
Anfang April starten nun die Bauarbeiten für die Notwasserversorgungsleitung zwischen Ardagger Markt und Ardagger Stift. Im Detail wird eine 1500 lfm lange Verbindungsleitung vom ersten der 5 neuen Bohrbrunnen am Hochwasserschutzdamm Ardagger Markt bis zum bisherigen Brunnenhaus Ardagger Stift verlegt. Eigentlich werden es sogar 2 Leitungen sein: Einerseits wird mit der ersten Leitung „Rohwasser“ bei Gebrechen und Ausfällen zur Aufbereitung Richtung Stift Ardagger gepumpt und umgekehrt wird normales Trinkwasser Richtung Ardagger Markt geleitet. Die Trinkwasserleitung wird in der Rotte Bach und dann noch einmal im Bereich „Burggarten“ in Ardagger Markt (Häuser Kaisergruber-Mimmler) in das bestehende Leitungssystem der Sonnensiedlung angeschlossen. Und in Ardagger Markt wird auch der Notversorgungsübergabepunkt mit der Wasergenossenschaft Ardagger Markt angespeist. So kann bei Gebrechen auch zwischen der Wasserleitung der Genossenschaft Ardagger Markt und der Gemeindewasserleitung Ardagger Stift in Zukunft noch besser ausgeholfen werden.
Der neu erschlossene Brunnen in Ardagger Markt liegt direkt am Hochwasserschutzdamm und wird in Zeiten des Hochwassers auch als „Sperrbrunnen“ zur Grundwasserentspannung genutzt. Das hier geförderte Trinkwasser kommt einerseits aus dem Grundwasserbegleitstrom der Donau und andererseits aus dem Grundwasserbereich Fuchshof. Die Pumpversuche haben enorm große Wassermengen ausgewiesen. So wurden bei Tests vor rund 2 Jahren 24h lang 80l/Sekunde gefördert. Dazu eine Bericht hier >> http://wp.me/p2c3k2-1i7; Aktuell benötigen wir in der Gemeindewasserleitung eine Durchschnittsfördermenge von 2 bis 2,8l/Sekunde für die rund 300 Hausanschlüsse. Und gerade wegen seiner Menge und auch Sicherheit in Trockenzeiten haben wir dieses Grundwassergebiet an der Donau jetzt neu erschlossen. Das Wasser aus dem Notbrunnen weist grundsätzlich die gleiche chemische Zusammensetzung wie das bisherige Wasser der Gemeindewasserleitung auf (relativ hohe Kalkwerte, auch hohe Eisenwerte und erhöhte Manganwerte), wobei Eisen und Mangan auch beim bestehenden Brunnen mit einer sogenannten Enteisenungsanlage schon jetzt weitgehend ausgefiltert werden. Neu im Projekt ist, dass wir, um auch für allfällige Wasserverkeimungen gerüstet zu sein, jetzt zusätzlich auch noch eine UV Anlage installieren.
Mit der Notverbindung wird die Wasserversorgung der Gemeinde auf eine zweites großes Standbein gestellt und ein vom bisherigen System völlig unabhängiger und in den Augen der beigezogenen Experten auch sehr sicherer, weil ausgedehnter Grundwasserspeicher erschlossen. Weiters ist der Not-Zusammenschluss mit Ardagger Markt mit einer starken Leitung ein weiterer wichtiger Schritt, um im Notfall wechselseitig rasch und mit voller Kapazität aushelfen zu können – ähnlich wie das bereits durch den Notzusammenschluss mit Stephanshart im Jahr 2016 sichergestellt worden ist. Abschließend noch herzlichen DANK all jenen, die durch Ihre Zustimmung als Grundbesitzer oder sonstige Berechtigte zu diesem Projekt beigetragen haben. Diese Partnerschaft ist im Sinne aller Wasserbezieher in der Gemeinde unschätzbar. DANKE!
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