie bereits nutzen. Wenn Du das Wochenende dafür Zeit hast, dass Du Dich damit näher vertraut machst >> dann hier noch mehr Infos dazu! Verfügbar ist die APP in allen Andorid und Apple APP Stores.

Aus Paris, wo ich noch heute bis zum Abend mit einer Delegation des österr. Gemeindebundes sein werde, darf ich Dir von mehreren Treffen mit Bürgermeistern und Verantwortlichen des französichen Städte- und Gemeindebundes berichten. Im zentralstaatlich organisierten Frankreich sind gleich mehrere Dinge anders als in Österreich: Die Gemeinden sind politisch in den aktuell im Staat führenden Parteien (Macron, Le Pen u.a.) nicht verankert. Die Gemeinden haben keine fix zugewiesenen und gesetzlich für sie vorgesehenen Finanzmittel, sondern sind – so war der Eindruck – immer wieder von der „Güte“ des Zentralstaates für ausserordentliche Zuweisungen abhängig. Und die Gemeinden haben – abgesehen von Gebühreneinnahmen – auch kaum eigene Steuern, die sie zur finanziellen Absicherung einheben können. Einigee Steuern wurden bereits vor Jahrzehnten abgeschafft. Das rächt sich heute in der Finanzverfassung der Gemeinden. Um immer effizienter in der Aufgabenabwicklung zu werden, hat der französiche Zentralstaat die Zusammenarbeit der Gemeinden in großeren Einheiten vorgegeben. Das sehen die Bürgermeister auch positiv. Aber anstatt hier auch Freiwilligkeit zuzulassen, hat der Zentralstaat in Frankreich hier zu Verbänden verpflichtet.

Interessant, dass auch in Frankreich laut Umfragen die Gemeindevertreter und Bürgermeister jene Politikergruppe sind, die das meiste Ansehen  bei den Menschen genießen und die, wie auch bei uns in Österreich am nächsten bei den täglichen Sorgen und Problemen der Bürger sind. Projekte zur Energiewende, zur Mobilitätswende oder auch zur Bürgerbeteiligung (ähnlich wie unsere Dorferneuerung) bzw. auch zur Digitialisierung und zum Breitbandausbau werden auch hier in Frankreich von den Kommunen vorangetrieben. Und die Gemeinden organisieren auch humanitäre Hilfe – beispielsweise jetzt für die Ukraine – oder sind engagiert bei der Aufnahme von Geflüchteten. Zusammengefasst sind die Rahmenbedingungen für die französischen Gemeinden schwieriger, die Aufgaben in etwa dieselben und der Wille zur bestmögichen Arbeit für die Menschen in den lokalen Einheiten der Gleiche. Genauso wie bei uns ist die Arbeit täglich „überprüfbar“ und für die Menschen „verfolgbar“ und deshalb auch für die Menschen „spürbarer“ als die Politikergebnisse der zentralstaatlichen Ebene.

Zu Europa stehen die Franzosen in großem Maße. EU Fahnen sind das äussere Zeichen aber auch die Diskussionen in den Gemeinden haben gezeigt, dass bei zahlreichen großen Themen der EU und ihren Institutionen viel Vertrauen geschenkt. Der Eindruck war: Frankreich ist ein großes udn starkes Land, aber im weltweiten Machtgleichgewicht zwischen Amerika, China, Russland, Indien u.a. ist die EU der „Player“ und nicht die einzelnen Nationalstaaten. Dazu ist  auch die Erwartungshaltung an die EU enorm hoch bei den Kommunen in Frankreich.

Hier noch einige Bilder vom gestrigen TAG:

Die Coronazahlen noch. Sie sind wieder leicht angestiegen:

Die gestrigen Ankündigungen zum Pflegepaket haben grundsätzlich auch bei den Gemeindevertretern positive Reaktionen ausgelöst. Zahlreiche jahrelange Forderungen wurden aufgenommen. Sorgen bereitet allerdings, dass die langfristige Finanzierung nicht gesichert ist.
>> hier geht´s zur Stellungnahme des Gemeindebundes
>> hier geht´s zum ORF Bericht „Pflegereform“

Gestern hat auch das WIFO seine Prognose für die Wirtschaft in Folge des Ukraine Krieges präsentiert. Und auch wenn dort der Krieg und dessen Folgen als „langfrstiges“ Problem eingeschätzt werden, so ist der wirtschaftliche „Dämpfer“, der in der Nach Corona Wachstumsphase dadurch entsteht zwar enorm aber trotzdem nicht ganz so groß, wie schon von vielen Seiten schon befürchtet wurde. >> hier geht´s zum ORF Bericht dazu.

Ich darf Dir noch schöne Grüße aus Paris schicken, wünsche Dir einen schönen Tag und versichere Dir mit diesem letzten Bild, dass es der kleine Bagger doch nicht geschafft hat, dem großen Turm nur ein bisserl was anzuhaben 🙂; Alles GUTE für heute und das bevorstehende Wochenende.

 

 

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