Ardagger – Frühstücksnews – Freitag, 9.9.2022

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Ab heute Freitag abend startet für die Landjugend ARDAGGER der Projektmarathon. Noch ist die Aufgabenstellung zwar ein „Geheimnis“ und wird erst verkündet, aber soviel kann man sagen: Es wird mit dem „Donauwellenpark“ zu tun haben in Ardagger Markt. „Projektmarathon“ bedeutet übrigens, dass die Jugendlichen dann innerhalb von 48h ihre Aufgabe erledigen müssen …..! Viel ERFOLG und auch FREUDE schon jetzt dabei!

Es ist heute auf den Tag genau nur mehr 1 Monat bis zur Bundespräsidentenwahl am 9. Oktober 2022. Unser Gemeindeteam hat deshalb alle Informationen zur Wahl und auch zur Beantragung einer Wahlkarte >> hier unter diesem link zusammengestellt.  Direkt kannst Du >> die Wahlkarte hier auch online beantragen!

Gestern hat bei einer Klausur der Volkspartei Niederösterreich Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher vorgetragen und ist auch für eine umfassende Diskussion zur Verfügung gestanden. Die Themen, die dabei angesprochen wurden:

  • Inflation: Sie ist enorm hoch und könnte auch langfristig höher als bisher gewohnt bleiben.
  • Arbeitsmarkt: Nach wie vor ist der Arbeitsmarkt „aufgeräumt“ und Firmen tun sich schwer überhaupt ausreichend Mitarbeiter zu finden. Allerdings sind in der Bauwirtschaft und anderen einschlägigen Branchen bereits Anzeichen zu sehen, dass vor allem ungelernte Mitarbeiter schwieriger Arbeit finden.
  • Arbeitslosigkeit: Diese ist bei den Ungelernten am höchsten. Deshalb sind Qualifizierungsmaßnahmen nach wie vor die wichtigste Maßnahme, um Menschen wieder in den Beschäftigungsprozess zu bringen.
  • Energiesicherheit und Energiekosten
    • Mittlerweile habe die Republick Österreich eine 20TWh umfassende strategische Gasreserve um rund € 5Mrd. angeschafft (das sind ca. 1/5 der gesamten österr. Einspeicherungsmenge)
    • Der Rest ist im Privatbesitz – etwa von Gashandelsunternehmen oder von Firmen mit großem Gasverbrauch wie der VOEST ua.
    • Der Gas- und Strompreis sei schon weit vor der Ukrainekrise angestiegen – allerdings habe der Krieg und der gezielte Einsatz von Energielieferungen als „Wirtschaftswaffe“ nochmals zur Preisdynamik und zu den fast täglichen „Verwerfungen“ beigetragen.
    • die Entkoppelung von Strom und Gaspreis sei daher erforderlich! Österreich arbeite dabei an  einer EU weiten Lösung, wobei das etwas anderes sei als die „MERIT Order“ abzuschaffen. Denn die Abschaffung der MERIT Order as wäre aus Sicht des Ministers – selbt wenn es längerfristig Sinn machen würden – im Moment mit so großen „Gefahren“ und Unwägbarkeiten für die Märkte verbunden, so dass das ein zu großes Risiko ist.
    • Nachdem innerhalb der EU die Gasabhängigkeit der Staten von Russlang ganz unterschiedlich ist, wäre allenfalls auch eine „Kleinere“ Lösung zur Trennung von Gasmarkt und Strommarkt möglich, wenn es Europaweit nicht schaffbar ist. Zum Beispiel Österreich in einer Gruppe mit Italien, Tschechien, Deutschland usw.; Das wäre vor allem deswegen wichtig, dass allfällige „Subventionen“ durch die öffentliche Hand in den Strommarkt nicht zu Gewinnen für Stromexporteure in anderen Ländern führen, sondern es muss sichergestellt sein, dass Staatsgelder wirklich bei den Menschen ankommen!
  • Energiekostenzuschuss für kleine und mittlere Unternehmungen: Eine solche Unterstützung soll kommen, die dann vom Bäcker über den Nahversorger bis zum Fleischer – aber auch hinauf bis zu großen Industriebetrieben – Hilfen gibt. Eine Richtlinie dazu sei auch bereits fertig und gehe nächste Woche dann auch schon nach Brüssel zur „Notifizierung“. Danach ist eine „Ausrollung“ im Lauf des Herbst und eine späteste Auszahlung bis Februar 2023 geplant. Nach einer möglichst einfachen Auszahlungsmodalität wird zwar gesucht, allerdings wird wegen der unterschiedlichen Einkaufs- und Verbrauchssituationen der Betriebe doch einiges an Antragsdaten erforderlich sein. Es könnte also auch für die Antragsteller einiges an komplizierten Fragen und Vorlage von Energieverbrauchsdaten usw. erfordern. Insgesamt wird der Gesamtaufwand des Staates für diese Maßnahme auf mehr als € 1Mrd. geschätzt.
  • Die GESAMTSTRATEGIE überhaupt für die Wirtschaft und die Märkte in Österreich ist, dass jetzt rasch mit GELD geholfen wird;  Mittel- und längerfristig soll aber auf EU Ebene eine „Strompreisbremse“ eingezogen werden. Und die Menschen und Unternehmen sollen angespornt werden, langfristig umzustellen auf „Erneuerbare“ oder auch STrom sparendere Anlagen und Techniken anzuschaffen bzw. einfach auch nicht notwendige Stromverbraucher auszuscheiden oder abzuschalten!
  • Angeregt habe ich daher in der Diskussion auch, dass Unterstützungsmaßnahmen mit einer Motivationstangente verbunden sein sollten, so dass generell auf effizientere und Energie sparendere Techniken umgestellt wird.

Wie übrigens die vom Bund für PRIVATE vorgestellte Strompreisbremse genau funktioniert und wem sie was bringt bzw. sie auch mit anderen Maßnahmen zusammenwirkt, das >> liest Du hier in der KRONENZEITUNG

Und genau zu all diesen wirtschaftlichen Themen, wie oben beschrieben, für BETRIEBE lädt nun unser Wirtschaftsbund in Ardagger ein. Am Donnerstag den 15. September 2022 um 19:00 Uhr wird im Gasthof „Zur Donaubrücke“ ein „Abend der Wirtschaft“ stattfinden.
Themen sind dabei: TEUERUNG, LEHRLINGS- und Fachkräftemangel, Energieverfügbarkeit und SPARMÖGLICHKEITEN. Wirtschaftsbundobmann Rudolf Schnabel bittet um formlose Anmeldung per Mail an rudolf@schnabel.at oder telefonisch unter 07479/7253.

Am Sonntag, den 11.9. läuft die Frist zur Beantragung des „blau-gelben“ Landarztstipendiums ab. Es wird nicht so viele betreffen, aber vielleicht ist es gerade für Dich ein Impuls, in eine Landarztkarriere zu wechseln.

Heuer gibt´s im Herbst wieder eine kostefrei Obstsortenbestimmung durch die Moststraße in unserer Region; Hier die Termine:

Am Abend war ich gestern noch beim ROTEN KREUZ Niederösterreich in Tulln. Dort haben die Vertreter aus den Rot Kreuz Dienststellen in ganz Niederösterreich ihre Jahreshauptversammlung abgehalten. Der Ausblick war herausfordernd, denn die Preissituation, ein Mangel an freiwilligen Kräften und eine stets schwierige Förder- und Finanzierungslandschaft machen es auch der Rettungsorganisation nicht einfach. Interessant auch, dass Verantwortliche berichten, dass immer wieder Fahrten nicht notwendig wären. Es ist nicht die Mehrzahl aber auch der Einzelfall ärgert die ROT-KREUZ Mitarbeiter natürlich, wenn alarmiert wird und sich dann herausstellt, dass es kein wirklicher NOTFALL ist oder das Problem auch ohne einen Rettungseinsatz lösbar gewesen wäre…..; Nichtsdestotrotz ist das ROTE KREUZ sehr gut aufgestellt und auch für Freiwillige eine tolle Organisation, wo man sich wohl fühlt und auch enorm viel zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und für andere beitragen kann. Bei uns ist sicherlich die Bezirkstelle in Amstetten Dein direkter Ansprechpartner, wenn Du freiwillig beim ROTEN KREUZ tätig sein willst.

Abschließend wünsche ich Dir ein schönes Wochenende, viel Erfolg und stets auch einen Blick für die schönen DINGE. Und weil ich Dir dieses Bild von Kathi Brandstetter mitgeben darf – mach´s auch in Deinem Leben einfach so, wie die Sonnenblume – richte Dich nach der Sonne aus….. und damit dorthin, wo Energie, Wärme und Leben herkommt! Ein schönes Wochenende.

Ein Gedanke zu “Ardagger – Frühstücksnews – Freitag, 9.9.2022

  1. Ihr Politiker stellt euch das alles so einfach vor, ein paar Einmalzahlungen, ein paar Arbeitsgespräche und schon ist alles wieder in Ordnung.
    Meine Firma und ich haben sehr viele Aufträge in der Wachau, nachhaltige Sanierungen von Weingärten in Bezug auf Trockensteinmauern, in Krems, in Stein/Krems, in Oberarmsdorf, in Rossatzbach, jetzt in Rossatz, noch 400 m2 östlich von Dürnstein, usw. alles CO2 neutrale Projekte mit altem Steinmaterial, Erhaltung der Kulturlandschaft und altes Handwerk.
    Aber … 80 km eine Strecke … 160 km hin und zurück … nach Rossatz, Krems ist noch viel weiter … Übernachtungen selbst im günstigsten Urlaub am Bauernhof oder Weinheuriger ab 45 Euro … Mittag- und Abendessen auswärts sehr, sehr teuer, usw. … die Lohnnebenkosten bis heute nicht gesenkt, d.h. meine Stunden sind gleich teurer wie vorher, das geht sich nicht mehr aus und ich will mit meinen Auftraggebern aus der Wachau nicht dauernd über Reise- bzw. Übernachtungskosten diskutieren … und mein Yeti braucht nur ca. 5 l / 100 km und ich brauch kein 3* Hotel..
    Fazit: Spritpreise gehören bei 1,50 Euro gedeckelt, ebenso hat sich das ewige und unnötige Zusperren während der Pandemie von Lokalen und Übernachtungsmöglichkeiten sehr schlecht auf die Preise ausgewirkt .. endlich einmal eine Senkung der Lohnkosten allgemein … und Schluß mit den unnötigen Sanktionen gegen Russland und den daraus resultiernen teuren Energiekosten … Gewessler und von der Leyen sind unfähig ihre Jobs zu machen
    Meine Idee: ich höre überhaupt auf und lege mich auch in die soziale Höngematte wie die Asylwerber die noch dazu auch den Klimabonus bekommen … ist doch eine Schweinerei, oder !

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