Auf Einladung der beiden Gemeindevertreterverbände von ÖVP und SPÖ informierten kürzlich Vertreter von AMS (Harald Vetter, MBA), Wirtschaftskammer (Mag. Andreas Geierlehner) und Land NÖ. (Mag. Lorenz Wachter) die Bürgermeister im Bezirk Amstetten über Entwicklungen am Arbeitsmarkt und speziell auch über Projekte und Möglichkeiten der Arbeitsintegration von Asylberechtigten. Harald Vetter erklärte, dass vor allem Handwerksberufe und höher qualifizierte Kräfte in der Wirtschaft „gebraucht“ werden: Beispielsweise gäbe es aktuell gerade für 140 Metaller und Elektriker bzw. 66 Techniker offene Stellen im AMS Bezirk Amstetten (ohne Waidhofen), erzählte der AMS Leiter. Weil aber 47% der aktuell Arbeit Suchenden maximal einen Pfichtschulabschluss aufweisen, passe Bedarf und Angebot aktuell einfach nicht zusammen und so werde die Anzahl der Langzeitarbeislosen und damit meist auch einhergehend die Zahl der Notstandshilfebezieher bzw. teilweise auch der Mindestsicherungsbezieher laufend höher obwohl es mit Oktober einen so hohen Beschäftigungsstand wie noch nie gegeben hat. (42. 294 Menschen waren in der Region AMS Amstetten in Beschäftigung).
Zur Frage, mit welchen Maßnahmen Asylberechtigte an den Arbeitsmarkt herangeführt werden, verwies Vetter auf folgende Prioritäten: 1) Deutsch zu Lernen steht ganz oben und dafür wurden allein in Niederösterreich 4500 Kurse für 2017 gesichert. 2) Dann bzw. parallel dazu wird in Kompetenzchecks die Qualifikation der Asylberechtigten erfasst, um sie dann entweder direkt zu vermitteln, aufzuschulen oder je nach Alter auch noch einmal in Österreich dem Bedarf entsprechend weiterzubilden. Dafür sind mit BASIC und POLEposition auch spezielle AMS Programme für einen flächendeckenden Einsatz in NÖ ab April 2017 entwickelt worden, die dabei unterstützen.
Die Arbeitsintegration von Asylberechtigten ist uns in den Gemeinden aus 2 Gründen besonders wichtig: Einerseits sorgt Beschäftigung für gesellschaftlichen Anschluss und für Integration und andererseits löst Beschäftigung die Asylberechtigten aus der reinen staatlichen Sozialfinanzierung heraus und gibt Eigenständigkeit mit allen Rechten und auch steuerlich-finanziellen Pflichten.



