Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!
Den Blick über die Gemeinde hinaus möchte ich heute zunächst lenken: Gestern hatte ich die Gelegenheit bei einer kurzen Radtour von Waidhofen nach Seitenstetten und anschließender Stiftsführung mit Abt Petrus Pilsinger, einmal in der eigenen Region und Heimat Gast zu sein. Und ich kann Dir sagen: Wir leben in einer wunderschönen Region mit einer reichen Geschichte und haben selbst und vor allem auch unsere Vorfahren – enorm viel aufgebaut. Und auch die Menschen hier im Mostviertel – die sind großartig, freundlich, selbstbewusst, manchmal auch direkt und neugierig, aber vor allem interessiert……und sie wissen, was sie wollen; Vielleicht ist das auch das, was der KURIER am Wochenende präsentiert hat: Eine Studie, die für Österreich besagt, dass rund 87 % der Menschen grundsätzlich zufrieden sind. Am Land sind es sogar 91%:
Aber jetzt zu den Bildern, die Dir auch zeigen, was da – zum Beispiel am Kulturjuwel Seitenstetten so besonders ist: Die Kunstwerke, oder die Wissenschaft und auch die Bildung, die Werte und der Glaube oder auch das imposante Baujuwel, die Sammlungen und wieder: Die Menschen! Ich freue mich, wenn Du Dir diese Zeilen und Bilder als Anstoss nimmst, einfach auch einmal unsere eigene Region zu besuchen. Vielleicht ist ja jetzt in diesen ausklingenden Ferien- und kommenden Herbsttagen noch Zeit dazu! Vor allem auf www.moststrasse.at oder auch auf www.mostviertel.at findest Du die Besonderheiten unserer Region auch aufgelistet.

Am Nachmittag ging´s gestern noch nach St.Pölten zu einem Gespräch im Vorfeld des Finanzausgleiches mit dem Vertreter des zweiten großen Gemeindevertreterverbandes in Niederösterreich – dem SP-Bgm. Rupert Dworak aus Ternitz und dem NÖ. Städtebundchef SP-Bgm. Matthias Stadler aus St.Pölten. Wir erwarten die finalen Verhandlungen über den FAG (FinanzAusGleich) für den Herbst und haben im Gespräch die Eckpunkte aus Sicht der NÖ.Kommunen diskutiert und auch in gemeinsame Verhandlungspositionen gegossen. Denn man muss dazu wissen:
- rund 100 Mrd. Euro jährlich macht das Steueraufkommen in Österreich auf, das dann nach einem im Finanzausgleich verhandelten Schlüssel verteilt wird
- und so ein Finanzausgleich wird auf 5 Jahre verhandelt – also von 2024 bis einschließlich 2028 wird der nächste gelten.
- letztlich ist das Verhandlungsergebnis jetzt entscheidend, wie gut oder schlecht die Gemeinden in den kommenden Jahren ihre Aufgaben „finanziell“ stemmen werden können.
- Aktuell erhalten Gemeinden und Städte rund 12% der Mittel, die Länder rund 20% der Mittel und der Bund den Rest von rund 68%.
Was wir uns mit einem guten Verhandlungsergebnis für die Gemeinden und Städte werden leisten oder nicht leisten können, das ist zum Beispiel die Pflege und Betreuung älterer Menschen. Diese zahlen mit großen Anteilen die Gemeinden. Wir vertreten gemeinsam gegenüber dem Bund die Linie, dass der Pflegefonds aufgestockt aber die Prozentanteile für die Gemeinden nicht angehoben werden dürfen. Oder Gesundheit – Krankenhäuser oder Landarztversorgung. Diese muss unserer Meinung nach lokal auch in Zukunft ein dichtes Erstversorgungsnetz – mit Hausärzten und zukünftig verstärkt Primärversorgungszentren – umfassen. Aber es braucht auch die weitere Spezialisierung in unseren Kliniken und vor allem dort auch das Personal, das mit Freude diese „Gesundheitsarbeit“ macht. Auch daran muss gearbeitet werden. Oder schließlich die Kinderbetreuung: Wir fordern dafür österreichweit 400 Millionen Euro – quasi eine Verdoppelung der Mittel, um letztlich den laufenden Betrieb mit mehr Betreuungspersonen, mit gratis Angeboten für die Eltern, um auch Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen und mit immer längeren Öffnungszeiten seitens der Gemeinden – im Rahmen unseres NÖ. Kinderbetreuungspaketes – auch stemmen zu können. Weitere Themen waren Inklusion, öffentlicher Verkehr, die Energiewende und Dekarbonisierung, die Spezialprobleme ländlicher Gemeinden und auch die weitere Finanzierung der Basisinfrastrukturen wie Trinkwasser, Kanal oder auch neu – die Glasfasernetze für ganz Österreich – bzw. abschließend noch die Schule. Und da sagen wir: „Alles pädagogische und betreuende Personal in eine Hand“. Es muss hier auch Organisationsreformen geben, damit Schule auch in Zukunft gut funktioniert.
Wir sind uns klar, dass wir als Städte und Gemeinden der „Juniorpartner“ in all diesen Verhandlungen sind, aber es ist auch klar, dass sich alles und jedes schließlich in den Gemeinden abspielt und eine gesellschaftliche Transformation vor der wir im Moment massivst stehen, nur mit den Menschen geht. Und wo ist besser möglich als direkt in der Gemeinde, direkt dort, wo die Menschen Leben und arbeiten…….; Also: Achtung auf die Gemeinden – vor allem auch beim Finanzausgleich!
Zurück in unsere Gemeinde Ardagger. Da darf ich Dich heute noch ganz besonders einladen zum Kinderferienspiel BLAULICHTTAG am kommenden MITTWOCH (morgen in einer Woche) am 30.8. am SPORTPLATZ! Es erwartet Dich und auch Deine Kinder und Enkerl ein großartiges und lehrreiches Angebot und Du wirst sehen, da gibt´s auch SEHR VIEL zu sehen und zu bestaunen!
Eva Neuheimer aus Stephanshart in der Rotte Zeitlbach lädt Dich im Herbst zu weitern Angeboten zum „VORLESEN“ für Kinder ein. Hier das Angebot für Kinder ab 1 Jahr. 
Und dann darf ich Dich noch auf eine Aktion der Wohnbauförderung aufmerksam machen, die noch bis 31.12.2023 läuft: Unter dem Titel „SICHERES WOHNEN“ kannst Du bis zu 30% Zuschuss für den Einbau von Sicherheits-Eingangstüren und Alarmanlagen erhalten. Wenn Du schon investiert hast, dann kannst Du auch noch rückwirkend bis 1.1.2022 einreichen. >> hier die Details zur Förderung! 
Und dann möchte ich Dir noch dieses Bild zeigen, das mir Thomas Haunschmid gestern von einer Ballonfahrt geschickt hat. Da siehst Du auch, wo am Samstag abend unser Steinbruchkonzert stattfinden wird. Ich darf Dich auch mit diesem Bild nochmals herzlich einladen. Es geht um 19.30 Uhr los. Ideal ist, wenn Du schon um 19.00 Uhr da bist, damit wirklich genug Zeit ist und alles perfekt ablaufen kann.
Und ganz zum Schluss heute am Dienstag noch viel Lesestoff, wenn Du Dich heute mal bei der Hitze in einen kühlen Lesewinkel zurückziehst:
- eine neue Agrarforschungsdatenbank listet Dir unter http://www.gedaba.agrarforschung.at auf, welche finanziellen Leistungen durch das BML und BMK (als Vertreter des Bundes) den Gemeinden oder Verbänden zugekommen sind . Weiters sind die wichtigsten landwirtschaftlich relevanten Strukturdaten wie Flächen, Tiere, Betriebe, Einwohner, etc. sowie die Nächtigungen enthalten. >> einfach hier einmal reinschauen und Du wirst viele Tabellen und Auswertungen finden.
- Eine neue KI-Verordnung könnte Social Media maßgeblich verändern >> liest Du hier!
- ChatGPT bleibt ein Rätsel >> liest Du hier!
- Über Chinas Immobilienmarkt, der gerade ins Taumeln kommt >> liest Du hier
- Wusstest Du übrigens, was der Unterschied zwischen einer EU Regulation und einer EU Direktive ist? Ein Berater aus der Glasfaserszene, den ich gut kenne, hat die KI von Google (BARD) kürzlich danach gefragt, was der Unterschied sei und die hat „intelligent“ geantwortet. „Sowohl die Bullet-Points als auch die Tabelle sind eigenständige Schöpfungen der AI“, schreibt er. „Sie kommen im Originaltext nicht vor. Und hier die Antwort von BARD:
- EU Directives are binding as to the result to be achieved, but leave the form and methods to achieve that result to the discretion of the Member States. This means that Member States have to transpose directives into their national law, but they can do so in any way they see fit.
- EU Regulations are directly applicable in all Member States, meaning that they do not need to be transposed into national law. This makes regulations more powerful than directives, as they cannot be ignored by Member States.
- Here is a table that summarizes the key differences between EU directives and regulations:
| Feature | Directive | Regulation |
| Bindingness | Binding as to the result to be achieved | Directly applicable |
| Transposition | Must be transposed into national law | Does not need to be transposed |
| Flexibility | Member States have discretion on how to achieve the result | More rigid |
| Power | Less powerful | More powerful |
- Auch die Moststrasse beschäftigt sich mit KI und der Anwendung bei den Mitgliedsbetrieben. Am Dienstag, 19. September und Dienstag, 26. September gibt´s einen Workshop zum Thema „Chat GPT und Künstliche Intelligenz“. Der Workshop wird von Ing. Mag. Johannes Schöller durchgeführt. Bei Interesse, bitte anmelden per E-Mail anchristopher.starkl@moststrasse.at
Den Spruch zum Tag habe ich heute aus dem Themenfeld „Zufriedenheit“ herausgesucht. Und es sind gleich wieder mehrere Blickwinkel:
Thom Renzie sagt zum Beispiel: „Zufriedenheit ist keine Frage der beruflichen Stellung, sondern der Einstellung.“
Monika Kühn-Georg meint: „Hast du genug, willst du mehr als genug, hast du genügend, bist du zufrieden.“
Und ebenfalls Monika Kühn-Georg: „Herrscht im Hause Zufriedenheit, ist das Glück nicht weit.“
Schließlich Andrea Kuka: „Zufriedenheit ist die Ruhe im Sturm der Gedanken.“

