Frühnews – Mittwoch, 28.10.2026

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Heute gibt´s Infos zu diesen Themen in den News. Und gleich vorweg: Aus unserer Gemeinde ist diesmal und auch die kommenden Tage wenig dabei. Dafür hab ich es aber „technisch“ geschafft, Dir einige Eindrücke und Bilder von der Chinareise weiterzugeben, die ich gerade zum „World cities day“ nach Foushzu machen darf……

Ardagger

Kirchenzufahrt Ardagger Markt und Zufahrt Sportplatz seit gestern fertig

Hier einige Bilder von Fuchshof – Michael Prinz – weil ja die Kirchenzufahrt auch der erste Teil des GW Fuchshof ist. Danke bei beiden Wegen besonders den Anrainern für das Verständnis für die Arbeiten.

Unterdtützungsbitte vom ORA Lager

Für den nächsten ORA-Lager-Hilfstransport werden dringend folgende Dinge gesucht:

  • Verband-Kompressen 10 × 10 cm
  • Ichtholan Salben
  • 2 Futterautomaten für Hühner
  • 1 starker Häcksler für Mais

Vielleicht hat jemand zu solchen Hilfsmitteln Zugang oder kann etwas davon zur Verfügung stellen.

Bitte bis 8. November melden, danach geht der Transport ab. 

Danke nochmals für die Kalenderbilder

Dieses Bild von Regina Potzmader vom Kollmitzberg hätte gestern schon dabei sein sollen, ist aber leider zwischen Ardagger und Bejing am Weg irgendwo verschwunden….; Heute aber hier wieder aufgetaucht. Danke dafür.

Gemeindebund

Chinareise zum World Cities Day in Fuzhou

Jährlich findet der World Cities Day statt. Das Thema „Wohnen“ ist heuer das Motto: „Regenerating the City: Adequate Housing for All“ steht weltweit oben am Programm. Und jetzt muss man natürlich fragen, was hat das mit dem Gemeindebund zu tun, wo wir doch die mittleren und kleinen Gemeinden und nicht die Städte vertreten….? Naja – der „Speckgürtel“ rund um die großen Städte – das sind auch wieder die „kleinen“ und die notwendige Infrastruktur, die Ressourcen für‘s Bauen und Wohnen, die Erholungsräune, Energie und Wasser und vieles mehr, kommt auch von den mittleren und kleinen Städten und Gemeinden rund um die großen „Cities“ dieser Welt. Die Tagung war in jedem Fall der Anlass…..; Mehr um World Cities Day – beginnend ab 31.10. hier >> https://www.un.org/en/observances/cities-day oder auch noch hier >> https://www.worldcitiesday.cn/en/index.html

Zunächst aber zu China selbst…..

Einen Tag erst habe ich einen Miniteil dieses Landes kennengelernt und zumindest bisher haben sich Erzählungen und Internetinfos bestätigt:

Harmonie und das „Gesicht wahren“, wie’s in manchen Reiseführern steht ist das eine aber auch das Beste herzeigen ist das andere und diese Haltung ist auch Teil der chinesischen Gastfreundschaft, wie wir gestern auch bei einem oppulenten und exzellenten Mittagessen erleben durften.

Kollektiv vor Individuum: Das Verhalten wird primär im Kontext der Gruppe, der Familie oder des Unternehmens bewertet, nicht als isolierte Einzelleistung. Wir waren gestern schon einige Stunden im Bus unterwegs – auch einige Zeit im Stau, aber speziell im Verkehr wird enorm Rücksicht genommen…..; Ein gelernter Österreicher würde zwar meinen, das läge an den unzähligen Verkehrs- und sonstigen Sicherheitskameras und -einrichtungen. Aber die Wahrnehmung des ersten Tages ist, dass es wirklich ein sehr zurückhaltendes Verhalten ist, das die Menschen überall hier im Land auszeichnet – was allerdings nicht heißt, dass die Menschen hier nicht selbstbewusst wären – das sehr wohl und auch zurecht.

„Manche Persönlichkeiten sind der Zeit voraus. Sie leben gegen den Uhrzeigersinn.

Walter Ludin – Schweizer Aphoristiker

Hierarchie und Respekt: Respekt vor Älteren, Vorgesetzten und staatlichen Autoritäten ist tief in der Kultur verankert. Die Akzeptanz für Regierungsentscheidungen und Ordnung ist im Durchschnitt sehr hoch. Und das haben wir gestern mit unseren Reisebegleitern auch anhand der Coronamassnahmen und der Lehren daraus diskutiert. Während dies in China scheinbar noch zu einer weiteren Stärkung der staatlichen Organisation geführt hat, war es zumindest in der späteren Pandemiephase in Österreich und Europa eher zum Nachteil für staatliche Organisationen….; Übrigens auch die Religiosität dürfte hier wieder erstarkt sein, während bei uns die Kirchen leerer und leerer werden…..

Fleiß und Disziplin („Xinku“): Harte Arbeit, ein starker langfristiger Fokus und das Streben nach sozialem Aufstieg bestimmen den Alltag vieler Menschen. Und das ist auch tatsächlich gestern bei allen Terminen spürbar gewesen. Hier will man etwas ereichen – selbst und gemeinsam als China, als Stadt oder Region und Institution und auch die Ziele dürften einheitlich und klar sein und damit „Bündeln“ sich auch die Kräfte.

Das Ziel der Reise: Entwicklungen erkennen und für uns nutzbar machen

Die Chinareise beschäftigt sich übrigens mit den Entwicklungen von humanoiden Robotern, mit KI, 6G Technologie und autonomem Fahren. Daneben knüpfen wir auch Kontakte zu chinesischen Städten und Gemeinden. Alles mit dem Hintergrund, Entwicklungen vorherzusehen und frühzeitig für Anwendungen in Österr. Gemeinden zu überlegen bzw. auch die Auswirkungen von diesen Technologien auf unsere Gesellschaft und die Gemeindeentwicklung abschätzen zu können.

Better House Technology exhibition

Eine eigene „Art Bauaustellung„ haben wir gestern gesehen. Neben modernen Bau- und Renovierungstechniken, die vor allem günstig sein sollen, haben uns die Verantwortlichen auch modernste Haustechnik gezeigt und smarte Raumaufteilungskonzepte, die dann schon nahezu futuristisch wirkten und sind….- aber da kann man sich in jedem Fall einiges abschauen – auch für Österreich und vor allem für die Leerstands- und Altbestandsnutzung bei uns und die Optimierung des Wohnraumbedarfes, der ja wiederum nach Quadratmetern kostet….

Urban Intelligent Agent Laboratory

Übersetzt heißt das „Labor für urbane intelligente Agenten“ und im Programm war’s als Besuch im City Brain in Haidan angesagt. Und „City Brain“ triffts wohl am ehesten, denn hier treffen die Infos von rund 25.000 Kameras und jede Menge Sensoren auf KI unterstützte Auswertung- und Alarmsysteme. Beginnende Brände, Unfälle oder Gefahrensituationen können schon jetzt zu rund 85% ohne menschliches Zutun detektiert werden. Und Verkehr schädliches Verhalten kann beidpielsweise auch ganz ohne Polizist auf der Straße herausgefunden und geahndet werden, um nur einige Beispiele zu nennen. Die staatliche Organisation forscht und entwickelt mittlerweile auch im Bereich der Gesundheitssteuerung und -optimierung. Der in Österreich ja in der Reformpartnerschaft lang diskutierte „Gesundheitsdatenraum“ ist hier schon Realität.

„Helfende Roboterhände“ mit immer mehr Gefühl

Und dann ging’s zu den Forschungen in nahezu allen Technologiebereichen – von der Bekämpfung der Zuckerkrankheit über Raketen- und Operationstechnologien bis zum autonomen Fahren und zur Robotik….; „Faszination pur“ stand über allem, wobei da gerade bei den Robotern auch eine gewisse Portion Skepsis mitschwingt, wenn man so eine Roboterhand in der eigenen Hand hält und dort zwar keine menschliche Wärme aber die enorme Kraft und Schnelligkeit erspürt, die diese Hände schon jetzt haben……; Dass sich so Hände möglicherweise auch einmal „warm und weich“ anfühlen werden ist wohl nur mehr eine Frage „kurzer Zeit“….

Und sonst noch ein paar Eindrücke von einer überraschend sauberen und auch sonst bestens organisierten Hauptstadt Bejing

Lass die Bilder einfach wirken und morgen gibt’s noch mehr davon. Am Anflug auf den internationalen Flughafen hier sind wir übrigens fast 20 Minuten über bebautes Stadtgebiet geflogen…..; bei 22 Millionen Einwohnern auch keine Wunder, dass wir hier von unvorstellbaren Grössenordnungen reden.

(c) KI generiert

Sprüche und Zitate zum Tag

Thema: „Der Zeit voraus…“

Ernst Ferstl, Wegweiser. Neue Aphorismen (2005)

„Wenn es nicht Menschen gäbe, die der Zeit voraus gehen, würde die Welt stehen bleiben.“

Erich Limpach – deutscher Schriftsteller

„Der Warner geht der Zeit voraus – der Dank kommt in sein leeres Haus.“

Arthur Feldmann – österreichisch-jüdischer Schriftsteller

„Man kann manchmal seiner Zeit voraus sein, indem man ihr den Rücken kehrt.“

Jean Cocteau – französischer Künstler und Schriftsteller

„Wenn ein Werk seiner Zeit voraus zu sein scheint, dann ist es nur die Zeit, die hinter dem Werk zurückbleibt.“

Alan Kay – amerikanischer Informatiker

„Die beste Art, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie selbst zu gestalten.“

Antoine de Saint-Exupéry – französischer Schriftsteller

„Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“

Mason Cooley – amerikanischer Aphoristiker

„Um erfolgreich zu sein, muss man seiner Zeit voraus sein – aber nur ein wenig.“

Alles Gute für Deinen heutigen Tag in Österreich und in unserer Gemeinde Ardagger!

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