Ardagger – Frühstücksnews – Dienstag, 20.9.2022

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Es ist wohl ein „historischer“ Beschluss der gestern im Gemeinderat der Marktgemeinde Ardagger mit nur einer Stimmenthaltung gefasst worden ist: Die Volksschulen werden in den kommenden Jahren auf nur mehr einen einzigen Standort zusammengeführt. Derzeit – und das schon seit der Gemeindezusammenlegung vor mehr als 50 Jahren – wird jeweils in Kollmitzberg und Stephanshart eine 1.&2. Klasse geführt. In Ardagger Stift im Schulzentrum besuchen danach alle Kinder aus der Gemeinde gemeinsam die 3. &4. Klassen. Zukünftig werden auch die 1.&2. Klasse gemeinsam in Stift Ardagger beheimatet sein.

Dafür muss nun allerdings auch neu gebaut werden. Am Standort Stift Ardagger Schulzentrum ist vorgesehen, über der Kleinstkindbetreuung 2 Geschosse aufzustocken. Dafür wurde beim Bau der Kleinstkindbetreuung vor einigen Jahren auch schon statisch und technisch vorgesorgt. Die zukünftige gemeinsame Volkssschule kann dann niveaugleich auf 2 Ebenen mit insgesamt 8 Klassen und ausreichend Nebenräumen umgesetzt werden.

Gründe für die nunmehrige Entscheidung gibt es viele. Im Vordergrund stand sicherlich der moderne BILDUNGS- und BETREUUNGSSTANDARD für die Kinder, der an einem gemeinsamen Standort auch besser umgesetzt werden kann. Da geht´s von EDV und technicher Ausstattung bis zu multifunktionalen und flexiblen Unterrichtsräumen. Wichtig war auch die Schulorganisation, die derzeit bei Suplierungen und Krankenständen über 3 Standorte hinweg immer schwieriger geworden ist. Es geht um Transport und Erleichterung für die Eltern. Oft waren es 3 Standorte, die da vom Kindergarten über Volksschule bis zur Mittelschule (von Musikschule gar nicht zu denken) mit Kindern von Eltern angefahren werden mussten. Oder auch für die Schulbusse gibt es enormes Optimierungspotential, das auch wieder ökologisch nutzbringend sein kann. Und es geht auch um zukünftigen Mittagstisch und Nachmittagsbetreuung. Das ist schlichtweg nur an einem Standort machbar, falls das auch für Eltern und deren Kinder erforderlich ist.

Ein Mitauslöser für die nun getroffene Entscheidung war sicherlich auch die zukünftige Kinderbetreuung im Kindergarten und für die Kleinstkinder. Da spielt das bereits angekündigte neue Kinderbetreuungspaket des Landes Niederösterreich herein, das ja vorsieht, dass zukünftig alle Kinder ab 2 Jahren die Möglichkeit haben sollen, den Kindergarten zu besuchen und auch für alle unter 2 Jahren soll es ein umfangreiches und am Vormittag Gratis Angebot der Kinderbetreuung geben. Das wird auch in diesem Bereich zu weiteren Gruppen führen, die dann u.a auch in den frei werdenden Schulstandorten Stephanshart und Kollmitzberg Platz finden könnten. Das ist aber – je nach Detailausgestaltung des Gesetzes, der Bedarfseinschätzung und der Diskussion auch mit den Nachbargemeinden über kooperative Formen der Kinderbetreuung – noch zu entwickeln. Aktuell haben wir in der Gemeinde Kindergärten in jeder Katastralgemeinde und einen weiteren 5. Standort mit einer Kleinkind-Kindergartengruppe und einer Kleinstkindgruppe (TBE) am Standort Schulzentrum Stift Ardagger, wie hier dargestellt. Beschlossen wurde bereits die Verlagerung einer Gruppe und der Neubau einer weiteren Kindergartengruppe am Standort Ardagger Markt. Das wird aber jetzt auch noch einmal im Zuge des Gesamtkonzeptes Kindergarten und Kleinstkindbetreuung evaluiert. Insgesamt rechnen wir zusätzlich zu den 7 Kindergarten- und der einen Kleinstkindbetreuungsgruppe mit 2 neuen Gruppen, die mit dem neuen Kinderbetreuungspaket langfristig einhergehen werden.  

Der Zeitplan sieht nun vor, dass spätestens im Herbst 2025 die neue gemeinsame Volksschule in Betrieb gehen soll. Danach würden Umbauarbeiten an den dann frei werdenden Standorten für Kinderbetreuung stattfinden können. Je früher wir das alles schaffen, umso besser ist es aber sicherlich!

Für die frei werdenden Standorte Moar Haus Stephanshart und auch Volksschule Kollmitzberg wird es in jedem Fall – auch unabhängig von einer Kinderbetreuungsnutzung Verwendung geben. Im Gemeinderatsbeschluss wurde formuliert: „Die frei werdenden Immobilien sollen für eine Ausweitung der Kinderbetreuuung oder auch für sonstige Zwecke des jeweiligen Ortes und der Gemeindeorganisation genutzt werden. Kreativität und gute Lösungen sind da noch jede Menge gefragt.

Hinsichtlich BLACKOUTVOSORGE wurde gestern im Gemeinderat auch diskutiert, da ja im Gemeindevorstand auch der Ankauf von Notstromgeneratoren für die „kritische Infratstruktur“ (Kanal und Trinkwasser) der Gemeinde beschlossen worden war. Und dazu hat auch der Zivilschutzverband nun einen neuen RATGEBER für Private herausgegeben: >> den 24 seitigen BLACKOUT RATGEBER kannst Du hier downloaden.

 

Gestern durfte ich auch noch dem Digitalisierungsstaatssekretär Florian Tursky in Wien einen Besuch abstatten. Ich konnte mich auch namens zahlreicher Gemeinde bedanken, die durch eine Aufstockung der Breitbandausbaumittel nun wieder die Möglichkeit erhalten werden, ihre Projekte umzusetzen. In den nächsten 2 Wochen, hat er mir zugesagt, werden auch alle Details dazu veröffentlicht, wer wann mit dem Ausbau zum Zug kommt! Florian Tursky ist hoch engagiert in Sachen Breitband und Digitalisierung und versucht das schwierige Thema auch immer wieder auf die menschliche Komponente herunterzubrechen. Ich war beeindruckt!

Abschließend für heute noch die aktuellen Coronazahlen. Die waren in den letzten Tagen mächtig am Anstieg. Mit Stand gestern waren 52 Personen als Infiziert bei den Behörden gemeldet.

Alles GUTE für Deinen heutigen TAG und eine Erfahrung aus der nun doch schon sehr lange andauernden Diskussion aber schlussendlich auch aus der Entscheidungsfindung über unsere Schul- und Kindergartenstandorte: VERNETZT DENKEN!

(c) Maria Bübel, Stift Ardagger

Ich wünsche Dir einen schönen TAG!

 

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