Ardagger – Frühstücksnews – Mittwoch, 29.5.2024

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Morgen am Donnerstag ist Fronleichnam und da finden in allen 4 Pfarren die Fronleichnamsprozessionen statt. Traditionell laden wir seitens der Gemeinde und seitens der Pfarren gemeinsam die Kirchenchöre und die Musikkapellen und die Kirchenhelfer herzlich ein. Es ist ein DANKESCHÖN an alle, die sich rund um unsere Pfarren für die Gemeinschaft und Kultur im Ort engagieren!

Die Messen mit Fronleichnamsumzug starten in Kollmitzberg, Ardagger Stift und Stephanshart um 08.00 Uhr in den Kirchen. In Ardagger Markt erst um 09.00 Uhr.

In Stephanshart findet anschließend an die Prozession und die Messe dann auch der Fronleichnamskirtag statt! Das Kirtagsfest dauert bis in den mittleren/späten Nachmittag. Herzlich willkommen!

 

Und in Stephanshart gibt´s morgen neben den Kirtagsstandln im Moar Haus Hof auch noch einen kleinen Flohmarkt – den traditionellen BÜCHERFLOHMARKT!

Heute am Mittwoch steigt in Ardagger Stift am Sportplatz noch das große SPARKASSEN Schülerliga Landesfinale. Du bist ab 09.45 Uhr zum Anfeuern und Mitfiebern ganz ganz herzlich eingeladen. Die große Siegerehrung gibt´s dann um 13.00 Uhr. Insgesamt werden 2 Halbfinalspiele und danach die Spiele um Platz 3 und 4 bzw. um den 1. und 2. Platz ausgetragen!

Und am kommenden Samstag abend – bitte auch schon fix einplanen – bist Du noch zum Stifta Feierabend eingeladen. 50 Jahre ist die Stifta Geigenmusik dann schon alt und beim Hauer wird von den 6 Musikerinnen und Musikern mit ihren Freunden und Fans gefeiert. Komm vorbei. Du wirst eine riesen Freude haben! Ab 16.30 spielt bereits die Gasteuer Tanzlmusik und ab 19.00 Uhr gehts dann mit dem Feierabend richtig los!!!! Kulinarisch verwöhnt Dich die Fam. Hauer!

 

Ich war gestern in Deutschland bei der Partnerorganisation unseres Gemeindebundes – beim Hauptausschuss des Deutschen Städte und Gemeindetages. Zu besprechen gab´s sehr viel: Zunächst unsere Strategie zur Digitalisierung der Städte und Gemeinden. An die Europäische Union formulierten wir gemeinsam die Forderung nach einem eigenen für die Gemeinden hauptverantwortlichen Kommissar. Gemeindepartnerschaften mit der Ukraine wollen wir verstärken und ich habe die Kollegen in Deutschland auch gebeten, unsere Forderung nach Absenkung des Schutzstatus beim Wolf und anderen Großraubtieren zu unterstützen. Diskutiert haben wir auch noch das Migrationsthema, die Frage der Sicherheit im Zuge des Ukrainekrieges und die Rolle der Gemeinden dabei. Rund 10.000 Gemeinden vertritt der Deutsche Städte- und Gemeindebund und mit unseren knapp 2.100 Gemeinden  sind´s nun schon 12.000 von rund 85.000 Kommunen in der EU, die ich für eine stärkere Vertretung unserer Anliegen in Brüssel begeistern konnte. „Mühsam nährt sich das Eichhörnchen“ sagt der Volksmund. Aber wie´s scheint: „Es nährt sich!“ Langsam aber sicher wächst die Erkenntnis und Zustimmung, dass wir in einem EUROPA nach der EU Wahl stärker vertreten sein müssen!

 

Im Anschluss an die Unterredungen beim Städte- und Gemeindetag besuchte ich dann gemeinsam mit meinem Team noch die Österr. Botschaft in Berlin. Die dortige Österr. Gesandte Elisabeth Riederer und unser Konsul Stefan Hochmuth empfingen uns und wir konnten mit Ihnen noch Fragen der Verwaltung, Fragen der Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und der Botschaft im Hinblick auf Auslandsösterreicher erörtern. Jetzt im Zuge der EU Wahl zum Beispiel gibt´s wieder viele Berührungspunkte und Abklärungen im Zuge der Wahlkartenausstellung. DANKE für die freundliche Aufnahme in der Botschaft, die übrigens die größte Vertretung ist, die Österreich im Ausland hat. Das hat in Deutschland mit dem großen Handelsvolumen, mit dem Tourismus und den vielen Doppelstaatsbürgern zu tun!

Hier auch noch ein paar „Schnappschüsse“ aus Berlin, die mir spontan vor die Linse gekommen sind. Sie haben keinen näheren inhaltlichen Hintergrund, aber irgendwie ……ist auch hier Wahl – EU Wahl, selbst wenn man auf den Plakaten nicht immer erkennt, wofür hier eigentlich geworben wird und recht spannend auch der städtische Grünraum unter den Plakaten – recht „NATUR“ eigentlich:

Ich hab gestern übrigens auch bei den Gesprächen immer wieder hinterfragt, warum, denn in Deutschland mittlerweile die „Jammerkurve“ so hoch ist…..? Also zur Erklärung: Auch die dt. Gemeindevertreter haben uns im Vorfeld gesagt, dass ihrer Meinung nach einiges besser läuft in Österreich…. und sie auch Probleme für den „Standort Deutschland“ sehen, wie das immer wieder auch in den Medien angeschrieben wird:

Ein Urteil und eine Analyse ist da nach einem Tag ganz schwierig. Aber die Stimmungslage, die ich in einzelnen Gesprächen so aufgeschnappt habe, macht eigentlich Sorge. Die Gründe scheinen vielfältig zu sein:  Bürokratismus wird in Berlin immer wieder genannt. Der Krieg in der Ukraine macht Angst und mittlerweile diskutiert man in Deutschland offen, ob man auch die Bunkerkapazitäten wieder erhöhen muss und die Wehrpflicht wieder einführen muss, weil der Agressor aus dem Osten „nicht Halt machen könnte“. Nach meinem Besuch vor einigen Wochen in der Urkaine kann ich das nachvollziehen. Die deutschen Gemeinden beneiden uns in Österreich, weil zum Beispiel in Deutschland ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz gilt, den wir in Österreich nicht haben. „Rechtsanspruch“ hört sich vordergründig für die Menschen in Deutchland gut an, führt dort aber mittlerweile zu Klagen gegen die Gemeinden und löst das Problem nicht…….; Da ist die „Wahlfreiheit“ wie wir sie umsetzen, da sind Kinderbetreuungsoffensiven, wie in Niederösterreich deutlich effizienter, selbst wenn es weiter „EIGENVERANTWORTUNG“ braucht. Die deutschen Gemeinden stehen noch mehr als wir – finanziell mit dem Rücken zur Wand, gleichzeitig sind sie bei Digitalisierung und allen Strategien, die uns in Zukunft helfen sollen noch effizienter zu werden, in den Gemeinden auch „hinten“ oder sagen zumindest, dass wir das mit Registern und anderen „Tools“ in ihren Augen deutlich besser gelöst hätten. Die „Wärmewende“ – im Sinne der Energiewende – war dann in den Beratungen auch Thema. Das ist für uns in Österreich auch wichtig – nur in Deutschland ist das auch richtig „emotional“ geworden – sicherlich auch wegen einiger verunglückter Gesetzesdiskussionen……..; Interessant, dass wir dann in einigen Gesprächen die Meinung gehört haben: „Aber jetzt kommt ja die Fußball EM und irgendwie spürt man da die Hoffnung nach einem „Sommermärchen“ wie damals heraus…..; Verständlich, dass sich die Menschen einer so starken Nation wie Deutschland nach „STÄRKE“ sehnen, die ihnen vermeintlich abhanden kommt. Ob diese Stärke im Fußball zu finden ist, hat mich gestern dann randlich noch an den Spruch „panem et circenses“ des römischen Dichters Juvenal erinnert. „Brot und Zirkusspiele“ ……

Was ich von gestern daraus in jedem Fall mitnehme ist nichts Neues und ganz einfach:…... dass man Probleme frühzeitig erkennen, offen ansprechen und auch wenn´s weh tut zur Lösung bringen muss. Alles, was man verschleppt – im Großen wie im Kleinen – fällt einem später wieder auf den Kopf. So gesehen, gestern in Deutschland an viele großen und kleine Beispielen und mitgenommen für die tagtägliche Arbeit, weil bei uns ja auch die nicht immer gern gesehene VERÄNDERUNG in vielen Bereiechen die Herausforderung ist, wenn wir uns gut und kontinuierlich weiterentwickeln wollen…..

Alles GUTE für Deinen heutigen Mittwoch und den morgigen Feiertag!

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