Ardagger – Frühstücksnews – Donnerstag, 29.9.2022

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Da wird überall gerade heftig diskutiert über die CO2 Bepreisung, die ab 1. Oktober nun kommen soll. Und das Thema ist insofern herausfordern, weil die „CO2 Steuer“ in eine Zeit fällt, wo einerseits die Energiepreise ohnehin enorm steigen und dann auch noch das……;

Aber um sachlich auf das von der Bundesregierung schon lange beschlossene und immer wieder verschobene Thema zuzugehen und weil´s auch wirklich alle „trifft“, möchte ich Dir heute nochmals einige Details dazu skizzieren. Und Du wirst Dich vielleicht wundern: Viele haben in den letzten Tagen bereits € 500,– auf ihrem Konto als Auszahlungsbetrag vorgefunden. Das ist schon eine Folge dieser CO2 Bepreisung – der sogenannten regionale KlIMABONUS, der als „Umverteilungsmaßnahme“ dafür ausbezahlt wird. Aber alles der Reihe nach:

Grundsätzlich hat man nun schon jahrelang nach Möglichkeiten gesucht, den CO2 Ausstoss, der wiederum für den Klimawandel und in der Folge für die Erwärmung, die Trockenheiten, die Katastrophenhochwässer und vieles mehr verantwortlich ist, zu begrenzen. Letzlich hat man weltweit gesehen, dass eine Maßnahme zur Eindämmung eine Erhöhung der Preise auf CO2 steigernde Produkte ist. Und so haben auch in Europa reihenweise Staaten eine sogenannte CO2 Bepreisung eingeführt. Manche sind da schon weiter. Manche noch am Beginn.

Was ist das Prinzip: Der Staat hebt Geld auf fossile Energieträger, die am meisten zum CO2 Anstieg beitragen ein! Also zumeist Treibstoffe oder Kohle usw. Der Staat steckt die lukrierten Gelder aber nicht ein, sondern gibt sie in vielen Ländern – so jetzt auch in Österreich – wieder direkt an die Menschen zurück. Das ist bei uns der KLIMABONUS, den viele in den letzten Tagen auch schon auf ihr Konto ausbezahlt erhalten haben.

Im Prinzip will der Staat damit jene zunehmend zur Kasse bitten, die viel CO2 ausstossen – also die viel Auto fahren, die mit fossilen Brennstoffen heizen usw…….; Und profitieren sollen am Ende jene, die CO2 sparend leben und denen der Klimabonus zur Gänze oder zum überwiegenden Teil bleibt, weil sie eben nicht indirekt über CO2 Abgaben das Geld wieder an den Staat und damit andere Menschen zurückgeben.

Der regionale Klimabonus ist übrigens jetzt als Vorleistung des Staates heuer schon ausbezahlt worden bzw. ist das gerade im Gange. Und es wird jede und jeder im Land diesen später dann jährlich einmal in der Höhe von € 250,– (jährlich auch ansteigend) bekommen. Beim ersten Mal sind´s jetzt sogar € 500,–/Erwachsenem gewesen, weil auch noch ein einmaliger Teuerungsausgleich dabei war. Umgekehrt wird der Staat jetzt mit 1. Oktober beginnend anfangen, die CO2 Bepreisung auch einzuheben. Zunächst 2022 € 30,–/t CO2 und später dann soll auch dieser Betrag jährlich ansteigen. Am Ende soll es mit „Sanftanlauf“ dazu führen, dass immer mehr von fossilen Energieträgern auf erneuerbare und CO2 arme Energieträger umsteigen. Und letztlich soll es langfristig helfen, unser WELTKLIMA durch verringerten CO2 Ausstoss so zu stabilisieren, so dass insgesamt die ERDWERWÄRMUNG eingedämmt wird.

Die Diskussion darüber ist natürlich enorm schwierig und vor allem der Einstieg in dieses System ist für jene problematisch, die eine Umstellung bzw. einen CO2 Ausstieg kaum oder nur ganz schwierig über viele Jahre hinweg schaffen. Wer auf das Auto angewiesen ist – zum Beispiel – oder Betriebe, die nur mit Heizöl arbeiten können usw. haben es da jetzt doppelt und dreifach schwer. Umgekehrt profitieren über den KLIMABONUS jetzt erstmals jene, die schon immer sparsam unterwegs waren, auf alternative Energieträger gesetzt haben und von vornherein durch ihr Verhalten wenig CO2 ausstossen.

„Sanftanlauf“ bedeutet übrigens auch, dass die CO2 Bepreisung im Moment noch „geringer“ ist (auch wenn das nicht alle so sehen) – wir reden derzeit von ca. 7,7cent/Liter Anstieg bei Benzin und ca. 8,8 cent/Liter Anstieg bei Diesel an der Zapfsäule. Das wird aber in den kommenden Jahren noch ansteigen.

Abschließend noch einige aktuelle Medienberichte zur CO2 Bepreisung und zum KLIMABONUS, denn beides hängt in sich verschränkt zusammen:

Noch ein Detail für jene, die vielleicht ihren KLIMABONUS über einen RSA Brief erhalten haben, aber diesen wegen einer Krankheit oder sonstigen Umständen nicht beheben können. Da haben wir in einigen Fällen beim Ministerium angefragt und folgende Antwort bekommen: „Das Wichtigste vorweg: Bei Nichtabholung eines Klimabonus-Briefes geht der Anspruch nicht verloren. Die rücklaufenden Briefe werden erfasst und wieder als „nicht ausgezahlt“ registriert. Es ist jedoch keine zweite Zustellung vorgesehen, sondern es gibt die Möglichkeit über die Service-Hotline (0800 8000 80) bzw. über das Kontaktformular auf https://www.klimabonus.gv.at/kontakt/ die Kontodaten für eine Überweisung zukommen zu lassen……„Soweit vom zuständigen Referenten im Klimaschutzministerium. >> Mehr dazu auch noch auf https://www.klimabonus.gv.at/fragen-und-antworten/

Seit gestern gibt´s übrigens auch die Energiekostenausgleichsregelungen für die Unternehmen. Rund 1,3 Mrd. Euro hat die Regierung dafür vorgesehen. Die Details dazu liest Du hier

Und weil wir schon bei der ENERGIE und dem AUSSTIEG aus fossilen Energieträgern sind: In ARDAGGER wurden 2021 sehr viele Ölheizungen auf erneuerbare Energie oder Wärmepumpenanlagen umgestellt. Dafür hat Umweltgemeinderat Christian Zehethofer kürzlich vom zuständigen Landesrat Stephan Pernkopf auch eine Anerkennung für die Gemeinde übernommen. Ich darf den DANK an alle, die umgestellt haben, weitergeben:

Themenwechsel: Unsere Mitarbeiter der Gemeinde waren kürzlich zu einer Mitarbeiterversammlung zusammen. Es waren zwar einige erkrankt. Trotzdem: DANKE an dieser Stelle wieder einmal für die engagierte ARBEIT in den Kindergärten, der SCHULE, im Aussendienst und Bauhof aber auch am AMT und Bürgerservice für unsere Mitmenschen. Unsere Mitarbeiter sind diejenigen, die die Dienste der Gemeinde erst ermöglichen bzw. diese für alle umsetzen! DANKE!

Abschließend für heute alles GUTE für Deinen TAG und weil´s heute fast ausschließlich nur um ENERGIE geht, wünsche ich DIR auch persönlich viel ENERGIE – für all das, was Du zu tun und zu erledigen hast. Ich bin sicher, es wird Dir locker gelingen!

Ein Gedanke zu “Ardagger – Frühstücksnews – Donnerstag, 29.9.2022

  1. Ja unser Bürgermeister hat leicht reden über die CO2 Bepreisung weil er fährt ja einen Dienstwagen.
    Ich der viele km in die Wachau und auf die Baustellen fahren soll um dort CO2 neutrale Trockensteinmauern in Weingärten und im Weltkulturerbe Wachau zu sanieren oder zu errichtenl lehne diese zusätzliche Erhöhung komplett ab.
    Alles machen die Grünen nur ideologiebesessen und komplett wirtschaftsschädigend und die Gewessler ist sowieso unfähig für diesen Job.
    Es gäbe auch andere Wege anstatt die kleinen Leute und EPU und KMUs mit einer solchen Steuer zusätzlich zu den hohen Energiekosten zu bestrafen.
    Und ich werde mich nicht bittend und bettelnd bei der Regierung für einen Zuschuß für die Firma anstellen.
    Für mich gibt es zwei Wege entweder der Kunde bezahlt die Wegekosten zur Gänze … da hatte ich schon Probleme und einige Aufträge nicht abgewickelt … oder ich lasse die Arbeiten einfach.
    Dann gibt es auch keine Steuern und Abgabebn mehr
    Den Klinabonus habe ich bis heute NICHT am Konto.
    … und die Steuer wird jedes Jahr mehr bzw. Unterstützungen oder Freibeträge mit der Zeit weniger.
    Leute denkt doch mal nach. Diese Steuer bestraft nur die kleinen Leute, Pendler, Arbeiter und Angestellte die mobil sein müssen.
    Einfach eine Frechheit jetzt so etwas einzuführen.

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