Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!
Zu Beginn vor dem Wochenende heute der Veranstaltungsausblick im Veranstaltungskalender:
| Fr. | 15. | ArdaggerWochenmarkt |
| Fr. | 15. | Heimspiel SG Ardagger/Viehdorf – Regionalliga Ost |
| So. | 17. | Suppensonntag |
Dazu kommt die EMIL Jahreshauptversammlung heute abend um 19.00 Uhr im Gh. Stöger. Herzlich willkommen auch dazu.
Und in Ardagger Stift laden die Firmlinge ebenfalls ab 09.30 zum Suppensonntag bzw. in Stephanshart lädt der Kirchenchor auch am Sonntag, den 17.3. nach der hl. Messe zur „Chorsuppe“ ins Pfarrheim. 
Einladen darf ich Dich auch bereits für kommende Woche. Da trifft sich am Dienstag, dem 19.3. wieder unser Geschichtskreis. Um 17 Uhr bist Du ins Gasthaus Winter in Stift Ardagger, herzlich willkommen.
Einen sportlichen und auch „gesunden“ Hinweis darf ich Dir noch auf die Aktion „NÖ.RADELT“ geben. Ab 20. März startet wieder eine österreichweite Radelaktion, bei der Du Deine Kilometer via APP erfassen kannst und bei viel Eifer aber auch mit Glück gewinnen kannst. Manchmal braucht man einen Anstoss und ein Ziel, um auch wieder fleissig und mit dem Radel aktiv zu werden. >>> hier gibt´s die Details und Teilnahmebedingungen.
Zweimal auch noch Bilder von unseren aktuellen Wasserleitungs- und Infrastrukturleistungsbaustellen: Bei der Wasserleitung in Richtung Moos war´s jetzt seit Dezember enorm schwierig, weil einfach die große Feuchtigkeit und der hohe Grudwasserstand in der Au dem Vorhaben immer einen Strich durch die REchnung gemacht hat. Jetzt geht´s weiter – aber durchaus noch immer mit Herausforderungen.

Und in Stift Ardagger lass ich Dich auch in eine Künette reinschauen, die gestern gemacht wurde: Glasfaser, LWL, Strom, Straßenbeleuchtung und und und …… – für den kleinen Ortskern eine ganz MEnge an Kabeln, die für die Zukunft „Versorgungssicherheit“ garantiern und auch der Grund, für die Sperren im Ortskern, wenn das alles verlegt werden muss……:

Und nachdem ich selbst gestern und auch heute noch in Brüssel beim Europaausschuss des österr. Gemeindebundes und auch bei einer Tagung bin, aus der belgischen und „EU-Hauptstadt“ noch einige Informationen zu Themen, die bald auch schon uns – zumindest die Gemeinden aber möglicherweise auch jede und jeden Einzelnen betreffen werden:
Da ist zunächst die Energieeffizienzrichtlinie, die das Europäische Parlament da beschlossen hat. Demnach sind, beginnend mit 2025 jährlich 3% der öffentlichen Gebäude in Niedrig- oder Nullemissionsgebäude umzuwandeln. Bis 2040 müssen 45% aller Gebäude, die das 2025 noch nicht waren geschafft sein. Das trifft Schulen, Kindergärten, Gemeindeämter, Spitäler usw.
Ergänzt wird die Energieeffizienzrichtlinie durch eine Gebäudeenergierichtlinie der EU. Und dieser folgend müssen nicht nur öffentliche Gebäude auf Niedrigstenergiestandard gebracht werden, sondern auch private Gebäude unterliegen bei Neubau und Sanierung gewissen Energie-Effizienz Zielen. Allerdings sind die Ziele und Vorgaben für den privaten Wohnbau hier nicht so streng wie für öffentliche Gebäude. Es gilt die Prämisse der wirtschaftlichen und technischen Machbarkeit, wie uns von Fachleuten erklärt wurde. In den Bereich der Gebäudeenergierichtlinie fällt zum Beispiel der Ausstieg aus fossilen Heizkesseln. Der KURIER hat dazu auch einen interessanten Podcast gemacht wo die Regelungen und auch auch alle Zusammenhänge erklärt sind. >> Du kannst diesen Podcast hier nachhören.
Seitens der EU Gremien noch nicht beschlossen aber schon seit längerem in Diskussion sind noch Verschärfungen beim Reinigungsgrad der kommunalen Kläranlagen. DA geht´s vor allem um das Thema „MIKROPLASTIK“ und wie es ausgefiltert werden kann und auch um das Thema „PHOSPHOR“, das wieder stärker in die Landwirtschaft und die Nutzung zurückgeführt werden muss, anstatt in die Vorfluter zu gelangen. Diskutiert wird zu diesen Themen die Kostentragungspflicht und wie hoch die Reinigungsgrade sein müssen. Geplant sind hier Zielerreichungszeiträume bis Mitte des 21. Jahrhunderts.
Enorm spannend war dann noch die Diskussion und vor allem auch die Informationen, die wir gestern zum „digitalen Euro“ erhalten haben. Was bei uns von manchen als „Schreckgespenst“ gesehen wird, ist bei nährem Hinschauen eine enorm intelligente und auch vor allem Kosten sparende Bezahlmöglichkeit – besser und günstiger als Kreditkartensysteme, unabhängig von amerikanischen Bezahldienstleistern und auch am Handy überall in der EU verfügbar. Noch wird am digitalen Euro getüfftelt, aber wenn man sich vor Augen führt, dass derzeit bei uns fast jede digitale Bezahlung über irgendeinen Bezahlanbieter aus „Übersee“ geleistet wird, dann muss allein schon die „Reduktion der Abhängigkeit“ und die Schaffung EU weiter eigenständiger einfacher digitaler Bezahlsysteme ein Gebot der Stunde sein. >> hier auch die gesamte Präsentation der Vertreterin der Österr. Nationalbank in Brüssel, die da zur Diskussion stand.
Neben der Diskussion um die Wiederherstellungsverordnung für die Natur, der doch in der letzten Diskussionsphase einige Zähne gezogen werden konnten, wurde es gestern am Schluss noch „politisch“. Am 9. Juni ist Europawahl und wie wird das EU Parlament danach zusammengesetzt sein? Das ist nicht nur eine spannende Frage für den Wahlabend, sondern vor allem auch für die zukünftige Besetzung der Gremien und die zukünftige inhaltliche Ausrichtung der EU Politik. Die großen Traditionsparteien haben auch im EU Parlament gemeinsam schon seit längerem keine Mehrheit und es wird daher nach der Wahl 3er oder 4er Konstellationen bedürfen, um Mehrheiten für die Entscheidungen zu finden. Über Prognosen haben wir geredet. Im Moment wird´s aber darum gehen, die Menschen überhaupt von der Wahl zu überzeugen und mehr denn je die Notwendigkeit der EU im Spiel zwischen den Weltmächten jeder und jedem Einzelnen klar zu machen. In Brüssel ist das undiskutiert. Aber zu Hause ist das für manche mehr Frage als die Frage, wen man wählen wird. Wir haben hier in jedem Fall dann noch bis in den Abend hinein diskutiert, wie wir auch für den 9. Juni die Wahlmotivation erhöhen können.

Abschließend heute ein Zitat, das Marcus Tullius Cicero vor 21oo Jahren aufgeschrieben hat und das man heute auch auf die INSTITUTION EU anwenden kann: „Der Staatsdienst muss zum Nutzen derer geführt werden, die ihm anvertraut werden, nicht zum Nutzen derer, denen er anvertraut ist.“
Ich wünsche Dir in jedem Fall für heute alles GUTE. Auch für das bevorstehende Wochenende.Heute in jedem Fall. Schöne Grüße aus Brüssel!

