Frühnews – Donnerstag, 27.8.2026

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Heute gibt´s Infos zu diesen Themen in den News

Ardagger

Zunächst eine Korrektur zur gestrigen Info über den „VERSORGUNGSINFRASTRUKTURBEITRAG“ – PV Anlagen über 20kW zahlen schon ab der ersten KWh mit…

Gegenüber der gestrigen Info (Frühnews vom 26.8.2026) zum ab 1.1.2027 neuen Versorgungsinfrastrukturbeitrag von PV Anlagen muss ich meine Info leider korrigieren. Die vorgesehenen 0,05 Cent sind entfallen nur bei Anlagengrößen mit einer netzwirksamen Leistung von maximal 20KW. Solle eine Anlage von Haus aus größer sein, dann gibt es keinen „Freibetrag“, wie fälschlicherweise geschrieben, sondern ist ab der ersten eingespeisten KWh auch der Versorgungsinfrastrukturbeitrag in der Höhe von 0,05 Cent abzuziehen. Ich entschuldige für die fälschliche Info und habe sie in den gestrigen Frühnews auch bereits richtig gestellt. Danke an Thomas Bindl auch für´s aufmerksame Lesen.

Homes with extensive solar panels in a leafy suburban neighborhood
KI-Bild

Gestern und schon in der letzten Wochen fanden Vermessungsarbeiten entlang der Bundesstraße und Landesstraße Richtung Viehdorf statt.

Die im Vorjahr umgestalteten Straßen werden nun mit ihren neuen Bestandsgrenzen auch „Nachvermessen“ und den neuen Besitzern zugeordnet. Einerseits kommen dort, wo nun die Straße verbreitert wurde (bspw. Richtung Viehdorf) auch Flächen zum öffentlichen GUT der Landesstraße dazu. Andererseits werden Nebenflächen – bspw. an der B119 für den Radweg – auch an das öffentliche GUT der Gemeinde oder zur Korrektur auch ins Privateigentum von Anrainern übertragen.

Herzlichen DANK an die Anrainer und Grundstücksbesitzer für Ihr Entgegenkommen bei den Straßenbauarbeiten

Ich darf mich aus diesem Anlass – der Endvermessung – auch nochmals ganz herzlich bei den Vertretern der Straßenbauverwaltung des Landes Niedreösterreich, dem Straßenmeister und den Mitarbeitern unserer Straßenmeisterei für ihre exzellente Arbeit bedanken! Danke auch besonders den Anrainern, die bereit waren, hier Grundstücke abzugeben oder abzutauschen. Nur so konnten vor allem Neugestaltungen im Bereich Stocka oder auch Richtung Viehdorf/Ennsfeld gelingen!

Öffentliches GUT und Privateigentum – Was ist der Unterschied?

Vor allem anlässlich von Vermessungsarbeiten mit der Gemeinde stellt sich immer wieder die Frage nach dem Rechtsstatus von „öffentlichem GUT“, denn solches wird für Straßen zumeist ausgewiesen. Und das unterscheidet sich in einigen Punkten ganz klar vom Privateigentum:

Und dabei ist zunächst wichtig: Öffentliches Gut ist nicht einfach alles, was einer Gemeinde oder einem Land gehört. Entscheidend ist vor allem, welchem Zweck die Sache gewidmet ist und wer sie nutzen darf. Also auch die Gemeinde kann sowohl Flächen verwalten, die „im öffentlichen GUT“ oder im „Privateigentum“ der Gemeinde sind.

Das öffentliche Gut umfasst dann insbesondere jene Teile des Gemeindeeigentums, die dem Gemeingebrauch gewidmet sind – etwa Straßen, Plätze oder Brücken. Die Benützung steht grundsätzlich allen in gleicher Weise zu.

Das Privateigentum dagegen ist Eigentum einer Privatperson oder des Rechtsträgers. Privateigentum bedeutet für den Eigentümer grundsätzlich das Recht, über eine Sache zu verfügen und andere davon auszuschließen – soweit gesetzlich nichts anderes vorgesehen ist. Laut NÖ Gemeindeordnung kann ein Teil des „Gemeindevermögen“ auch wie „Privateigentum“ als gemeindeeigene Sachen und Rechte gehandhabt werden. Also unsere Gemeinde Ardagger hat zum Beispiel in den letzten Jahren einige zukünftige Baugrundflächen angekauft, besitzt Schulen, Kindergartengebäude oder auch die Feuerwehrhäuser u.a.; Und die zählen dann zum „Gemeindeeigentum“ und werden rechtlich wie „Privateigentum“ behandelt bzw. haben demzufolge gewisse Nutzungsbeschränkungen und stehen der Öffentlichkeit nur unter gewissen Bedingungen bzw. dem vorgesehen Zweck entsprechend zur Verfügung.

Öffentliches GutPrivateigentum
Dient dem GemeingebrauchDient grundsätzlich dem Eigentümer
Nutzung grundsätzlich für die AllgemeinheitEigentümer kann andere grundsätzlich ausschließen
z. B. öffentliche Straße, Platz, Brückez. B. Privatgrundstück, Haus, Betrieb
Gemeinde/Land kann Eigentümer seinPrivatperson oder privates Unternehmen als Eigentümer aber auch Gemeinden oder Land (Die NÖ Gemeindeordnung definiert das Gemeindevermögen als gemeindeeigene Sachen und Rechte)
Nutzung und Zweck sind öffentlich-rechtlich geprägtNutzung primär durch Eigentumsrechte bestimmt
Two road surveyors using instruments beside a road sign reading Kirchberg 3 km
KI-Bild

Es sind oft Kleinigkeiten – aber in der Brandwiese ist es jetzt auch ganz hinten „sauber“

Du wirst wahrscheinlich nicht oft hinkommen – ganz hinten in die Brandwiese Stift Ardagger. Dort war jetzt lange Baustelle. Aber jetzt ist es sauber geworden, weil die ersten auch ihre Aussenanlagen gestaltet haben und wir seitens der Gemeinde die Straßenanschlüsse und die Entwässerung vervollständigt haben. Herzlichen DANK in diesem Fall an die Fa. Riegler und ihren Helfern, die von den Privaten beauftragt wurde und wo wir uns seitens des „öffentlichen GUTES“ angeschlossen haben.

Musiksammeln in Stift Ardagger in Pfaffenberg am kommenden Freitag und in Bach am 4. September

Zu einem regelrechten spontanen Straßenfest hat sich das Musiksammeln in Stift Ardagger kürzlich „Am Weinberg“ entwickelt. Nächsten und übernächsten Freitag sind die nächsten Straßen und Gretzln dran. Herzlich willkommen und wenn Du willst, besuch einfach auch Deine Freunde in der Straße, wo gerade aufgespielt wird. Es wird echt gute Blasmusik und viel gute Stimmung geboten.

Infos vom „Sinnhof“ in Fuchshof – es gibt neue Termine und Angebote

Gemeindebund

Buchpräsentation – Nächste Woche bei den Kommunalen Sommergespräche in Bad Aussee – Thema „kommunale Kommunikation“

Der 2. Band einer mehrbändigen Serie mit dem Übertitel „kommunale Perspektiven“ wird kommende Woche in Bad Aussee bei den kommunalen Sommergesprächen präsentiert. Die Vorworte des Chefredakteurs Hans Braun und von Peter Filzmayr bzw. Doris Ingruber, die federführend mitgewirkt haben, darf ich Dir heute schon weitergeben und damit auch nochmals die Einladung aussprechen. Und „Kommunikation“ kann ich Dir einfach nur ans Herz legen. Wie sie gut gemacht ist und auch wirkt, das liest Du dann in diesem Band. Und wenn Du noch teilnehmen willst, dann einfach auf www.sommergespraeche.at „einchecken“ oder über den vorgelagerten Bürgermeistertag unter www.gemeindebund.at/buergermeistertag informieren.

Heute nochmals ein Projekt aus St. Andrä im Lavanttal – das Cafe „Mitnond“ in dem wir bei der Kärnten Bgm. Tour auch eingekehrt sind.

Das Café „Mitnond“ ist ein inklusives Kleinunternehmen der AVS Sozial, das im Eingangsbereich des dortigen Pflegeheims als beliebter Treffpunkt dient. Die angeschlossene AVS Tagesstätte St. Paul befindet sich direkt im Pflegeheim „Haus Lavendel“. Sie bietet Tagesbetreuung für Menschen mit Assistenzbedarf und fördert den generationenübergreifenden Austausch. Und ich zeig´s Dir heute hier, weil es auch zeigt, was Gemeinden österreichweit alles leisten und in welchen Bereichen sie umfassend für Menschen unterschiedlichster Bedürfnisse tätig sind. Ein Vorzeigeprojekt – hier aus Kärnten.

Sprüche zum Tag

Thema „Inklusion“

Im Cafe „Mitnond“ in St. Andrä arbeiten Menschen mit besonderen Bedürfnissen – ihren Fähigkeiten entsprechend übernehmen sie Aufgaben und werden nicht nur geschätzt sondern gefördert, motiviert und im richtigen Maß auch gefordert. Ein gelungenes Beispiel von Inklusion. Und deshalb das Wort „Inklusion“ heute auch als Thema für die Sprüche zum Tag!

„Ich bin anders, nicht weniger.“Temple Grandin
Das Zitat wird häufig mit Grandin verbunden und bringt den Gedanken der Anerkennung von Verschiedenheit sehr prägnant auf den Punkt.

„Allein können wir so wenig tun; gemeinsam können wir so viel tun.“Helen Keller
Ein sehr passender Gedanke für Inklusion und gemeinsames Handeln.

„Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort bedroht die Gerechtigkeit an jedem anderen.“Martin Luther King Jr.
Aus Letter from a Birmingham Jail (1963).

„Die Welt braucht verschiedene Arten von Köpfen, die zusammenarbeiten.“Temple Grandin
Besonders passend zum Gedanken, dass Unterschiedlichkeit eine Stärke sein kann.

„Es ist normal, verschieden zu sein.“Richard von Weizsäcker zugeschrieben
Ein häufig verwendeter Leitsatz im Zusammenhang mit Inklusion und gesellschaftlicher Vielfalt. Die Formulierung wird heute breit in der Inklusionsdebatte verwendet.

Alles GUTE für Deinen heutigen TAG

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