Ardagger – Frühstücksnews – Mittwoch, 4.9.2024

Sehr geehrte Gemeindebürgerin! Sehr geehrter Gemeindebürger!

Gestern abend war Nationalratspräsident Mag. Wolfgang Sobotka am Kollmitzberg und zunächst dankte er KR Ferdinand Jandl im Rahmen der Bezirkssitzung der Sportunion Ardagger für seine langjährige engagierte Arbeit für den Vereinssport. Er sei selbst seit 63 Jahren – seit dem 5. Lebensjahr – Mitglied in der Sportunion in Waidhofen, sagte Sobotka. Es habe ihn geprägt und in all dieser Zeit habe er nicht nur persönlich aus dem Sport viel Kraft geschöpft, sondern schätze auch die freiwillige Bereitschaft der Funktionäre enorm. Nur dadurch sind Sportstätten möglich, nur dadurch wird Sport organisiert und nur dadurch kämen Menschen miteinander in Begegnung. Auf zahlreiche Förderungen und auch Neuerungen, die vor allem der Nationalrat in den letzten Jahren für den Sport beschlossen hat, wurde dann noch verwiesen. Insgesamt waren gestern rund 130 Sportfunktionäre aus 116 Sportunionvereinen am Kollmitzberg zu Gast.

In anschließend kleinerer Runde war dann „POLITIK“ angesagt. Sobotka beobachte auch international – und er ist in seiner Funktion viel im Ausland unterwegs – eine Zunahme der „Extrempositionen“. Die „Mitte“ der Gesellschaft dünne aus. Aber genau diese „Mitte“ brauche es, die „Kompromissfähigkeit“ brauche es, der „Konsens“ habe uns zum Wohlstand geführt, in dem wir heute leben und nicht die extreme Rechte oder die extreme Linke, vertrat er.

Vorgestellt hat Sobotka den „Österreichplan“ von Bundeskanzler Karl Nehammer als Projekt aus der „Mitte der Gesellschaft“ heraus für die Zukunft. Diesen Plan möchte die ÖVP umsetzen, wenn sie für die nächsten Jahre die nötigen Stimmen bekommt und in der Regierung vertreten wäre. Und dafür warb er auch – um das Vertrauen und die Stimmen dafür bei der Nationalratswahl.

Es sei aber unbestritten, war auch der Tenor der Diskussion, dass eine nächste Regierung eine Koalitionsregierung sein werde – eine zweier oder erstmals auch eine Dreierkoalition vielleicht. Und nachdem bei den Zuhörern und Teilnehmer auch unterschiedliche politische Strömungen vertreten waren, hat sich auch am Tisch gezeigt, es wird den „Kompromiss“ und die „Mehrheitsfindung“ brauchen und das ist auch Sobotkas Rezept für eine zukünftige Koalition: Sie werde sich auf wesentliche Eckpunkte einigen müsse – ein Budget vor allem, auf Leitlinien in der Asylfrage oder in der Sozial-, Bildungs oder Infrastrukturfrage. Er könne sich aber auch vorstellen, dass es für einige Themenbereiche in einer zukünftig bunteren Regierung sogar auch „koalitionsfreie“ Räume geben könne – das müsse man vorher ausreden.

Die bisherige Regierung und das Parlament hätten das schon ansatzweise gezeigt und in der letzten Gesetzgebungsperiode so viele Materien abgearbeitet, wie keine andere Regierung bisher. Und trotzdem habe diese Regierung nicht mehr das Vertrauen der Mehrheit – war auch eine nüchterne Feststellung, die zur Frage am Tisch führte: „Wie könne man Regierungs- und Parlamentsarbeit, wenn sie viel GUTES macht in Zukunft auch wieder als „GUT“ vermitteln. Und wie könne man vermeiden, dass ein notwendiger politischer Diskurs nicht ständig zu einer wechselseitigen Beschädigung der Politiker und der Parteien führe……?“ Darauf gab es dann auch keine abschließende Antwort: Es läge an den Politikern selbst, die wieder mehr Sachlichkeit und Wertschätzung füreinander haben müssten – selbst bei gegenteiligen Standpunkten, war ein Vorschlag. Es läge auch an den Medien – noch mehr an den sozialen Medien, die nicht nur mit reisserischen Überschriften, sondern mit faktischen Inhalten berichten müssten. ……war eine weitere Diskussionsrichtungen am Tisch……;

Vielleicht liegt´s auch an einer oft sehr oberflächlichen Beschäftigung mit Politik durch uns alle. Ein tiefergehendes Verständnis für GEMEINSCHAFT in diesem Staat und den Staat an sich, könnte eine Lösung sein, meine ich. Um „qualifiziert mitreden zu können“ müssen wir auch ständiges „Politikinteresse“ haben oder „Vertrauen in die Profipolitiker“. Der Politikbetrieb und die zu entscheidenden Materien werden schließlich in einer komplexen Welt ja auch immer „komplizierter“. Und auch der Eigensinn in der Gesellschaft ist in manchen Bereichen sehr ausgeprägt und arbeitet konsesualen Lösungen entgegegen.

Sobotka spricht übrigens allen Politikerinnen und Politikern zu, dass sie „GUTES“ für die Menschen tun wollen. Er habe das immer so erlebt und das sei auch die Basis auf der man  – halt mit unterschiedlichen Grundeinstellungen – zueinander finden könne.

Jetzt am 29.9. werden bei der Nationalratswahl die „Würfel“ neu fallen. Dann wird´s wohl viele runde Tische, wie den gestern am Kollmitzberg brauchen, um zueinander zu finden und eine gemeinsame Regierung zu formen.

DANKE nochmals an Wolfgang Sobotka – er bekleidet in der Funktion als Nationalratspräsident noch bis 24.Oktober das zweithöchste Amt im Staat –  für seinen Besuch und die Zeit, die er sich für die Diskussion genommen hat. Das ist auch Wertschätzung für die an PARLAMENTS-Politik Interessierten bei uns!

 

Seit gestern ist nun übrigens der Speicher im FF Haus Stephanshart in Betrieb. Hier siehst Du die „Kurve“ der ersten Nacht. Bis zu 28% wurde er entleert. Die PV am Dach des FF Hauses ist übrigens eine der größeren, die wir im Moment haben, nach der Mittelschule und der Kläranlage. Mit dem Speicher wollen wir auch die „Selbstversorgung“ in der Nacht und zu den Tagesrandzeiten verbessern. Danke hier an die Fa. Hörmann und das FF Team mit Hannes Neuheimer und Hannes Kamleitner für die stets exzellente Ausarbeitung und Umsetzung derartiger Anlagenteile im FF Haus. Danke für die Bilder vom Speicher und FF Haus an Roland Forster.

 

Bei einer Baustelle der Fa. Swietelsky im Bereich Hauersdorf – südlich der Autobahn nach der Einfahrt zum Hauer – wurden gestern Glasfaserleitungen der Gemeinde beschädigt. Die Reparatur wird erst Ende September erfolgen. Bitte um Kontaktnahme mit uns am GEmeindeamt, falls Störungen im Bereich Hauersdorf bis Schimmingstraße auftreten sollten.

Die Topothek für unsere Gemeinde ARDAGGER ist mittlerweile Online gegangen. Unter https://ardagger.topothek.at/ können schon viele Fotos und anderes bestaunt werden. „Bitte weiter sagen und viel Spaß beim Stöbern! “ wünscht Euch allen Rudi Enengel – der Leiter des Geschichtskreises ARDAGGER. Er und viele andere haben die Bilder zusammengetragen und eingepflegt und sind dran, die Datenbank auch weiter zu befüllen. >> Hier Reinschauen!

 

(c) Maria Fröschl
(c) Maria Fröschl
(c) Maria Fröschl

Werbung gibt´s heute noch für Mostviertler Weidegänse vom Kollmitzberberg. Bei der Fam. Frühwirth in „Leha“ wachsen sie bereits bestens heran und fühlen sich „puddel“wohl, wie Du auf den Bildern sehen kannst. Gänsevorbestellungen nimmt die Fam. Frühwirth bereits gerne entgegen unter Mostviertler Weidegänse von Fam Frühwirth am Kollmitzberg unter 0676 5055908!

 

Noch ein Umwelttipp für Deine Batterieentsorgung. Am Gemeindeamt kannst Du Dir diese Batteriesammelboxen mitnehmen. Sie liegen übrigens im Foyer und es geht auch ausserhalb der Öffnungszeiten. Bitte Batterien nicht in den Müll und mit diesen Boxen extra abgeben. Abgabeinfos alle auf der BOX!

Schließlich noch ein Hörtipp für heute. Wie gefährlich ist der Klimawandel? fragt sich der Pragmaticus Podcast und spricht darüber mit dem Meteorologen Marc Olefs. Das ist echt „hörenswert“ – ehrlich, faktisch und hoffnungsvoll, dass wir´s schaffen mit MUT und Innovationen! Der Meteorologe Marc Olefs erklärt die wesentlichen Prinzipien des Klimawandels, von CO2 bis Nordatlantikzirkulation, und seine Folgen für Europa und Österreich.  Im Einzelnen: Wie CO2 das Klima macht, Wie es zur 1,5 Grad Grenze kam, und ob sie bereits gerissen wurde. Wie wahrscheinlich ein Zusammenbruch der Amoc ist. Was Klimaschutz kostet. Was kein Klimaschutz kostet. Was eine Halbierung der Emissionen bringt. Marc Olefs ist Meteorologe. Er leitet das Department Klimafolgen-Forschung von Geosphere Austria – Bundesanstalt für Geologie, Geophysik, Klimatologie und Meteorologie in Wien. Auf Apple Podcasts kannst Du´s anhören: https://podcasts.apple.com/at/podcast/der-pragmaticus-podcast/id1600419846?i=1000665951510

Und ich kann Dich auch nur motivieren zum Anhören und zum Handeln:

Handeln können wir übrigens alle: Mit….:

  • PV am Dach
  • Speicher im Keller
  • Mobilität „sparen“ oder einfach „selbstkritisch“ Mobilität umstellen – auf elektrisch, auf´s Rad, auf den Zug oder auch mal zu Fuß.

Möglichkeiten gibt´s viele. Viel Freude dabei!

Übrigens gibt´s zur „MOBILITÄT“ auch noch einige Sprüche:

Zukünftig wird es nicht mehr darauf ankommen, daß wir überall hinfahren können, sondern, ob es sich lohnt, dort anzukommen. Hermann Löns

Wenn du zu lange unter einem Baum hockst, machen dir die Vögel auf den Kopf. Sprichwort aus dem Sudan

Bäume haben Wurzeln, ich habe Beine. George Steiner

Alles GUTE und natürlich sollten wir uns auch in Zukunft weiter bewegen und mobil sein!

 

 

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