
Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!
Gestern war ich in Bukarest bei einer eintägigen Konferenz von europäischen Gemeinden und Städten zum Hauptthema „Gemeindeautonomie“. Und ja: das ist ein sehr abstraktes Thema. Wieso ist es für uns in den Gemeinden aber wichtig? Weil Autonomie Eigenständigkeit bedeutet, weil es Individualität, Entfaltungsmöglichkeit und Gestaltungskraft nach sich zieht. Und weil nur diese „Autonomie“ den Gemeinderäten als „gewähltes Kollektivorgan“ die Möglichkeit gibt, „basisdemokratisch“ zu entscheiden.
Natürlich ist diese „Autonomie“ zu erlangen ein langfristiger Prozess. Die Gemeindeautonomie haben sich die Kommunen in Mitteleuropa Zug um Zug erkämpft. Aber wenn Du Dir heute Österreich, Bayern, Norditalien bzw. den gesamten zentraleuropäischen Raum anschaust, dann merkst Du den Unterschied der Orte zum ehemaligen Ostblock. Optisch, wie auch kulturell und was das Gemeinschaftsleben anlangt, ist da ein enormer Unterschied. Ich glaube, dass gerade die Gemeindeautonomie, die Eigenständigkeit auch Leistungsbereitschaft gefördert hat und das die Grundlage für diese prosperierenden Ortschaften ist.
Heute ist die Gemeindeautonomie durch Spardiktate und zentralistische Politikvorhaben teilweise wieder schwer unter Druck geraten. Und auch wir wissen in den Gemeinden, dass „Großinfrastrukturprojekte“ notwendig sind, dass gespart werden muss und dass vieles „effizienter“ laufen muss. Aber das braucht auch „Intelligenz“, um nicht „das Kind mit dem Bade auszuschütten“. Zum Beispiel Gemeindekooperation bei Verwaltungsdienstleistungen – bis hin zu großen Verwaltungsverbänden – aber trotzdem das „politisch-gesellschaftliche“ Weiterbestehen von Klein- und Kleinstgemeinden. Überhaupt ist „Zusammenarbeit“ das Schlüsselwort – allerdings nicht von oben herab erzwungen und „drübergefahren“, sondern von unten herauf „gewachsen“. Da ist ein gewaltiger Unterschied, das braucht auch Zeit, aber das „hält“ dann auch . Seitens der Gemeinden haben wir die Kraft dazu, halten auch zentralistischen Tendenzen entgegen und deshalb sind derartige Konferenzen auch bewusste politische Manifestationen der Gemeinden.
Networking ist aber auch wichtig bei derartigen Treffen. So habe ich beispielsweise von der Chefin der Rumänischen Bürgermeisterinnen erfahren, dass 10% der Gemeindeoberhäupter in Rumänien Frauen sind. Bei uns sind es übrigens 12%. Bgm. Mariana Gaju stellt in einer 17.000 Einwohnergemeinde ihren „Mann“ und hat gleich auch unsere Österr. Kolleginnen zu einem Treffen in Konstanz im Herbst eingeladen. 
Mit Julian Stanescu vom Research Institute for Quality of life – einem soziologischen „Think Tank“ aus Bukarest – habe ich mich über die rumänische Gesellschaft ausgetauscht und ich habe ihm auch von einem Dutzend 24h Betreuerinnen in unserer Gemeinde Ardagger erzählt, die vielfach auch aus Rumänien kommen und wochenlang nicht zu Hause sind. Laut offiziellen Statistiken haben im Zeitraum 2007 bis 2017 3,4 Millionen Rumänen ihre Heimat verlassen. Das entspricht etwa 17% der Bevölkerung. Heute leben 19,06 Mio. Menschen in Rumänien und die haben nach wie vor einen deutlich niedrigeren Verdienst als wir. Schlechtere Lebensbedingungen ebenfalls. Zusätzliche 2 Mio. Menschen sind daher laufend auch als „Gastarbeiter“, wie beispielsweise unsere 24h Betreuerinnen, im Ausland tätig, weil sie für das höhere Gehalt die lange Abstinenz von zu Hause weiter auf sich nehmen. Für die rumänische Gesellschaft hat das massive Folgen, weil zusätzlich auch hoch qualifizierte Menschen ausgewandert sind. Und in so manchen Dörfern sind nur noch die „Alten“ übrig geblieben und sind daher gewisse Gemeinschaftsfunktionen kaum mehr möglich. Dazu kommt noch die Landflucht innerhalb von Rumänien, die dann nur mehr die „Alten“ im Dorf zurückgelassen hat. Am Ende ist im ländlichen Raum des Landes eine unvorstellbare „Abwärtsspirale“ in Gang gesetzt.
Erzählt hat Julian Stanescu auch noch von übergroßen neuen Wohnhäusern in rumänischen Dörfern. Und wenn man durch´s Land fährt, fallen die auch wirklich auf. Sie sind zunächst ein Zeichen von Reichtum, den ihre Besitzer teilweise durch sehr harte Arbeit erworben haben – teilweise auch im Ausland. Allerdings sind sie später kaum im laufenden Betrieb nutzbar oder auch die Schulden kaum abbezahlbar. Und es kann vorkommen, dass eine Familie dann nur einen kleinen Teil eines solchen Riesen-Einfamilien-Hauses tatsächlich beheizt und bewohnt.
Wie auch immer: Die rumänischen Gemeinden sind in jedem Fall hoch engagiert und tun sehr viel, um die Lebensbedingungen für die Menschen ständig zu verbessern und dazu tragen auch Firmen bei, die wie bei uns, mit ständig neuen Entwicklungen für die Verwaltungsarbeit Lösungen anbieten. Auch bei der Konferenz gab es für die rumänischen Gemeinden diesen Austausch mit der innovativen Wirtschaft.
Bei ins in der Region lädt die Moststraße heute abend zu einem Vernetzungstreffen der „Gesunden Gemeinden“ ein. Inhalt und Ziel ist die Vorbereitung auf die Veranstaltungsreihe „Impulse für Kopf und Herz“, die demnächst starten wird. Vielleicht interessiert´s Dich auch:
Die Inflation ist im Jänner wieder gestiegen und einen guten Teil des Anstieges machen auch die Energiekosten aus. Ein guter Anlass, um wieder einmal auf die eigenen Möglichkeiten zur Energie- und vor allem Stromkostensenkung hinzuweisen. >> hier in einem aktuellen KURIER Artikel sind Stromanbieterwechsel, Eigen-PV Anlagen und Energiespartips sehr sehr gut zusammengefasst.
Schließlich noch ein Hinweis von MASTKOST und unserem Faschingtheaterteam. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und nicht nur die riesige Bühne im Gh. Kremslehner verspricht einiges. Es wird auch fleissig geprobt und tolle Beiträge kannst Du dann am Wochenende erwarten. Aber: Der SAMSTAG ist schon fast ausverkauft. Für Freitag und Sonntag gibt´s noch mehr Karten.
Du bist herzlich willkommen!!!! Hier noch die leere Bühne, aber die „Szene belebt sich“ – spätestens heute abend bei finalen Proben…..:
Und Du wirst es nicht glauben, das Thema „Inflation“ hat vor allem zahlreiche prominente Persönlichkeiten aus der Finanzbranche beschäftigt und auch zu „weisen“ – oft auch einfach nur „zynischen“ Sprüchen über die Inflation „verführt“:
📈 „Inflation ist die einzige Form der Besteuerung, die ohne Gesetzgebung erhoben werden kann.“ – Milton Friedman
📈 „Inflation ist, wenn man für das gleiche Geld weniger bekommt – und zwar immer schneller.“ – Friedrich August von Hayek
📈 „Die Inflation ist wie eine Zahnpasta: Ist sie einmal aus der Tube, bekommt man sie nur schwer wieder hinein.“ – Karl Otto Pöhl
📈 „Inflation ist die Mutter der Arbeitslosigkeit und die Plünderin der Ersparnisse.“ – Margaret Thatcher
📈 „Wenn die Inflation einmal beginnt, ist es schwer, sie zu stoppen, denn sie nährt sich selbst.“ – John Maynard Keynes
📈 „Die Inflation nimmt den Menschen nicht nur ihr Geld, sondern auch ihr Vertrauen in die Zukunft.“ – Ludwig Erhard
📈 „Inflation ist ein stiller Dieb, der das Ersparte der Menschen langsam auffrisst.“ – Ronald Reagan
📈 „Eine stabile Währung ist die Grundlage jeder funktionierenden Gesellschaft. Ohne sie bröckelt das Vertrauen.“ – Mario Draghi
📈 „Geldentwertung ist eine unsichtbare Steuer, die besonders jene trifft, die sich nicht dagegen absichern können.“ – Warren Buffett
📈 „Die Politik liebt die Inflation: Sie lässt Schulden schrumpfen und verspricht trotzdem Wachstum.“ – Henry Hazlitt
Ich wünsche Dir heute in jedem Fall alles GUTE, NEUES und Interessantes. Auf einen guten neuen TAG an diesem Mittwoch.






