Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!
Es war mit dem Sturm diese Nacht nicht ganz so heftig, wie vergange, dafür waren es aber doch einige Millimeter mehr Niederschlag als zuvor. Für die Vegetation ist das im Moment sicherlich ein großer Segen:
In der Gemeinde sind wir weiter am Vorbereiten der Bushaltestellen. Insgesamt sind es jetzt 16 Platzerl, die wir betonieren und barrierefrei machen müssen. Aktuell wird gerade im Bereich Haselhof gearbeitet und werden die „Schalungsarbeiten“ durchgeführt. Die neuen Einstiegsmöglichkeiten müssen überall dort errichtet werden, wo weiterhin die Linienbusse fahren und wo noch keine behindertengerechten Einstiegsmöglichkeiten gegeben sind. Am Ende werden die Auftrittsbereiche 12m lang, ca. 14cm hoch und 1,5m tief und jeweils seitlich mit einer Anrampung für Rollstühle, Rollator oder Kinderwägen versehen. Die „Niederflur-Busse des VOR können dann über die Ein- und Ausstiegsbereiche stufenlos betreten werden. Für diese und ähnliche Bushaltestellen wie am Bild ersichtlich – müssen die neuen Auftrittsflächen geschaffen werden. die Finanzierung und Organisation obliegt zur Gänze der Gemeinde. Während das gesamte Bussystem im laufenden Betrieb zu 100% vom Land organisiert und finanziert wird.
Gearbeitet wird von der Brückenmeisterei der Landesstraßenverwaltung in Empfing. Die dortige Landesstraßenbrücke bekommt ein neues Geländer und kleinere Sanierungsarbeiten werden dort auch durchgeführt. Bitte um Berücksichtigung.
Eine sehr sehr traurige Nachricht kommt heute aus Stift Ardagger: Johann Kühberger ist vorgestern – am Montag, den 1o. Juli für immer eingeschlafen. Er war u.a. auch 40 Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Stift Ardagger und wird bereits morgen am Freitag, den 14. Juli um 11.00 in der Stiftskirche Ardagger verabschiedet und auf seinem letzten Weg begleitet. Heute abend ist Betstunde. Ich darf mein und unser herzliches Beileid auf diesem Weg auch an die gesamte Familie und seine Angehörigen aussprechen!
„Leider AUS“ hat es am Dienstag bereits bei den Karten für das CUP-Spiel gegen RED BULL Salzburg bei den Vereinsmitgliedern und Unterstützern von SCU Ardagger und USV Viehdorf geheissen. Der weitere geplante Verkauf morgen am Freitag fällt damit nicht nur ins Wasser, sondern für viele auch die Hoffnung, bei diesem einmaligen Spiel dabei zu sein zu können. Seitens des Vereines ist mir gestern dazu mitgeteilt worden: „Aufgrund der Fusion mit Viehdorf und der Anzahl an Mannschaften und Spieler sowie Sponsoren und Gönner, als auch Anteil für Red Bull Salzburg und ÖFB war ein gewisses Kontingent leider vorab schon reserviert bzw. weg. Wir mussten teilweise langdienende ehemalige Spielerlegenden und treue Zuschauer nur mit max 2 Karten vertrösten…“
Aufgrund der „gemeinsamen Größe“, die mit allen Nachwuchs- usw. Mannschaften und Verbindungen da mittlerweile beim SCU Ardagger und dem USV Viehdorf da ist, ist das leider auch so „nachvollziehbar“. Wofür ich mich auch hier entschuldigen möchte ist die „Hoffnung“, die ich auch hier weitergegeben habe. Aber wenn man´s im Nachhinein aufrechnet, dann sind 2500 Karten leider bei diesem Interesse viel zu wenig. Mehr sind allerdings auf der Anlage – auch behördlich nicht möglich! Das Spiel wird in jedem Fall auf ORF Sport+ am Sonntag, den 23.7. um 11.00 Uhr live übertragen. Das ist zwar kein wirklicher, aber vielleicht ein bisserl ein „Trost“. 
Wo Du am Fußballplatz in jedem Fall dabei sein kannst, das ist der Plattlcup von Tennis (UTC Ardagger) und Fußball (SCU Ardagger), der am kommenden Samstag (15.7.) ab 13.00 Uhr am Sportplatz stattfinden wird. Mitorganisator Rainer Hagler hat mir geschrieben, dass der Anmeldschluss auch zum START am Samstag um 13.00 Uhr sein wird. Also Deine Mannschaft kann bis vor Spielbeginn mitmachen! Nutze die Möglichkeit, einen tollen Tag mit netten Menschen und bei sportlich lockerer Betätigung zu verbringen!
Die Donauschiffahrt Ardagger kündigt auf Facebook für dieses Wochenende 50% Ermäßigung bei der Strudengaurundfahrt im Rahmen des ersten Familienpasswochenendes an. Die Strudengaurundfahrten finden immer Samstag, Sonntag und Feiertags von 14:30 – 16:30 Uhr ab Ardagger und 14:45 – 16:15 Uhr ab Grein statt. Vielleicht passt´s für Dich und Deine Familie! >> Mehr zur Donauschiffahrt Ardagger hier auf https://www.donauschiffahrt-ardagger.at/
Gestern war ich abends noch bei einer NÖ.Gemeindebund Bezirksversammlung in Neunkirchen. Naja: 2h ist dann nach Hause doch ein relativ „breiter“ Weg. Gesprochen haben wir dort mit den Bürgermeister/innen u.a. auf jeden Fall auch über die Daseinsinfrastruktur und da widmet sich unsere Magazin – die NÖ.Gemeinde – diesmal speziell der Wasserversorgung und wie da Vieles – vom Niederschlag über den Grundwasserspeicher bis zum Wasserdargebot in den Leitungen dann zusammenhängt. Wenn´s Dich interessiert, >> dann schau mal rein auf www.meinegemeinde.blog
Und es wäre nicht die jetztige Zeit, wenn nicht doch das Thema Energie in den Frühnews vorkommt. Da gibt´s jetzt noch im Juli und dann auch im August „Online Infotermine“ zu folgenden Themen für Dich, wenn Du planst, Deine Ölkessel zu tauschen oder selbst auch eine PV Anlage zu erreichten oder sogar einen Stromspeicher zu installieren:
- 20.07.2023 Raus aus Öl und Gas
- 07.08.2023 PV-Anlagen und Stromspeicher
- 18.08.2023 PV-Anlagen und Stromspeicher
- 22.08.2023 Raus aus Öl und Gas
- 23.08.2023 PV-Anlagen und Stromspeicher – Förderspezial
Weiters darf ich Dir – auch wenn´s in manchen Förderbereichen doch noch immer kompliziert ist – wieder einmal einen Überblick über die verschiedenen Unterstützungsmaßnahmen beim Umstieg von fossilen auf erneuerbare Energien geben. Vielleicht ist was für Dich dabei:
- Investitionszuschüsse nach dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG)
- Stromspeicher-Anlagen 2023 – solange Budget verfügbar!
- E-Mobilität für Private 2023
- E-Mobilität für Betriebe, Gebietskörperschaften und Vereine 2023
- Klimafitte Kulturbetriebe von 16.03.2023 bis 29.09.2023
- Energiegemeinschaften 2022 bis 29.09.2023
- Beratungsprogramm Kleinwasserkraft bis 29.11.2024
- Aktionsprogramm klimaaktiv mobil – Solange Budget verfügbar!
- Energieautarke Bauernhöfe – solange Budget verfügbar!
- Alle Förderungen für Private (Land NÖ & Bundesförderungen)
- Alle Förderungen für Gemeinden (kommunales Förderzentrum)
Noch ein „spannender“ Artikel im Standard ganz zum Schluss und ich verlinke ihn, weil die NÖN gerade das Bodenverbrauchsthema NÖ.weit debattiert und das auch im Bezirk Thema ist. Da will der VCÖ – wohl zu recht – „breitere Radwege“ für mehr Sicherheit >> siehe Standard Artikel. Ähnlich berechtigt wie junge Leute, die in den letzten Tagen bei mir waren und Häusl bauen wollen und dafür ein Grundstück brauchen. Ähnlich berechtigt wie die POST, die neue große Verteilerzentren errichtet, weil sie noch mehr Packerl an uns alle ausliefern müssen……; Oder auch ähnlich wie ein florierender Betrieb in unserer Gemeinde, den alle sehr schätzen und der mir gestern gesagt, hat, dass er auch dringend eine Erweiterung benötigt. Und ähnlich berechtigt, wie neue Bushaltestellen, die auch in Summe einiges an Quadratmeter Boden verbrauchen genauso wie ein Pool, das ich im Garten aufstelle. Alles „BODENVERBRAUCHER“ und davon gibt´s tagtäglich noch viel mehr!
Das alles geht aber eben nur dann, wenn wir uns klar sind, dass es – solange wir all diese Wünsche oder „Notwendigkeiten“ als Gesellschaft erfüllen wollen – weiter einen Bodenverbrauch geben wird. Mit Maß und Ziel natürlich, möglichst sparsam natürlich und idealerweise immer mehr, indem wir „Altliegenschaften“ umnutzen. Aber auch ehrlich: „Ohne wird es im Moment nicht gehen und es wird auch nicht gehen, dass wir als „Politik“ – einfach nur so „verbieten“ oder in „Eigentumsrechte“ eingreifen. Wenn wir BODEN SPAREN wollen, dann braucht´s innovative Lösungen dort, wo wir neu Bauen, >> wie das auch die NÖN aufgezeigt hat. Es braucht auch den Willen, wieder zu Hause einzuziehen und auszubauen, anstatt ein eigenes Haus zu errichten. Es braucht mehr „Mobilität“ von „Immobilien“ auch im gewerblichen Bereich und es braucht manchmal auch das „Überdenken“ von „wohlerworbenen Rechten“ und mehr „Zusammenrücken“ – auch als Gesellschaft. In jedem Fall braucht´s eine sachliche Diskussion, die „für und wieder“ abwägt und zu diesem Thema auch einen breiten Konsens findet! Dafür steht auch die Politik und dazu ist sie letztendlich ja auch da.
Im übertragenen Sinn übrigens auch der Spruch des Tages heute zum Thema „Boden“ – aber von einer ganz anderen Seite betrachtet: „Man kann einem Menschen nicht den Boden unter den Füßen wegziehen und erwarten, er werde sich normal benehmen.“ hat Nobelpreisträger und Schriftsteller John Steinbeck einmal gesagt.
Ich wünsche Dir alles GUTE für Deinen heutigen TAG!

Sg Herr Pressl,
Zu Ihrem Kommentar betr. Renaturierungsgesetz darf ich Ihnen eine weitere Sichtweise aus dem FALTER.natur übermitteln.
Mit freundlichen Grüßen
Johann Jachs
Guten Tag,
Augen zu, Mundwinkel oben, die Hände erleichtert vors Gesicht geschlagen: Selten hat man Greta Thunberg so glücklich gesehen wie am Donnerstag. Nach wochenlangem Tauziehen hatten die EU-Parlamentarier knapp, aber doch für das Renaturierungsgesetz gestimmt. Es ist ein Kernprojekt des Green Deal, ausgerufen von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (EVP).
Noch Stunden vor der Abstimmung trauten sich selbst erfahrene Parlamentarier nicht auf den Ausgang zu wetten. Von der Leyens eigene Parteikollegen von der EVP, darunter auch die ÖVP, hatten gemeinsam mit rechten Fraktionen gegen das Vorhaben mobil gemacht: Es bedrohe die Versorgungssicherheit. Am Donnerstag aber stimmten dann doch Sozialdemokraten, Grüne sowie Teile der Liberalen und einzelne EVP-Abgeordnete dafür.
Ziel des „Nature Restoration Law”: Wälder sollen wieder wilder werden, Moore feucht und Wiesen bunter. Flüsse sollen freier fließen dürfen (hier sehen Sie ein Projekt an der Donau). Bis 2030 soll mindestens ein Fünftel der geschädigten Ökosysteme in der EU renaturiert werden, bis 2050 die gesamte EU ökologisch wieder im Gleichgewicht sein. Das soll Blauracke, Feldhamster und Wildbiene schützen, Artensterben und Erderhitzung bremsen und Überflutungen vorbeugen.
Nach der Abstimmung meinte EVP-Chef Manfred Weber, es werde in den nächsten Jahren gar nicht um Klima- und Umweltschutz gehen, sondern um „Wettbewerbsfähigkeit und Jobs.” Und das, wo sich gerade Hitzerekorde, Stürme, Starkregen und Muren abwechseln und die Klimakrise höchst deutlich in unseren Alltag und Wohlstand einbricht.
Auch Österreichs Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) findet das Gesetz „überschießend”. Die EU-Kommission wolle beim Renaturieren auf den Zustand von 1953 zurückgehen, das müsse man sich einmal vorstellen. Auf die Frage, wie weit er zurückgehen wolle, erklärte er, “nach vorne” zu blicken. Aber tut er das wirklich?
Die Agrarvertreter haben recht, wenn sie um fruchtbare Böden fürchten und die Versorgungssicherheit einmahnen. Doch nicht das Renaturierungsgesetz bedroht diese: Es sind der Klimawandel und der immense Bodenverbrauch.
Beide bedrohten Europas Böden, erklärten Forscher am Donnerstag bei einer Veranstaltung des Wissenschaftsnetzes „Diskurs”. Für Österreich rechnete die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit schon vor Längerem vor, dass der Klimawandel die Erträge bis 2050 fast um ein Viertel drücken werde. In Ostösterreich mit seinen wichtigen Anbaugebieten sollen sie sogar fast um die Hälfte schrumpfen. Für ganz Europa sei ein Minus von 15 Prozent zu erwarten, erklärte Martin Gerzabek, Bodenexperte an der Wiener Universität für Bodenkultur.
Russland hingegen könne wegen der auftauenden Permafrostböden seine fruchtbaren Bodenflächen bis 2065 um die Hälfte ausweiten, China um 30 Prozent. „Man möge sich überlegen, wer dann das Sagen haben wird”, so Gerzabek.
Es gehe beim Restoration Law „nicht um den Schutz der Natur, es ist ein ganz zentrales Gesetz für unser Überleben”, sagte Franziska Tanneberger, Leiterin des Greifswald Moor Centrum. Tanneberger hat als eine von rund 6.000 Wissenschafter*innen einen Offenen Brief pro Renaturierung unterzeichnet: Nicht Umweltschutz, sondern der Klimawandel und der Verlust der Biodiversität bedrohten Europas Ernährungssicherheit, hieß es darin.
Beispiel Moore: Trockengelegte Moore machen zwar nur drei Prozent der landwirtschaftlichen Fläche aus, sind aber laut Tanneberger für ein Viertel aller agrarischen Emissionen verantwortlich. Dass die zu renaturierenden Flächen allesamt nicht mehr genutzt werden könnten, stimme nicht: Wiedervernässte Moore etwa lassen sich mit der Paludikultur nutzen.
“Wir müssen Landwirtschaft neu denken”, sagt auch Bodenexperte Gerzabek. Das heißt aber nicht, dass nur die Bauern etwas ändern müssen und alle anderen sich zurücklehnen. „Mehr als die Hälfte der Ackerflächen in Österreich werden derzeit für die Futtermittelproduktion verwendet”, mahnte Martin Schlatzer vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL). Mit weniger Konsum von Fleisch und anderen tierischen Produkten würde sehr viel weniger Flächen benötigt. Schlatzer schlägt daher eine Einpreisung der Folgekosten tierischer Produkte vor: So würden diese teurer, pflanzliche aber billiger.
Klar ist aber auch, dass die Bauern beim Umstellen alle Unterstützung bekommen müssen. Selbst Sebastian Lakner, Professor für Agrarökonomie an der Universität Rostock und einer der Initiatoren des Offenen Briefs, räumt ein, dass Landwirte derzeit bei Bemühungen für mehr Natur zu viel Bürokratie und zu geringe Prämien sehen.
Doch die Parlamentarier haben Checks und Balances durchaus eingeplant: Im Falle außergewöhnlicher Auswirkungen dürfen Zielvorgaben verschoben werden. Reicht das Geld nicht, muss die Kommission eine Lösung suchen. Zunächst aber muss das Parlament die Verordnung ohnehin mit den Mitgliedsstaaten endverhandeln, und in der genauen Ausgestaltung sind die Länder dann frei.
Vor allem aber muss auch Österreich sein Problem mit dem hohen Bodenverbrauch angehen, der der Landwirtschaft teils bestes Ackerland entzieht. Schon 2002 hat die Bundesregierung sich das Ziel gesetzt, den Verbrauch auf 2,5 Hektar pro Tag zu begrenzen. Tatsächlich gehen noch immer jeden Tag mehr als elf Hektar verlustig: eines der größten politischen Versagen in diesem Land.
Doch an einer neuen Bodenschutzstrategie ist die türkisgrüne Bundesregierung erst vor drei Wochen gescheitert. Würde sich die ÖVP gegen die Bodenverschwendung so ins Zeug hauen wie gegen die Renaturierung, dann würde sie den Landwirten und der Ernährungssicherheit wirklich helfen.
Bild von Gerlinde Pölsler
Ihre Gerlinde Pölsler