Ardagger – Frühstücksnews – Mittwoch, 25.10.2023

(c) Rudolf Schnabel

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Wir stehen am Vortag und Vorabend zum >> Nationalfeiertag. Seit 1965 wird er jährlich am 26. Oktober begangen – zum Gedenken an den Tag, an dem 1955 das Gesetz zur >> österreichischen Neutralität beschlossen worden ist. Nicht zu Verwechseln ist er mit dem 15. Mai 1955 als damals der >> Staatsvertrag unterzeichnet wurde, der Österreich  ein halbes Jahr vorher bereits die Eigenständigkeit und Unabhängigkeit als demokratischer Staat garantierte.

Wenn wir uns in der Welt so umschauen, wenn wir uns aber auch in Österreich umschauen, dann sind Veränderungen zwar immer da gewesen, irgendwie werden sie aber noch herausfordernder als bisher, scheint´s. Wir übersehen dabei aber leicht, dass Österreich mit einer Einwohnerzahl von etwas über 9 Mio. Menschen als 97. von 194 Staaten dieser Welt zwar klein aber wirtschaftlich und sozial enorm stark ist. Unser BIP pro Kopf – also eine wirtschaftliche Maßzahl für unsere gesamtwirtschaftliche Leistung als Staatsgemeinschaft bringt uns weltweit auf Platz 16 unter 194 Staaten. Und alle, die in südlichere Urlaubsländer oder Urlaubsländer in Übersee oder den asiatischen Raum fahren und die Augen auch über die Urlaubsressorts hinaus öffnen, können es auch augenscheinlich bestätigen, wie gut´s uns eigentlich geht! Natürlich ist das unserer Leistung, der Leistung unserer Vorfahren, dem Geschick so mancher Staatenlenker, der geopolitischen Lage zwischen Ost und West, kreativen und innovativen Köpfen, mutigen Unternehmerinnen und Unternehmern, einem Rechtsstaat, der Sicherheit gibt und und und …….. geschuldet! Aber stell Dir einmal vor: Die „Geburtsortlotterie“ hätte Dich und mich nicht hier in unser Österreich hineingeboren. Was wäre, wenn wir mitten in Afrika, in Nepal oder in Tadschikistan zur Welt gekommen wären……? Ich glaube, wir würden rasch merken, dass wir mit Österreich den „Jackpot“ in der weltweiten „Geburtsortlotterie“ gemacht haben.

Ich habe mir in den letzten Wochen und Monaten – natürlich auch weil an Politiker noch mehr als an alle anderen viele Sorgen, Nöte, Zukunftsängste, Probleme usw. herangetragen werden – immer wieder die Frage gestellt: „Warum haben wir trotzdem das Gefühl oder vermitteln das auch, dass alles so schlecht ist? Warum wird dermaßen gejammert? Was macht viele so voller Wut auf den Staat, die Regierung, die Politiker, die Führungspersönlichkeiten?

Ich habe keine abschließende Antwort darauf gefunden, weil rational ist es eigentlich nicht erklärbar. Emotional weiss ich natürlich, dass uns Österreichern, das „Jammern“ schon immer gut gelegen ist, dass damals der Kaiser, heute die Regierung und alle, die halt immer wieder einmal vorne stehen, aber auch Institutionen usw. ständig auch in Zweifel gezogen wurden und werden und dass heute mit „Echtzeitmedien“ dies noch stärker als je zuvor ist. Schließlich wird nie das GUTE gesehen, sondern halt die zumeist negative Sensation und Schlagzeile und auch Politiker sind „nur“ Menschen ……..; Aber lassen wir das dahingestellt, es würde – weitergesponnen – wieder zum „Jammern“ werden……;

Vielleicht ist unsere Herausforderung nach den fast 80 Jahren des Aufbaues nach dem 2. Weltkrieg eine ganz andere……; Vielleicht ist uns einfach diese klare Zielsetzung abhanden gekommen, die wir in den letzten Jahrzehnten des Aufbaues hatten? Ich darf immer wieder älteren Menschen zum Geburtstag gratulieren und wir reden oft darüber, was sie geleistet haben und worauf sie zurückblicken können und worauf sie stolz sind. Und da kommen „Werte“, was sie geschaffen haben: Haus, Hof, wirtschaftliches Auskommen – das war ein großes Ziel; Da wird über Kinder gesprochen, die sie aufgezogen haben, ausgebildet haben und die ihre Ideen und Vorstellungen jetzt weitertragen – das war ein großes Ziel; Das war für Unternehmerinnen und Unternehmer die Verwirklichung ihrer Ideen – das war ein großes Ziel; Das war das Eingebunden sein im Ort, im Verein, in verschiedenen Organisationen, das letztlich auch zum Einsatz für diese alle geführt hat und zum Verständnis, dass es auch „Gemeinschaft braucht“ – das war ein Ziel; Und so hatte und hat jede und jeder seine ZIELE, die er verwirklichen will, wollte oder auch verwirklich hat.

Könnte es nun sein, dass uns in einer hochentwickelten Gesellschaft, die das meiste schon erreicht hat – und es geht uns wirklich sehr gut –  diese klaren gemeinsamen Zielsetzungen zunehmend abhanden gekommen sind? Oder dass wir uns diese ZIELE, die nicht mehr nur nach oben zeigen, angesichts von Klimawandel, Mobilitätswende, Überalterung der Gesellschaft, und und und …….wieder neu „erstreiten“ müssen? Könnte es auch sein, dass wir vor allem zwischen den Generationen – Jung und Alt – völlig andere Vorstellungen und Zielsetzungen haben. Redest Du öfter mit 18 jährigen, wie sie heute die Welt, Österreich und ihr Leben sehen? Das kann ich Dir nur raten. Es gibt spannende Einblicke, denn diese jungen Menschen werden unsere Zukunft gestalten!

Angesichts von vielen Feiertagen – und da zählt der 26.Oktober – unser Nationalfeiertag dazu, gehen immer mehr  Österreicherinnen und Österreicher – zumindest die Schüler –  jetzt in die „Herbstferien“. Vielleicht ist da Zeit, mir den einen oder anderen Gedanken zu meinen Ausführungen zu schreiben. Ich würde mich sehr darüber freuen. Denn gemeinsame Ziele und Visionen für Österreich und unsere Heimat zu haben – auch in herausfordernden Zeiten – das macht uns doch gemeinsam aus!?

Aktuell aus unserer Gemeinde darf ich Dir heute noch berichten, dass die nah&sicher Aktion wieder gestartet wurde. Bei allen unseren Nahversorgern – speziell auch bei ADEG SEBA könntest Du bei Deinem Einkauf „geknipst“ werden und damit die Chance auf einen € 30,– Einkaufsgutschein erhalten. >> mehr dazu auf https://nah-sicher.at/! Prinz Maria aus Fuchshof zum Beispiel hat schon die Chance zu gewinnen! Sie wurde bei unserem Post.Partner beim lokalen Einkauf „ertappt“!

Und beim Fotografieren da ist auch dieses Bild entstanden: Er wiegt auf der Postwaage – scheinbar sein Lieblingsplatz – übrigens 40 Kilogramm!

Hinweisen möchte ich Dich nochmals auf die Nacht der tausend Lichter! Kommende Woche am Dienstag, dem Vorabend zu Allerheiligen:

Der Spruch des Tages kommt heute von Herbert von Karajan. Du kennst ihn vielleicht noch, diesen berühmten Dirigenten, der immer wieder auch am Pult beim Neujahrskonzert gestanden ist: „Wer all seine Ziele erreicht hat, hat sie sich als zu niedrig ausgewählt.“ sagte er – wohl mit dem Blick auf seine Orchester, denen er vorstand.

Ich wünsche Dir alles GUTE und morgen einen schönen Nationalfeiertag!

Kommentar verfassen