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Ardagger-Coronavirus: Aktuelle Lage am 23.3.2020

(c) Hermi Naderer. Danke für die so passende Übermittlung

Sehr geehrte Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger!

Eigentlich nehme ich mir seit Tagen vor, etwas über die Auswirkungen des VIRUS auf die Wirtschaft, auf die Betriebe und die Arbeitsplätze bei uns zu schreiben und auch über die Unterstützungen des Staates, die es mittlerweile gibt, damit in absehbarer Zeit wieder alles „NORMAL“ weitergehen kann……; …….nur……, ich komm nicht dazu …..und vielleicht soll´s auch so sein, dass ich deshalb hier am Montag, den 23.3.2020 doch noch einmal einige grundsätzlichere Gedanken „spinne“. Gedanken zur mittlerweile „verordneten Entschleunigung“, die uns das kleine unsichtbare VIRUS gebracht hat. Gedanken zu einem „shutdown“ auf „0“, der bezeichnenderweise aus dem gigantisch aufstrebenden, pulsierenden und bisher in unserer Wahrnehmung alles dem Wirtschaftswachstum unterordnenden China gekommen ist. Gedanken zu einem unsichtbaren, auch unfassbaren und noch immer in all seinen Wirkungen nicht einschätzbaren Krankheits-Erreger vor dem wir auch in unserer technisch und wissenschaftlich hochgerüsteten Gesellschaft derartige ANGST haben, dass genau der in diesen Tagen und Wochen unser Leben und wirtschaften weltweit völlig auf den Kopf stellt und verändert:

Wünschten wir uns nicht bis vor wenigen Wochen noch Maßnahmen gegen den Klimawandel? Heute sind die Straßen leergefegt, die Luft ist klar, ein Flieger fällt am Himmel wieder auf und „Verzicht“ ist mit dem Schließen aller nicht lebensnotwendigen Geschäfte plötzlich Realtiät.

Wünschten wir uns nicht bis vor wenigen Wochen noch Regionalität? Heute kaufen wir bewusst ein, sind stolz auf unsere Bauern und Nahversorger, erkennen plötzlich, wie anfällig unsere Wirtschaft geworden ist und beteuern, auf die Frage, wo wir unseren nächsten Urlaub verbringen werden: Natürlich. ÖSTERREICH! und dass wir nie mehr ein Kreuzfahrtschiff betreten werden!

Wünschten wir uns nicht bis vor wenigen Wochen noch mehr Zeit für uns selbst? Auf einmal ist sie sehr viel geworden, die Zeit. Für die einen zu viel, so dass sie ehrlicherweise nicht immer wissen, was sie mit dieser Fülle anfangen sollen. Und für die anderen wird klar, dass ihnen die bisherigen „Zeiträuber“ – Bespaßung und Trubel – eigentlich gar nicht abgehen und das tägliche „Hamsterrad“ auch langsamer laufen kann.

Wünschten wir uns nicht bis vor wenigen Wochen noch mehr Mitmenschlichkeit? Jetzt erleben wir, dass uns ein einfacher Händedruck abgeht, wenn wir uns nur zuwinken können, dass uns unserer Vereine und Gemeinschaften fehlen und dass uns ein Besuch im örtlichen Gasthaus nicht nur wegen der Getränke und der Hausmannskost abgeht, sondern wegen der Menschen, denen wir dort begenen, fehlt!

Wünschten wir uns nicht bis vor wenigen Wochen noch Vieles andere, das heute plötzlich möglich geworden ist? Könnte es sein, dass die Wirkungen von Corona auch Nebenwirkungen haben?

Noch haben wir wegen des VIRUS eine Zeit lang viel mehr Zeit, um über die Zeit danach nachzudenken! Wir sollten diese Zeit nutzen, damit wir uns nach der Krise das behalten können, was wir uns sonst wiederum nur wünschen können.

Wenn Du konkrete Gedanken hast, was von den NEbenwirkungen der Krise bleiben soll und was getan werden kann, um einiges zu verändern, dann schreib mir das bitte auch gerne. Und damit noch zu einigen Dingen, die ich Dir von diesem Tag weitergeben möchte:

Und damit möchte ich hier auch wieder einige Bilder, Texte, Videos und Gedanken von Menschen weitergeben, die mir heute oder in den letzten Tagen zugetragen worden sind:

Abschließend noch einige Bilder und Videos, die mir heute zugeschickt worden sind, nachdem ich  Dir „Alles GUTE und#Gsundheit, #Zuversicht und #Langmut gewünscht habe

(c) Leere Straßen am gestrigen Sonntag in Ardagger
(c) Philipp Gutlederer – Blick vom Kollmitzberg am Montag abend
(c) Maria Hauer
(c) Danke den Postzustellerinnen
(c) Danke den Postzustellerinnen
(c) Maria Hauer – Blumen Selbstpflückfeld
(c) Quarantäne

 

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