Frühstücksnews – Freitag, 9.5.2025

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Gemeindebund

Polenreise

Heute kommen die Frühnews noch ein weiteres und letztes Mal aus Polen. Am Abend geht´s wieder zurück nach Österreich.

Ich geb´s zu, ich bin mit „geringen“ Erwartungen in dieses europäische Land gefahren. Vor 14 Jahren waren wir schon einmal hier mit einer Delegationsreise und auch auch die Erinnerungen von damals haben mir gesagt: „Was sollen wir schon lernen von den Gemeinden hier, von der Verwaltung hier, von der Wirtschaft hier?“

Die Erfahrung und Eindrücke dieser 2 Tage sind nun aber gänzlich andere.

  • Polen ist innerhalb Europas ein „Wirtschaftlicher Tiger“. Mit 3,2% Wirtschaftswachstum – prognostiziert für 2025 – ist das einer der höchsten Werte innerhalb der EU-27. Zudem haben wir gestern abend im österr. Kulturforum zahlreiche Firmenvertreter getroffen von Unternehmen aus Österreich, die hier aktiv sind und sie alle haben das enorme Potential bestätigt.
  • Polen steigert – auch allein schon wegen der engen Grenzlage zur Ukraine – seine Rüstungsausgaben in diesem Jahr auf fast 5% des Bruttoinlandsprodukts. Das ist mit 41 Mrd. Euro ein enorm hoher Wert, der in ganz Europa seinesgleichen sucht.
  • Die Dramatik des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und die Sorgen drumherum sind hier enorm groß und anders als in Österreich „common sense“ im Land. Polen hat auch rund 1 Mio. Ukrainer aufgenommen. 75% davon arbeiten und beflügeln gerade auch die polnische Wirtschaft weiter.
  • Die Arbeitslosigkeit gibt´s zumindest in den großen Zentren gar nicht….: Hier herrscht Vollbeschäftigung.
  • Gejammert wurde hier in kaum einem Gespräch. Während in Österreich – vor allem auch bei den Finanzen – zunächst gleich mal alles ums Geld geht, ist das hier nur ein „Randthema“. Es wird gut gewirtschaftet, haben wir von einigen Bürgermeistern hier gehört aber es steht nicht das Sparen im Vordergrund, sondern das Schaffen und das Ermöglichen.
  • Interessant, dass Österreich nach wie vor hier einen enorm hohen Stellenwert als Vorbild in vielen Fragen der Gemeindeentwicklung hat. Voller Stolz haben uns einige Gesprächspartner gezeigt, was sie sich von Österreich abgeschaut haben.
  • Prinzipien wie „Schwammstadt“ oder auch „digitale Errungenschaften“ sieht man hier – fast schon mehr als in Österreich. Bei einem Kindergarten zum Beispiel, den wir angeschaut haben, ist eine digitale Zutrittskontrolle und ein digitales Ein- und Auschecken der Kinder selbstverständlich. Bei uns in Österreich hat wohl überhaupt noch nie jemand daran gedacht.
  • Einschränken muss man insgesamt allerdings noch etwas beim Stadt-Land Gefälle. Da liegt Polen doch deutlich hinter Österreich. Und je mehr man in die Peripherie fährt, umso mehr wird auch die Diskrepanz augenscheinlich.

In Summe ist Polen – im Eindruck nach diesen 2 Tagen – ein aufstrebendes Land in dem die Menschen einen angenehmen und respektvollen Stolz auf ihr Land haben, in dem man innovativ ist und alles zusammengefasst, wohl: Wo man noch etwas erreichen will und nicht nur an der Verteidigung des Erreichten arbeitet und ständig um alle Errungenschaften „fürchet“, wie das in Österreich fast schon „Kultur“ geworden ist.

Es gibt aber einen Punkt, in dem Polen und Österreich ziemlich ähnlich sind: Das Land ist politisch gespalten. Darüber reden sie hier in Polen zwar aber niemand bekennt die Seite, zu der er/sie steht. Die letzten Jahre und Jahrzehnte waren für das „politsche“ Polen zwischen rechts-national und mitte-links-liberal enorm aufreibend und das geht soweit, dass sogar innerhalb von Familien und Freundeskreisen Spaltungen durchgehen. Zumindest aus der Coronazeit kennen wir das ja auch aus Österreich und bei den letzten Wahlen haben sich – in anderer Ausprägung – auch ähnliche Tendenzen abgespielt.

Präsidiumssitzung

Im Gemeindebund hatten wir gestern hier in Polen, auch per Video unterstützt eine Präsidiumssitzung und insofern ist das „Politgeschehen“ in Österreich auch hier in Warschau präsent gewesen.

Ardagger

Versanstaltungskalender vom Wochenende

Aus Ardagger und für das kommende Wochenende darf ich Dir noch diese Angebote aus dem Gemeinde-Veranstaltungskalender ans Herz legen:

Fr. 09. Bücherwichtel – literarische Spielegruppe
Sa. 10. Muttertagsfeier der Katholischen Jugend
Sa. 10. – 11. Palettenparty
So. 11. Erstkommunion Stift Ardagger
So. 11. Muttertags-Buffet am Hauerhof

Muttertagsangebote bei ADEG Seba

Anlässlich des am Sonntag bevorstehenden Muttertags gibt´s bei ADEG Seba übrigens wieder Blumen und Gestecke von Renate Fischer. Eine gute Gelegenheit, noch ein nettes Präsent einzukaufen! Hier einige Gestaltungsvorschläge, die Dich erwarten:

Weihe der Ruthner Kapelle am Sonntag

Am Sonntag abend findet in Stephanshart dann noch die Einweihung einer neuen Kapelle bei der Fam. Ruthner in der Barbarasiedlugn statt. Auch hierzu bist Du herzlich willkommen:

Baggerungen in der Au am Landgerichtsbach

In der Au sind in den letzten 2 Wochen – neben den Wegumlegungsarbeiten am „Haufen“ – auch Räumarbeiten im Landgerichtsbach und an Einmündungen der Seitenbäche durchgeführt wurden. Hier einige Bilder davon und DANKE an GR KArl Dietl, der die Arbeiten koordiniert hat. Ab Montag werden dann noch Graderarbeiten in der Au folgen. Bitte um Berücksichtigung, dass es vor allem am Grenerhaufen dadurch zu Behinderungen kommen kann.

 

 

Essen auf Rädern läuft sehr gut

Unser „Essen auf Rädern“ Team – LISA (Liefer-Servise-Ardagger) hat gestern eine Besprechung abgehalten. Aktuell werden 19 Essen ausgeliefert. Alle sind damit sehr zufrieden. Die Organisastions-App im Hintergrund funktioniert sehr gut. Und auch die Bereitschaft der Fahrerinnen und Fahrer ist hoch. Die Einteilung steht immer langfristig fest. Lediglich bei der Leergutrückgabe gibt es hin und wieder „kleine Probleme“. Manchmal gehen eben auch Teile vom Geschirr kaputt oder fehlen, aber dafür wird um Lösungen gesucht. DANKE allen freiwilligen Fahrern und Organisatoren!

Amstetten – bald eine Zoostadt? Was KI alles kann!!!

Und weil´s mir gestern untergekommen ist, noch ein Hinweis, was die KI alles kann. Bgm. Christian Haberhauer hat mir das Video geschickt, wo ein Grafiker aus Amstetten eine „Zoostadt“ gemacht hat. Vielleicht kommt Dir ja mal ein Elefant oder eine Giraffe auf der Strasse unter….? Dann weisst Du, wo´s herkommt:

Sprüche zum Tag

Thema „STREBEN“

Als Thema für die Sprüche zum Tag habe ich heute das „STREBEN“ gewählt. Es hat schon auch mit den Eindrücken aus Polen zu tun, wo noch „auf- und ausgebaut“ wird und „Gestaltung“ und „Erreichen“ anstatt „Verteidigen“ und „Absichern“ einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert haben dürfte. Das sagen namhafte Dichter und weise Menschen zum Streben und die haben allesamt keinen rein wirtschaftlichen Zugang zum Thema:

1. Johann Wolfgang von Goethe (deutscher Dichter und Denker)

Zitat:

„Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen.“
Quelle: Faust II, letzte Szene
(Dieses Zitat steht symbolisch für das menschliche Streben als Lebensprinzip.)


2. Friedrich Nietzsche (Philosoph)

Zitat:

„Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.“
Quelle: Götzen-Dämmerung (1889)
(Das Streben nach Sinn als überlebenswichtige Kraft.)


3. Albert Einstein (Physiker)

Zitat:

„Das Streben nach Wahrheit und Erkenntnis ist etwas ganz Kostbares im Menschen.“
Quelle: Briefe und Reden (verschiedene Sammlungen)


4. Konfuzius (chinesischer Philosoph)

Zitat:

„Der edle Mensch strebt nach Harmonie, nicht nach Gleichheit. Der gewöhnliche Mensch strebt nach Gleichheit, nicht nach Harmonie.“
Quelle: Lunyu (Gespräche des Konfuzius)


5. Sigmund Freud (österreichischer Psychoanalytiker)

Zitat:

„Das Ich ist nicht Herr im eigenen Hause.“
Quelle: Das Unbehagen in der Kultur (1930)
(Freud beschreibt das unbewusste Streben als prägend für menschliches Handeln.)


6. Victor Frankl (österreichischer Psychiater und Holocaust-Überlebender)

Zitat:

„Der Mensch strebt nicht nach Lust, sondern nach einem Sinn.“
Quelle: …trotzdem Ja zum Leben sagen (1946)


7. Erich Fromm (Sozialpsychologe und Philosoph)

Zitat:

„Das Streben nach Besitz, Macht und Erfolg macht den Menschen nicht glücklich.“
Quelle: Haben oder Sein (1976)


8. Rainer Maria Rilke (österreichischer Lyriker)

Zitat:

„Wir sind die Bienen des Unsichtbaren. Wir sammeln den Honig des Sichtbaren, um ihn im Unsichtbaren zu speichern.“
Quelle: Brief an Witold Hulewicz, 13. November 1925
(Ein poetisches Bild für das menschliche Streben nach Transzendenz.)

Ich wünsche Dir heute alles GUTE für Deinen heutigen Freitag, Dein Wochenende und den bevorstehenden Muttertag!

(c) Alfred Starzer

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