Ardagger – Frühstücksnews – Mittwoch, 25.1.2023

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Du hast vielleicht heute schon die Klospülung betätigt, vielleicht auch schon die Waschmaschine und den Geschirrspüler eingeschaltet. Du hast Dich vielleicht geduscht, gebadet oder gewaschen und ….. überall ist Wasser – vermischt mit Seife, Lebensmittelresten, Fäkalien oder mit sonstigen Fremdstoffen in den Kanal gelaufen. Die meisten Häuser unserer Gemeinde sind an den öffentlichen Fäkalkanal angeschlossen – rund 700 Liegenschaften. Die anderen haben Kleinkläranlagen oder Genossenschaftslösungen. Kilometerlange Kanalleitungen sammeln in den Siedlungen das Abwasser der Häuser und bringen es – zumeist im freinen Gefälle – teils aber auch mit Hilfe von insgesamt 7 Pumpwerken in die Kläranlage, die direkt an der Donau beim Schatzkastl steht.

 

Dort in der Kläranlage wird das „ABWASSER“ gereinigt und zentrales Element dieser Reinigung ist nach Abscheiden von Grobstoffen das sogenannte „Belebungsbecken“. Im Belebungsbecken entsteht mit Hilfe von Mikroorganismen unter starker Belüftung der sogenannte „Belebtschlamm“, der dann in einem Nachklärbecken „abgezogen“ wird. Man kann sich das ungefähr so vorstellen, dass die Mikroorganismen das Abwasser „auffressen“, es im Organismus zu ungefährlichen Reststoffen „umbauen“ und dann die Reststoffe ausscheiden bzw. auch selbst als Organismen nach einer Zeit absterben. Diese Reststoffe sinken ab oder koagulieren im Abwasser und das ist dann der sogenannte „Belebtschlamm“, der dann in einem Nachklärbecken abgesetzt wird, immer mehr eingedickt wird und nach mehreren Umläufen der absolute Rest abgezogen und in Schlammsilos gespeichert wird. >> hier geht´s zu einer umfangreichen WIKIPEDIA-Dokumentation des Belebtschlammverfahrens! 

Der Klärschlamm wird später entwässert und je nach Inhaltsstoffen entweder verbrannt oder einer Kompostierung zugeführt. Aufgrund hoher Blei, Cadmium und vor allem Zink- und Kupferanteile in unserem Abwasser mussten wir den Klärschlamm in den letzten Jahren immer wieder verbrennen lassen. Die Reinigungsleistung des Abwassers in der Kläranlage liegt übrigens bei durchschnittlich 95% – allerdings von Inhaltsstoff zu Inhaltsstoff leicht unterschiedlich. >> Hier ein Blick in Form eines Kurzfilms ins Belebungsbecken >> KURZFILM

Die Abwasserreinigung in der Kläranlage verursacht auch Kosten: Neben Personalkosten immer wieder auch Erneuerungskosten bei Pumpwerken und Kompressoren und vor allem Stromkosten. Rund 280.000KWh macht der jährliche Stromaufwand in der Kläranlage und bei den Pumpwerken aus. Insofern haben wir auch bereits in Photovoltaikanlagen investiert, um einen Teil dieser Stromkosten einzusparen bzw. von der Sonne zu gewinnen. Die Betriebskosten und auch die Erneuerungsinvestitionen der Kläranlage sind übrigens mitentscheidend dafür, wie hoch die Kanalgebühren beim Einzelnen sind. Und da haben wir in unserer Gemeinde gut gewirtschaftet. Seit Start der neuen Kläranlagen mussten seit über 20 Jahren – obwohl die Inflation seither enorm war –  die laufenden Gebühren nicht erhöht werden.

Leider muss ich heute wieder einen Todesfall bekanntgeben: Frau Maria Kühberger aus Stift Ardagger ist vorigen Freitag im 92. Lebensjahr verstorben. Am Donnerstag findet um 14.00 Uhr der Trauergottesdienst in Stift Ardagger statt. Ab 13.30 wird für die Verstorbene gebetet. Die abendliche Betsstunde ist für morgen Mittwoch um 19.00 Uhr angesetzt.

Die gestrige Stammzellentypisierung haben 35 Menschen genutzt. Der ULC und SCU Ardagger haben zu dieser Aktion am 24.01.2023 in der Mittelschule Ardagger eingeladen. Beim Verein „Geben für Leben“ sind die Menschen nun registriert und falls ihr Typ mit jenem von an Leukemie Erkrankten zusammenpasst, dann werden diese ersucht, eine Blutspende abzugeben. Allen, die mitgeholfen haben udn die sich für eine Typisierung bereit erklärt haben, sagen Notburga Brandstetter und Thomas Weniger herzlichen DANK!

Einladen darf ich Dich heute noch zu einer musikalischen Reise durch die Liebesliteratur mehrerer Jahrhunderte in die Kirche nach Stift Ardagger. Vielleicht kurz vor dem Valentinstag auch ein ideales Geschenk an Deine Liebste/n: ValentinsAm Sonntag, den 12.2.2023 um 16.00 in der Stiftskirche Ardagger Stift. Das junge Vokal- und Instrumentalensemble QUART:ESSENZ wird aufspielen und das sind vier Musikstudierende aus Linz und Wien. Mit einer ungewöhnlich charmanten Kombination aus Harfe, Klavier, Posaune, Kontrabass und Gesang wird das Thema „Liebe“ mit Stücken von John Dowland, Astor Piazolla, Peter Gabriel, bis hin zu Willi Resetarits und Wolfgang Ambros in zahlreichen Facetten besungen und bespielt. Es spielen: Jonas Asenbaum (Klavier, Gesang), Pia Dietl (Kontrabass, Gesang), Laura Hinterleitner (Harfe, Gesang), Paul Preining (Posaune, Gesang). Veranstaltet wird das Konzert vom Kath. Bildungswerk Ardagger Markt. >> Mehr hier auf der KBW Homepage

 

Anlässlich der Möglichkeit für längeren Stromausfall (Blackout), darf ich Dir heute noch einen Hinweis auf den ZIVILSCHUTZ-SHOP geben: >> Hier auf https://zivilschutz-shop.at/gibt´s vom Notfallradio über ein Vorsorgepaket bis hin zu verschiedenen Dauerlebensmitteln alles und noch viel mehr, was Dir und Deiner Familie bei einem längeren Ausfall der Versorgung helfen kann.

 

Und dann noch eine Personalsuche: Im Büro des NÖ. Gemeindebundes in St.Pölten suchen wir eine/n Juristin/en. Die Tätigkeit umfasst vor allem: Rechtsberatung für Gemeindefunktionäre; Begutachtung von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien.
Das Anforderungsprofil:
abgeschlossenes Studium der Rechtswissenschaften; optimalerweise Berufserfahrung im kommunalen Bereich; Interesse am Verwaltungsrecht, idealerweise Kenntnisse in der Bau und Raumordnung; Engagement, Teamfähigkeit, Unbescholtenheit und örtliche Mobilität; selbstständige und eigenverantwortliche Arbeitsweise.
Der NÖ. Gemeindebund bietet
eine anspruchsvolle und interessante juristische Tätigkeit; die Möglichkeit zur konsequenten fachlichen und persönlichen
Weiterentwicklung;
ein gutes, familiäres und familienfreundliches Betriebsklima und ein attraktives Gehalt. >> >> hier die Detailausschreibung – Stellenausschreibung JuristIn im NÖ.Gemeindebund

Gestern war ich noch in Krems unterwegs. Unter anderem bei einem Termin mit dem Bundesdenkmalamt in der sogenannten Gozzoburg. Es ging inhatlich um die Frage, PV Anlagen auf denkmalgeschützten PV Anlagen und wie wir das möglich machen können. Ich darf dir heute von diesem alten Baujuwel und der umgebenden Altstadtbebauung ein paar Bilder weitergeben.

Danke auch an den Kremser Stadtbaudirektor DI Reinhard Weitzer, der mir zuvor die Herausforderungen bei der Entwicklungen der historischen Stadt schilderte aber auch zeigte, wie eine moderene Bauamtsverwaltung agiert. Gratulation dazu!

Für alle an Politik Interessierten: Da fand gestern abend noch die erste Diskussionsrunde der Spitzenkandidaten zur Landtagswahl auf NÖN-N1-TV statt:

>> Hier geht´s zur fast 2 stündigen Aufnahme der gesamten Diskussion:

 

Hier geht´s zur nachfolgenden POLIT-Analyse der Diskussionsrunde:

Mit folgendem Spruch des Tages darf ich Dir alles GUTE und heute besonders viel HUMOR wünschen, denn so sagt Ernst Petzold: „HUMOR ist die Fähigkeit, heiter zu bleiben, wenn es ernst wird!“ Einen schönen und erfüllten Tag wünsche ich Dir!

2 Gedanken zu “Ardagger – Frühstücksnews – Mittwoch, 25.1.2023

  1. Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
    vielen Dank für Ihre tollen und umfangreichen Berichte!

    Zum Bericht über unsere Kläranlage: Sie schreiben, dass der Klärschlamm aufgrund hoher „Blei, Cadmium und vor allem Zink- und Kupferanteile“ nicht deponiert werden kann, sondern verbrannt werden muss.
    Sind an das öffentliche Kanalnetz nur Haushalte angeschlossen, oder auch Gewerbebetriebe?
    Falls nur Haushalte: gibt es Hinweise darauf, woher diese Stoffe stammen könnten, bzw. welche Produkte man eher vermeiden sollte (Waschmittel, Geschirrspülmittel, Duschbad, etc. oder ev. sogar alte Leitungen)?
    Es wäre in Sinne des Umweltschutzes bzw. der Abfallvermeidung hochinteressant zu wissen, ob und wie man dazu beitragen könnte, den Metallanteil in unserem Abwasser auf ein verträgliches Mass zu reduzieren.
    Beste Grüße, Thomas Bindl

    1. Danke für die Frage: Es sind auch Gewerbebetriebe angeschlossen. Die haben aber strenge Auflagen und müssen gemäß „Indirekteinleiterverordnung“ auch Überprüfungen vorlegen. Wir haben auch schon versucht, die Belastungen mittels „Sielhautuntersucheungen“ einzugrenzen. Das war auch erfolglos. Aktuell liegt die Vermutung nahe, dass der Chemismus des Trinkwassers, das in Teilen des Gemeindegebietes „eher aggressiv“ im Sinne von „Kohlensäurehältig“ ist, gewisse „Lösungseffekte“ – beispielsweise bei „Dachrinnen“ usw. hat…..

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