Ardagger – Frühstücksnews – Freitag 16.9.2022

(c) Katrin Kronberger – die Gewalt des heranziehenden Sturmes am Kollmitzberg ist schon weithin sichtbar……;

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Heute zu Beginn der Frühnews muss ich Dir leider eine sehr traurige Nachricht weitergeben: Frau Brigitte Aigner aus Ardagger Markt ist vorgestern am Mittwoch im 73. Lebensjahr nach kurzer aber schwerer Krankheit verstorben! Brigitta Aigner war Volksschullehrerin und 37 Jahre lang (von 1973 bis 2010) in unserer Volksschule Ardagger tätig. Die Nachricht von Brigittas Tod hat auch dort alle tief erschüttert. Volkschuldirektorin Katharina Lechner schreibt dazu: „Wer sie gekannt hat, weiß, mit welch positver Lebenseinstellung sie ihr Leben gemeistert hat. Sie war eine unglaubliche Stütze im Team der VS Ardagger. Ihre Herzlichkeit, ihre Liebe zu den Kindern, ihr pädagogisches Geschick, ihre Kollegialität, ihre Tüchtigkeit, ihre Durchsetzungskraft, ihre Kreativität, ihre Hilfsbereitschaft in allen Belangen, ihre musische Begabung, ihr Familiensinn, ihr unermüdlicher Einsatz für ihren Heimatort Ardagger Markt und vieles mehr haben sie zu einem ganz besonderen Menschen gemacht.“

Die schulischen Stationen von Brigitta Aigner:

  • 1968 Reifeprüfung am Realgymnasium Amstetten
  • 1970 Lehramtsprüfung für Volksschule an der Pädagogischen Akademie Krems
  • 1970 Eintritt in den Schuldienst als Volksschullehrerin in der VS St. Leonhard am Wald
  • 1971 – VS Amstetten
  • 1972 – VS Zeillern
  • 1973 – VS Ardagger
  • ab 1984 schulfeste Volksschullehrerstelle
  • Bis zu ihrer Pensionierung 2010 unterrichtete sie mit großem Einsatz an der VS Ardagger.
  • Weiterbildung in Englisch in vielen Volkshochschulkursen

Ganz besondere Freude machten ihr die Aufführungen von Theaterstücken und Krippenspielen, die sie mit den Schülerinnen und Schülern zu Weihnachten oder zu anderen Anlässen einstudierte. Das Singen als Ausdruck ihres Herzens und ihrer Seele war ihre Leidenschaft.

Das gesamte Volksschulteam behält sie in liebevoller und dankbarer Erinnerung!

Brigitta Aigner war aber auch im und für den Ort Ardagger Markt hoch engagiert. Im Kirchenchor und in der Pfarre war sie tätig. Besonders in der Öffentlichkeit sichtbar war sie auch als Gründungsobfrau des Dorferneuerungsvereines ARDAGGER MARKT. Das ganz große Projekt Donauwellenpark viel in ihre Obmannschaft aber auch grundsätzlich war ihr die Weiterentwicklung von Ardagger Markt ein ständiges Herzensanliegen, das auch die Pflege des Marktplatzes – direkt vor ihrem Haus – mit umfasste. Vor rund 20 Jahren fasste sie mit einem Team an geschichtlich interessierten Menschen und damals besonders unterstützt von Prof. Heimo Cerny und ihrer Tochter Evelyn die Geschichte des Marktes in Buchform – in der Marktchronik – zusammen. Dieses Werk wird noch weit über ihr irdisches Leben hinaus nachfolgenden Generationen einen Blick auf die Geschichte des Ortes geben. Von 2007 bis 2010 war Brigitta Aigner auch für einige Jahre im Gemeinderat der Marktgemeinde Ardagger vertreten. Aber auch darüber hinaus war sie an der Gesellschaftspolitik in unserer Gemeinde interessiert und hat sich auch immer wieder mit Initiativen, mit Vorschlägen und auch Mithilfe engagiert. Herzlichen DANK auch besonders dafür! Zuletzt war sie auch bei den Senioren in Ardagger Markt hoch aktiv und hat Obmann Gottfried Burgstaller im Bemühen um die Gruppe der Senioren stets unterstützt. Mit dem Ableben von Brigitta Aigner ist eine Säule und ein verlässlicher Motor unseres Ortes Ardagger Markt plötzlich nicht mehr da. Ihr Vermächtnis wird aber weiterleben und ihr stetes Bemühen um die Ortsentwicklung hat sie ja scon frühzeitig auch in jüngere Hände, die darauf aufbauen, gelegt. Noch einmal ein herzliches DANKESCHÖN für ihren Einsatz für Ardagger Markt! Möge sie nun in Frieden ruhen!

Brigitta Aigner in der Mitte bei der Erstellung eines neuen Leitbildes für Ardagger Markt nach einem der großen Hochwässer.

Dieses und viele andere historische Bilder finden sich in der Marktchronik wieder. Brigitta Aigner hat wesentlich dazu beigetragen, dass sie für die Nachwelt erhalten sind.
Initiativen wie das Marktfest und auch sonstige gesellige Veranstaltungen hat Brigitta Aigner immer wieder initiiert und organisiert.
Hier war Brigitta Aigner beim Mittelalterfest in Ardagger Markt an das sich einige vielleicht noch erinnern können, an der Kassa engagiert.

 

Gestern ist in ARDAGGER am Glasfasernetz bei Landconnect KUNDEN am vormittag das Internet ausgefallen. Betroffen waren in der Folge Produkte von KRAFTCOM, FONIRA, TELETRONIC und SPUSU. Ein Softwarefehler bei Landconnect hat dazu geführt. Bis mittag war er dann wieder behoben.

 

Der Abend der Wirtschaft gestern im Gasthaus Froschauer in Tiefenbach war eine intensive Auseinandersetzung mit den Herausforderungen bei den Energiepreisen und den in der Folge noch nicht absehbaren Herausforderungen für die Betriebe generell. Ich durfte mittels einer Videokonferenz live aus Berlin zugeschaltet dabei sein. DANKE in jedem Fall an Organisator Rudi Schnabel, dass hier auch Problemstellungen in solchen Runden gemeinsam angegangen werden.

Für das kommende Wochenende darf ich Dich auf zahlreiche Veranstaltungen und Angebote aufmerksam machen, die Du auch in unserem Veranstaltungskalender auf http://www.ardagger.gv.at/Veranstaltungen oder in der Ardagger APP findest:

Fr. 16. ArdaggerWochenmarkt mit Fisch
Sa. 17. Bücherflohmarkt der Senioren Ardagger Stift
Sa. 17. Heimspiel SCU Ardagger/USV Viehdorf – 1. Landesliga NÖ
So. 18. Fußwallfahrt nach Maria Taferl
So. 18. Bücherflohmarkt der Senioren Ardagger Stift
So. 18. Minihofladenfest

Hier aus Berlin, von wo ich diese News heute morgen schreibe, darf ich Dir noch von mehreren Geprächen gestern berichten, die alle auch die Herausforderungen der Energiekrise zum Thema hatten: Hier in Deutschland bereitet man sich in den Gemeinden ähnlich vor wie in Österreich. Es ist auch die Ausgangssituation ähnlich, weil die Energiewirtschaft hier wie bei uns stark vom Gas aus Russland abhängig ist. Aber ebenfalls in Deutschland wie bei uns hat man diese  Abhängigkeit zumindest kurzfristig so im Griff, dass man sicher und mit ausreichend Energie durch den Winter kommt. Was man nirgends im Griff hat, das sind die Energiepreise und deshalb hat auch Deutschland die Trennung der Strommärkte vom Gaspreis unterstützt und ist wie auch Österreich der Meinung, dass das Merit-Order System und die Energiemarktregulierung europaweit neu aufgestellt werden muss. Da gibt es auch massive Bewegung in der EU, allerdings ist ein kurzfristiges Ändern eines über Jahrzehnte gewachsenen Systems derzeit die größte Herausforderung……; Also am Ende sind´s überall die gleichen Erkenntnise für das aktuelle Handeln: SPAREN ist zunächst das Gebot der Stunde. Rund 20% sagt man, könne bei der Energie fast überall eingespart werden mit Raumtemperaturabsenkungen, Strassenbeleuchtungs-Teilabschaltungen oder auch Erneuerung von Pumpenanlagen, Wartungen usw.; Weiters braucht´s Übergangshilfen. Die jetzt teuren Strompreise müssen abgefedert werden. Da haben einige Gesprächspartner hier in Deutschland fast neidisch auf Österreich geschaut, weil unsere Bundes- und Landesregierung auf das gesamte Land hochgerechnet wesentlich höhere Unterstützungen für die Menschen beschlossen hat. Schließlich aber und das ist in Deutschland wie Österreich bei allen Experten das Gleiche, müsse die Energiewirtschaft total umgestellt werden. Das wird noch Jahre dauern aber von der PV Anlage auf jedem Dach, über Fernwärme bis zu neuen Energiequellen aus Wind, PV oder auch anderen Quellen und Energieherkuftsländern reichen. Damit die Umstellung schneller geht ist allerdings notwendig, dass Verfahren beschleunigt, Netze ausgebaut und auch Investoren gefunden werden, um großtechnisch und europaweit die Wende zu schaffen! Und es ist notwendig, dass auch jede und jeder Einzelne bei dieser Änderung in seinem Bereich mitmacht!

Am Ende sind´s immer die Menschen, die Veränderungen schaffen und ich darf Dir das abschließend für heute auch mitgeben und darin haben mich auch die Treffen hier in Deutschland bestärkt: Die Problemstellungen zur ENERGIEKRISE die sind überall „angekommen“ – ob beim Stammtisch der Wirtschaft in Ardagger als auch bei den höchsten politischen Repräsentanten in der EU. Es arbeitet auch jede Ebene auf Hochtouren und vorausschauend, um ohne viele „Kollateralschäden“ das alles zu bewältigen. Aber es braucht jetzt auch Vertrauen in die Personen, die an den entscheidenden Positionen sitzen und es braucht die Veränderungsbereitschaft auf allen Ebenen. Bei uns in Ardagger und bei jeder und jedem Einzelnen und auch bei den Entscheidern auf unterschiedlichsten Ebenen. Ich bin – gerade auch bestärkt durch diesen Austausch mit den deutschen Vertretern – dass wir auch das bewältigen werden! Das Leben geht in jedem Fall weiter!

Blick vom Brandenburger Landtagsgebäude in Potsdam
Beim österr. Botschafter in Berlin

 

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